(Foto: Rolfes/DJV)

BLATTZEIT - Ausgabe Januar


Grüne Woche

Liebe Mitglieder der Landesjägerschaft Niedersachsen,


Inmitten der Schlussredaktion der digitalen Blattzeit läuft die Grüne Woche in Berlin. Die Messe öffnete erstmals im Jahr 1926 ihre Pforten und hat seitdem alle Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte erlebt. Die Veranstaltung ist vor allen Dingen der agrarpolitische Auftakt des Jahres, Treffpunkt für Verbraucherinnen und Verbraucher, Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Politik sowie ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Debatten über Natur, Nachhaltigkeit und ländliche Räume. In ihrem Jubiläumsjahr bietet die Grüne Woche erneut eine besondere Bühne – auch für den Deutschen Jagdverband DJV. Am Stand 202 in der Halle 27 präsentiert sich der Dachverband auf 400 Quadratmetern. Ob Jagdhornbläser, Jagdhunde, Wildtierpräparate, Imbissgerichte mit Wild aus der Region oder ein Biotop: Der DJV steht auf der Messe als Bindeglied zwischen Jägern und Besuchern. Hervorzuheben ist das besondere Mitmachangebote für Kinder und Familien inklusive Quizz. Damit nicht genug: Auf dem Stand wird deutlich, welch einen Mehrwert die ehrenamtliche Tätigkeit der aktiven Jägerinnen und Jäger in Deutschland hat. Ob Naturschutzmaßnahmen, Liefern von validen Zahlen an die Wissenschaft, Unterstützung der Landwirte, Öffentlichkeitsarbeit in allen Fragen um unser heimisches Wild oder das Thema Wildunfälle: Es sind die Jägerinnen und Jäger, die Tag für Tag unzählige Stunden ehrenamtlich für die Allgemeinheit unterwegs sind.

Während die Veranstaltung ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, ist das Jahr 2026 auch für die Jägerinnen und Jäger ein besonderes Jahr. Die Politik hat im Zuge des Regierungswechsels 2025 angekündigt, den Wolf zeitnah als jagdbare Wildart ins Bundesjagdgesetz zu implementieren. Der DJV-Stand ist in diesem Jahr ein Publikumsmagnet, der Wolf das Spitzenthema. Bereits Mitte Januar wurde in einer 1. Lesung im Bundestag über die Gesetzesnovelle des Bundesjagdgesetzes debattiert. Am Ende unterhält man sich über zwei Säulen der Bejagung des Wolfes. Säule eins wird die unverzügliche Entnahme sogenannter Problemwölfe sein, die zweite Säule befasst sich mit der Entnahme von Jungwölfen. Der Deutsche Jagdverband setzt sich dafür ein, dass 40 Prozent der Jugendklasse entnommen werden soll. Für diesen Schritt sind Management-Pläne der Länder notwendig. Ob diese bis zum Sommer eingereicht werden, bleibt fraglich.

Unstrittig ist aber, dass wir Jägerinnen und Jäger in Berlin wahrgenommen werden. Die zahlreichen Gespräche in Richtung Wolf am Stand des DJV bestätigen, dass der Verband in Sachen Wolfspolitik auf keinen Fall auf dem falschen Weg ist. Im Gegenteil. Das gesamte Who-is-Who der Bundespolitik hat sich bereits am Stand des DJV eingefunden – bis hin zum Bundeskanzler Friedrich Merz. Nun liegt es an der Politik, dass sie ihre Wahlversprechen zeitnah umsetzt.

Waidmannsheil,

Wulf-Heiner Kummetz


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