Seminar: Jagdlicher Weitschuss der Jägerschaft Göttingen mit Unterstützung der Precision Hunter School
Am ersten Septemberwochenende 2025 richteten die Jägerschaft Göttingen und die Precision
Hunter School ein zweitägiges Seminar an der Jägerschaft Göttingen und am 300 m – Schießstand Wipperdorf (Thüringen) aus, das sich ganz der jagdlichen Schießpraxis widmete. Acht Schützen nahmen teil und wurden von drei erfahrenen Instruktoren (Andy Spyra (PHS), Dr. Matthias Kettler und Johannes Pons (beide JS Göttingen)) begleitet. Das Besondere: Der Kurs war klar zweigeteilt – ein methodischer Aufbau, der Theorie und Praxis eng verzahnte.
Tag 1 – Theorie und Grundlagen / Schießen auf dem 100 m-Schießstand
Der erste Tag an der Jägerschaft Göttingen diente der Vermittlung theoretischen Grundlagen des jagdlichen Weitschuss sowie der Festigung grundlegender Schießfertigkeiten. Im Fokus standen:
• Aufbau einer korrekten Schießposition
• sauberes Abzugsverhalten
• konsequente Rückstoßkontrolle
Die Instruktoren legten großen Wert auf ein präzises Fundament. Besonders hervorgehoben wurde das Verhalten nach dem Schuss: In der jagdlichen Praxis ist es unabdingbar, den Blick durchs Feuer beizubehalten, um die Reaktion des Wildes sofort deuten zu können. Nur so lassen sich wertvolle Informationen über Trefferlage und Wirkung gewinnen.
Tag 2 – Praxis auf dem 300-m-Schießstand
Am zweiten Tag ging es zum Schießstand in Wipperdorf auf die 300 m-Schießbahn. Hier zeigtesich deutlich, dass Distanz keine Fehler verzeiht: Während kleine Ungenauigkeiten auf 100 m Meter kaum ins Gewicht fallen, treten sie auf 300 m unbarmherzig zutage.
Umso wertvoller war das Shooting-Buddy-Prinzip: Jeder Teilnehmer hatte einen Partner, der die Aufgabe übernahm, typische Schießfehler – wie das Mucken oder das vorschnelle Abheben des Kopfes – unmittelbar zu korrigieren. Durch diese enge Zusammenarbeit konnten alle Teilnehmenden ihre Technik weiter verfeinern.
Ergebnisse und Fazit
Am Ende des Seminars gelang es sämtlichen Schützen, saubere und enge Trefferbilder auf 300 m zu erzielen. Auch wer im Revier nicht auf solch weite Distanzen schießen möchte, profitierte von der Übung: Die Sicherheit, es im Bedarfsfall zu können, gibt auf kürzeren jagdlichen Distanzen zusätzliche Gelassenheit und Präzision.
Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv – der gelungene Mix aus fundierter Theorie, praxisnaher Anwendung und individueller Betreuung hat überzeugt.
Ausblick
Aufgrund der großen Nachfrage ist eine Wiederholung des Kurses für das Frühjahr 2026 geplant.
Detlef Buhr