BLATTZEIT - Ausgabe Juni
Editorial
Liebe Mitglieder der Landesjägerschaft Niedersachsen,
die Zeit schreitet voran, ehe wir uns versehen, ist das Jahr 2024 schon wieder halb vorbei. An dieser Stelle möchte ich das Thema Ehrenamt besonders herausstellen: Unsere Landesjägerschaft Niedersachsen ist vielseitig aufgestellt und als anerkannter Naturschutzverband mit über 60.000 Mitgliedern eine bedeutsame Größe in Niedersachsen. Im Rahmen der Vorstellung unseres Verbandsmagazins BLATTZEIT habe ich auf den Seminaren für die Funktionsträger im Frühjahr dieses Jahres vor rund 750 Ehrenamtlern referieren dürfen. Auch wenn diese Zahl schon beachtlich ist, stehen hinter unserem Verband weitaus mehr Jägerinnen und Jäger, die das Fundament dieser Vereinigung bilden. Ob aus den Bereichen Hundewesen, Jagdhornblasen, Öffentlichkeitsarbeit, lebensraumverbessernde Maßnahmen oder dem Schießwesen: am Ende sind es viele Tausend von Ihnen, die sich für eine gute Sache, nämlich für die Jagd stark machen – ob als Funktionsträger oder als engagiertes „einfaches“ Mitglied.
Tatsächlich sind die Mitgliederzahlen in der LJN seit Jahren steigend. Auf Bundesebene gibt es bereits über 436.000 Jagdscheininhaber. Dennoch wird es zunehmend schwieriger, Leute für das Ehrenamt begeistern zu können. Die Gründe sind vielseitig. Ein Grund ist sicherlich unsere schnelllebige Zeit: Menschen fällt die Entscheidung zusehends schwerer, sich in ihrer Freizeit für die Gesellschaft zu engagieren - zudem herrscht hier dann nicht selten „Konkurrenzdruck“ zwischen den verschiedenen Vereinen und Aktivitäten, denen man sich verpflichtet fühlt. Hier müssen wir Impulse setzen, diejenigen abzuholen, die offen für ein Ehrenamt wären. Am Ende liegt es an uns allen, dass wir die Jagd, so wie wir sie heute erleben dürfen, nur dann erhalten können, wenn sich viele von uns auch in Zukunft für das Ehrenamt begeistern lassen. Stellvertretend für die Engagierten Jägerinnen und Jäger möchte ich an dieser Stelle all diejenigen herausstellen, die sich in den vergangenen Wochen für die Jungwildrettung ihre Nächte um die Ohren geschlagen und so unzählige Wildtiere vor dem Mähtod gerettet haben. Während ihre Arbeit Ende Juni quasi durch ist, werden nun die Wattenjagdaufseher aktiv. Ihre Saison dauert bis Ende Juli, auch sie leisten einen besonderen Teil für den Tier- und Naturschutz in Niedersachsen. Ich habe Hochachtung vor allen Ehrenamtlern und möchte an dieser Stelle jeden von Ihnen ermuntern, dass Sie mit Ihren Stärken und Fähigkeiten auch ein Teil des Ehrenamtes werden, damit die LJN auch in Zukunft in der Fläche so gut aufgestellt bleibt, wie sie es derzeit ist.
Wulf-Heiner Kummetz
Chefredakteur BlattZeit
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