LJN-Präsidium trifft sich zum Austausch mit der SPD-Fraktion

(v. l.) Grant Hendrik Tonne, Helmut Dammann- Tamke, Karin Logemann, Wiard Siebels, Christoph Willeke, Josef Schröer, Stephan Johanshon und Helmut Blauth (Foto: SPD)

Am 29. Mai trafen sich Mitglieder des Präsidiums der Landesjägerschaft Niedersachsen – neben Präsident Helmut Dammann-Tamke, die stellv. Präsidenten Josef Schröer und Helmut Blauth sowie LJN-Geschäfts- führer Stephan Johanshon – mit der SPD-Fraktionsspitze im Niedersächsischen Landtag. Teilnehmer seitens der SPD waren der Fraktionsvorsitzende und stellv. Landesvorsitzende Grant Hendrik Tonne, der Jagdpolitische Sprecher Christoph Willeke, die Sprecherin für Landwirtschaft Karin Logemann sowie der Parlamentarische Geschäfts- führer Wiard Siebels. Anlass waren, neben dem Austausch zum Thema Wolf, die Antworten der Bundes-SPD auf die Wahlprüfsteine, die der Deutsche Jagdverband im Vorfeld der Europawahl an die im Bundestag vertretenen Parteien übersendet hatte. In einer ersten Beantwortung dieser Fragen, hatte sich das Willy-Brandt-Haus in Berlin in Teilen sehr jagdkritisch geäußert: 

Insbesondere die kategorische Ablehnung einer Herabstufung des Schutzstatus für den Wolf und der Fangjagd hatte in Niedersachsen für blankes Entsetzen und große Verstimmung gesorgt. Dem hatte die Landesjägerschaft unmittelbar nach Bekanntwerden der Antworten in einem Brief an alle niedersächsischen SPD-Abgeordneten des Europaparlaments, des Deutschen Bundestages, des Niedersächsischen Landtages sowie der 16 SPD-Landräte deutlichen Ausdruck verliehen. In einer ersten Reaktion hatte sich der Jagdpolitische Sprecher der niedersächsischen SPD-Fraktion bereits von diesen Antworten distanziert: „Die Wahlprüfsteine der Bundes SPD waren für uns in NDS nicht hinnehmbar“, so Christoph Willeke in seinem Statement. Man stehe hinter dem regional differenzierten Bestandsmanagement, wie es im Koalitionsvertrag des Bundes und des Landes stehe. Es stehe fest, dass dort wo regional eine günstige Population erreicht ist auch ein regional differenziertes Bestandsmanagement umgesetzt werden müsse. Auch stehe die niedersächsische SPD hinter der Lebendfalle als wichtiges Instrument des Prädatorenmanagements. Ein Verbot komme für sie nicht in Frage.

Infolge der vehementen Interven- tion der Niedersächsischen SPD-Ab- geordneten hatte die Bundes-SPD
dann ihre Antworten insbesondere in diesen beiden Punkten revidiert und neue Antworten an den DJV gesendet. Die Landesjägerschaft begrüßt diese grundsätzliche Klarstellung der Positionen ausdrücklich und das Eintreten der SPD-Abgeordneten aus Niedersachsen hierfür. In dem Gespräch mit der Frak- tionsspitze – ebenfalls eine Reaktion auf die konzertierte Aktion der Landesjägerschaft – wurden diese Aussagennochmals bekräftigt. 

Die Jagdpolitik in Niedersachsen werde auch in Zukunft durch ein Miteinander mit der Landesjägerschaft geprägt sein, versicherten die SPD-Abgeordneten. Darüber hinaus wurde bekräftigt, dass die SPD einer rein ideologisch begründeten Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes nicht zustimmen, sondern eine solche nur nach Evaluierung des Status Quo und genauer fachlicher Bewertung in Erwägung ziehen wird. Diesen Punkt aufnehmend, machten die Mitglieder des LJN-Präsidiums deutlich, dass die SPD-Niedersachsen noch in dieser Wahlperiode die große Chance und Möglichkeit habe, verlorenes Vertrauen der Jägerinnen und Jäger in Niedersachsen wieder zurückzugewinnen und den Worten Taten folgen zu lassen. 

LJN