Lebensrettende Fähigkeiten im Fokus
Angehende Jungjäger absolvieren Erste‑Hilfe‑Kursus im Seniorenzentrum Kamphof Kreiensen
Mit großem Engagement und spürbarer Motivation nahmen die angehenden Jungjäger und deren Ausbilder der Jägerschaft Einbeck e.V. am Samstag, 24.01.2026 an einem umfassenden Erste‑Hilfe‑Kurs im Seniorenzentrum Kamphof in Kreiensen teil. Der Lehrgang bildete einen neuen Baustein in der Jungjägerausbildung, denn gerade im Revier können schnelle, sichere und kompetente Erste‑Hilfe‑Maßnahmen im Ernstfall Leben retten. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Vanessa Bittner, Leitung des Seniorenzentrums Kamphof, sowie Lehrgangsleiter Dr. Julian Strohmeier, die die Bedeutung solider Erste‑Hilfe‑Kenntnisse im jagdlichen Alltag hervorhoben.
Als Dozent konnte der erfahrene Notfallmediziner Dennis Olschewski gewonnen werden. Mit seiner praxisnahen Art, seinen anschaulichen Erklärungen und jahrelanger Erfahrung in Rettungsdienst und Notaufnahme gelang es ihm schnell, die Gruppe zu fesseln und für die Bedeutung schneller, korrekter Maßnahmen zu sensibilisieren. Nach einer fundierten theoretischen Einführung zu Themen wie lebensrettenden Sofortmaßnahmen, Herz‑Lungen‑Wiederbelebung, stabiler Seitenlage und Versorgung typischer Verletzungen im Revier, ging es für die Teilnehmer direkt in die praktische Anwendung. Unter Anleitung übten sie an professionellen Trainingspuppen und Einsatzmaterialien, lernten das korrekte Anlegen von Verbänden das Stoppen starker Blutungen und den sicheren Umgang mit einem Automatisierten Externen Defibrillator (AED).
Besonders positiv hervorgehoben wurde von vielen Teilnehmern die realistische Darstellung möglicher Jagd‑ und Revierunfälle. Notfallmediziner Olschewski legte Wert darauf, die Übungen so praxisnah wie möglich zu gestalten – ganz im Sinne einer Ausbildung, die in stressigen Situationen echte Sicherheit vermittelt. Ein besonderes Highlight bildete die Teilnahme der Höhenretter der Feuerwehr, die den Kurs mit einer praxisnahen Vorführung abrundeten. In einer beeindruckenden Übung zeigten sie die professionelle Rettung aus schwierigem Gelände, wie sie im Jagdbetrieb – etwa bei Nachsuchen, in Hanglagen oder unwegsamem Terrain – vorkommen kann.
Die angehenden Jungjäger zeigten sich dankbar für die umfangreichen Inhalte, die realitätsnahen Übungen und die hohe fachliche Qualität der Dozenten. Der Kurs habe ihnen nicht nur das nötige Wissen, sondern vor allem Sicherheit und Routine vermittelt, um im Ernstfall beherzt und richtig handeln zu können. Dr. Julian Strohmeier betonte zum Abschluss die Wichtigkeit solcher Schulungen: „Jägerinnen und Jäger tragen Verantwortung – für sich, ihre Mitmenschen und die Natur. Ein fundierter Erste‑Hilfe‑Kurs ist dafür unverzichtbar und gehört zu einem wichtigen Baustein in der Ausbildung.“
Der Kurstag wurde von allen Beteiligten als äußerst lehrreich und erfolgreich bewertet. Die Jungjäger gehen nun bestens vorbereitet in die nächsten Ausbildungsabschnitte.
Dr. Andreas Kroll