Die Kids haben gelernt, dass Jagd auch Naturschutz ist

Hegering Dötlingen

Jäger begeistern Kinder bei Ferienpass-Aktion

Seit vielen Jahrzehnten organisiert die Evangelische Jugend Dötlingen in den Sommerferien eine große Ferienpassaktion mit vielen unterschiedlichen Aktionen für Kinder zwischen vier bis zwölf Jahre. Der Hegering Dötlingen unterstützt diese Veranstaltung seit vielen Jahren und bietet mit wechselnden Revieren einen spannenden grünen Tag für naturinteressierte Kinder an.

In diesem Jahr haben am Mittwoch, den 26. Juni, die Reviere Barel und Klattenhof mit insgesamt 15 Jägerinnen und Jägern Kinder von 10 bis 16 Uhr die heimische Flora und Fauna nähergebracht. Standesgemäß wurden die 30 Kinder mit Bläserklang begrüßt. Anschließend konnten die Kinder gruppenweise an fünf Stationen den Alltag von Jägern erleben und selbst mitwirken. Beim Fährtenlesen ging es nicht nur um das Erkennen der Abdrücke von Reh, Wildschwein und Fasan, sondern die Kinder konnten mit Gips selbst ein Trittsiegel eines Rehs festhalten. Ebenso konnten die Kids beim Nistkastenbau handwerklich aktiv werden und haben gelernt, dass die Jagd weitaus mehr als nur das Schießen bedeutet und vor allem dem Naturschutz dient. Aber auch auf Pirsch sind die Kinder gegangen. Dazu wurden verschiedene Tierpräparate im Wald verteilt und die Kinder haben diese mit dem Fernglas gesucht und benannt. Bei dem Waldbesuch gehörte auch eine Pflanzaktion dazu. Jedes Kind hat mit der Pflanzung eines Strauches für neuen Lebensraum für unterschiedliche Tiere und Insekten gesorgt. Abschließend zeigte Stefan Kunst seine Arbeit mit der Drohne, die im Frühjahr für die Kitzsuche vor dem Grasmähen genutzt wird. 

Nach den viel zu schnell vergangenen Stunden konnten die Kinder nicht nur mit vielen Eindrücken und neuem Wissen, sondern auch mit ihrem Nistkasten, dem Gipsabdruck und einer Urkunde des kleinen Ferienpass-Jagdscheins nach Hause gehen. 

Ann Börries 

Die Kinder können durch die günstige Lage des Ackers neben der Schule jetzt täglich verfolgen, wie ihr angelegtes Feld wächst und gedeiht (Foto: Hegering Wüsting)

Hegering Wüsting

Hegering startet neues Projekt mit der Grundschule Wüsting

„Natur in der Schule“ war Ende Mai ein erneutes gemeinsames Projekt der Jägerschaft Wüsting mit der hiesigen Grundschule. Passend in die jetzige Vegetationszeit war vom Hegering schon vor einiger Zeit geplant worden, direkt neben der Grundschule auf einem stillgelegten Erdbeerfeld der Familie Paradies mit den Schülern der Eingangsstufen -Erste und Zweite Klasse- eine Blühwiese anzulegen. Das Saatgut, eine durch die Firma Meiners aus Dünsen extra gespendete zertifizierte Spezialmischung, wurde unter Anleitung von Hegeringleiter Harm Heinemann und seinem Stellvertreter Sven Scheffler von den Kindern an einem ganzen Vormittag mit großer Begeisterung in den gründlich vorbereiteten Boden eingebracht und dann sorgsam eingeharkt. 

Die Kinder können durch die günstige Lage des Ackers neben der Schule jetzt täglich verfolgen, wie ihr angelegtes Feld wächst und gedeiht. Sobald die Saat aufgegangen ist und die Wiese blüht soll sie weiter für den Unterricht genutzt werden, um zu schauen, wie sich die Pflanzen im einzelnen entwickelt haben und welche Insektenarten sich darin tummeln. 

Zudem soll die Wiese auch in den Kunstunterricht eingebunden werden, indem kleine Bestimmungskarten für die jeweiligen Blühpflanzen gebastelt und sichtbar am Feld angebracht werden. Schon jetzt sei verraten, dass die Saatmischung sehr vielfältige Sorten beinhaltet wie zum Beispiel Alexandriner- und Bokharaklee, Phazelie, Koriander, Borretsch,Ringelblume Saatwicken, Sonnenblumen, Lein und Buchweizen. Und nicht nur die Schüler sondern erst recht unsere heimische Insektenwelt wird lange Freude an der kommenden Pracht haben.

Hans-Christ Herzer 

Mitglieder des Hegering Wildeshausen besuchen die Feldhuhnstation der Landesjägerschaft

Hegering Wildeshausen

Vor Ort bei der Feldhuhnstation 

In Merzen wurden die Mitglieder des Hegeringes von Frank Roeles, dem Leiter der Feldhuhnstation der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. begrüßt. 

Die Feldhuhnstation soll zur Sicherung des autochthonen (ursprünglicher ohne menschlichen Einfluss) Genpools beitragen und der Aufzucht von Feldhühnern zur niedersachsenweiten Abgabe an Reviere dienen. So sollen über die Jahre wieder neue Rebhuhnpopulationen aufgebaut und vorhandenen Besätze gestützt werden. Finanziert wird das Projekt u. a. durch das Landwirtschaftsministerium, das das Projekt Lebensraumverbund Feldflur Niedersachsen mit über 800.000 Euro, die aus den Jagdabgabemitteln stammen, über einen Zeitraum von fünf Jahren ausstattet.

Eine für Rebhühner geeignete Biotopfläche konnte in Augenschein genommen werden. Wichtig, so Frank Roeles, sei die richtige Standortwahl, die Größe und die Pflege der Fläche. 

In einem kurzweiligen Vortrag über das Brutgeschehen, den Einfluss von Prädatoren und die gesammelten Erfahrungen mit der Zucht von autochthonen Feldhühnern, konnten sich die Hegeringmitglieder einen guten Überblick verschaffen. 

Am Ende der Veranstaltung waren sich die Mitglieder des Hegeringes einig, dass sich die Reise nach Merzen gelohnt hat. 

Willi Möser