Spannender Fund im Waldkindergarten 

Anfang Februar waren wir mit dem Wolf-Info-Mobil in einem Waldkindergarten bei Stelle. 

Mithilfe von kleinen Spieleinheiten sowie den Wolfpräparaten haben wir den Waldkindergarten Kindern den Wolf erklärt und Ihnen auch erzählt, was sie im Fall einer Begegnung zu tun haben. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir die Erzieherinnen und Erzieher eine Schulung zu diesem Thema geben dürfen.

Knapp zwei Wochen später haben wir einen Anruf aus dem Waldkindergarten bekommen. Unsere Kinder haben bei uns auf dem Gelände etwas Spannendes gefunden. Nachdem wir ein Foto erhielten, war klar das was sie dort entdeckt hatten, es war Wolfslosung. Wir hatten Ihnen auch eine künstliche Losung gezeigt, und die Merkmale erklärt. Die Kleinen haben ihren Fund mit Ästen umrandet und markiert, damit dort niemand reintritt. Wir sind dann sofort zu dem Waldkindergarten gefahren und die Kinder haben uns genaustens beobachtet, wie wir die Losung vermessen, fotografiert und zur Probenziehung eingesammelt haben.

Für uns ein tolles Feedback, dass die Kinder sich diese Dinge sehr gut merken können. 

Da alle wissen, wie sie sich im Falle einer Begegnung mit dem Wolf zu verhalten haben, besteht hier keine Gefahr.

Bernard Wegner

(Foto: Bernard Wegner)

Hauptversammlung und Hegeschau der Jägerschaft Landkreis Harburg e.V. – Kreisjägermeister Norbert Leben sagt Tschüss 

Eine Ära geht zu Ende: Mit stehenden Ovationen haben sich rund 400 Jägerinnen und Jäger bei Kreisjägermeister Norbert Leben bedankt. Der Schätzendorfer, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, hatte über drei Jahrzehnte das Amt des Kreisjägermeisters im Landkreis Harburg ausgeübt. In der vollbesetzten Schützenhalle Tostedt fanden am Sonnabend die amtliche Hegeschau des Landkreises Harburg sowie die Mitgliederversammlung der Jägerschaft Landkreis Harburg e.V. statt. „Norbert Leben hat hervorragende Arbeit geleistet“, sagte Landrat Rainer Rempe. Der Kreisjägermeister habe stets Sachverstand und Augenmaß bewiesen und sich auf vielfältige Weise in Politik, Forstwirtschaft und Verbänden für die Belange der Jägerinnen und Jäger eingesetzt. Norbert Leben sei ein engagierter Fürsprecher für Wild und Natur. Er habe sich immer in den Dienst der Sache gestellt und hinterlasse seinem Nachfolger große Fußstapfen.

Er sei zuversichtlich, dass auch der Nachfolger die gute und bewährte Zusammenarbeit fortsetzen werde.

Der Landrat bedankte sich dafür, dass Jägerinnen und Jäger an vielen Stellen in unserer Gesellschaft Verantwortung übernehmen. So seien im vergangenen Jahr im Landkreis Harburg über 700 Kitze und zahlreiche andere Jungtiere durch den Einsatz von Drohnen vor dem Mähtod bewahrt worden. Mittlerweile sind 35 Drohnen-Teams zur Kitzrettung im Landkreis Harburg unterwegs. Die ehrenamtlichen Drohnen-Teams sind bereits im frühen Morgengrauen auf den Wiesen im Einsatz. Der Landrat bedankte sich bei den Tierrettern und bei allen Spendern: „Das sind großartige Zahlen, die zeigen, dass sich der Einsatz der Jägerinnen und Jägern lohnt.“ Vorbildlich sei auch die Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft, durch die schon „den Kleinsten viel Wissenswertes über Jagd und Natur vermittelt wird“. Am Schluss seines Grußwortes wünschte der Landrat allen Jägerinnen und Jägern ein erfolgreiches Jagdjahr. „Ich setze darauf, dass sie im Landkreis mehr Böcke schießen als die Verwaltung“, sagte er unter dem Applaus der Anwesenden.

Mit 2997 Mitgliedern ist die Jägerschaft im Landkreis Harburg e.V. die größte in Niedersachsen. Im vergangenen Jahr seien 155 neue Mitglieder hinzugekommen, berichtete der Vorsitzende Horst Günter Jagau. Erfreulich sei, dass der Bundestag in diesem Monat endlich den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen hat. Ob damit tatsächlich die Grundlage für ein echtes Bestandsmanagement gelegt werde, bleibe abzuwarten. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer habe angekündigt, dass das Land die neuen Möglichkeiten voll ausschöpfen wolle. Er sei gespannt auf die Umsetzung. Mit über 700 Wölfen habe Niedersachsen weltweit die höchste Wolfsdichte. „Aus Sicht der Weidetierhalter ist das ein trauriger Rekord“, sagte Horst Günter Jagau. Er hoffe, dass in fünf bis zehn Jahren der Wolf hierzulande bejagd werden kann wie jede andere Wildart auch.

Ausdrücklich bedankte sich der Vorsitzende der Jägerschaft bei Norbert Leben für dessen herausragendes Engagement: „Über 30 Jahre hast Du perfekte Hegeschauen organisiert und uns Jäger mit wichtigen Informationen versorgt.“ 

Carsten Weede