Aujeszkysche Krankheit nahe Einbeck
Weiterer Fall der AK bei einem Wildschwein im Landkreis Northeim festgestellt
Seit 2011 breitet sich bei Wildschweinen in Deutschland zunehmend die Aujeszkysche Krankheit (AK) aus. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich, doch kommen Hunde oder Katzen mit infizierten Wildschweinen oder deren Blut in Kontakt, können sie sich infizieren. Eine AK-Erkrankung ähnelt der Tollwut und verläuft für Hunde und Katzen immer tödlich; eine vorbeugende Impfung gibt es nicht.
Für Menschen ungefährlich, für Hunde und Katzen tödlich
Südlich von Einbeck bei Dörrigsen wurde kürzlich ein 28 Kilogramm schwerer Überläufer erlegt. Durch die anschließende Beprobung seines Blutes wurde ein positiver AK-Befund amtlich festgestellt. Der Leiter des Hegerings 2 der Jägerschaft Einbeck, Thorsten Ritter, empfiehlt deshalb allen Hundehaltern, dass sie im Wald und Feld ihre Hunde anleinen, um Kontakt zu Schwarzwild zu verhindern. Jägern rät der Hegeringleiter, ihre Vierläufer nicht an erlegte Wildschweine zu lassen. Für ein aussagekräftiges, flächendeckendes Monitoring bittet er alle Jäger von möglichst vielen erlegten Wildschweinen Blutproben zu ziehen und zusammen mit den Trichinenproben ans Veterinäramt zu geben. Die Blutproben-Röhrchen und Begleitscheine gibt es bei den Trichinenproben-Annahmestellen.
Hunde nicht an Wildschweine lassen
Mit dieser neuen Bestätigung ist dies der vierte Nachweis der Aujeszkysche Krankheit (AK) im Landkreis Northeim in diesem Jahr. Zwei Fälle im Januar waren Frischlinge aus einer Rotte im Bereich Moringen-Oldenrode. Ein dritter Fall war im Februar ein Wildschwein aus dem Bereich Bad Gandersheim-Hilprechtshausen. „Sicherheitshalber sollten Jäger und Jagdhundeführer jedes Stück Schwarzwild so behandeln, als ob es AK-positiv sein könnte“, heißt es seitens des Veterinäramtes.
Thomas Fuchs