Mond und Schnee machen die Nacht zum Tag

Hegering Calenberg

Raubwildwoche

Auch in diesem Jahr hat der Hegering Calenberg wieder seine revierübergreifenden Raubwildwochen durchgeführt. Bei gutem Mond und einer durchgehend geschlossenen Schneedecke haben 7 Reviere den Beutegreifern Fuchs, Waschbär und Marder bei sehr guten Sichtverhältnissen nachgestellt, um die gefährdeten Arten vor starker Prädation zu schützen. Trotz zum Teil eisiger Winde haben die Jägerinnen und Jäger Stunde um Stunde angesessen, um ihrer Verantwortung gegenüber den bedrohten Arten und Bodenbrütern gerecht zu werden. Erschwerend kam hinzu, dass durch böige Winde einhergehend mit Schneeverwehungen zahlreiche Ansitzeinrichtungen nicht genutzt werden konnten. Das Vorkommen an Rebhühnern und Fasanen im Einzugsgebiet des Hegerings, ein in Teilen guter Hasenbesatz sowie die Rückkehr bodenbrütender Vogelarten ist aber Antrieb und Bestätigung gewesen für die in diesem Jahr doch recht mühevolle Raubwildbejagung. In diesem Zusammenhang wies Hegeringleiter Bernward Wagner noch einmal auf die Notwendigkeit der Prädatorenjagd hin, die nicht zuletzt ein Beitrag zum aktiven Natur- und Artenschutz ist. Erfreulicherweise haben einige Reviere auch gezielt revierlosen bzw. Jungjägerinnen und -jägern die Möglichkeit gegeben, auf Raubwild zu waidwerken. Der Hegering spricht dafür seinen ausdrücklichen Dank aus, zumal es doch mit einem gewissen Maß an Mehrarbeit für die Revierpächter verbunden ist, die in der Regel ortsunkundigen Schützen im Vorfeld gut einzuweisen. 

Zum Ausklang der Raubwildwochen wurde die symbolische Strecke von 20 Stück Raubwild brauchtumsgerecht zu Ehren des erlegten Wildes und der Natur von den Jagdhornbläsern des Hegerings verblasen. Zudem konnten bei den nächtlichen Ansitzen 8 Stück Schwarzwild gestreckt werden. Anschließend gab es wieder - wie schon im letzten Jahr – ein reichhaltiges Frühstücksbuffet in der Sportgaststätte „Treffpunkt“ in Ihme-Roloven, das von Anja und ihrem Team vorbereitet wurde. 

Dieter Schmidt