Hegering 6
Tag im Wald
Die Pyrmonter Jägerschaft, der Hegering 6 der KJS Hameln-Pyrmont, hat zusammen mit der Stadt Bad Pyrmont und der Stadtforst am 22.05.´24 die Aktion „Tag im Wald“ mit den Schulabgängern der Pyrmonter Kindergärten durchgeführt.
Im Rahmen der Aktion, die von den Landfrauen Bad Pyrmont, dem NABU und dem ortsansässigen Imker Pekrul tatkräftig unterstützt wurde, wurden 155 Kindergartenkinder mit ihren Erziehern und Erzieherinnen an neun verschiedenen Ständen über Themen rund um den Wald, einschl. der Flora und Fauna, der Forst, die Jagd in allen ihren Facetten und den Umwelt- und Naturschutz informiert.
Unter anderem informierte die Forst über den Waldbau, die Holzernte und die hieraus entstehenden Produkte, der ortsansässige Imker Pekrul über die Arbeit mit Bienen, die Aufgaben der Bienen und die Honiggewinnung, die Jägerschaft war mit ihrem Infomobil vor Ort und zeigte die Arbeit von Jagdhunden, einen Einsatz von Wärmebilddrohnen bei der Kitz- und Wildtierrettung, informierte zu dem Rückkehrer in unsere Wälder, dem Wolf, und eine Falknerin mit ihrem Harris Hawk präsentierte das Weltkulturerbe Falknerei und informierte über die Greifvögel. Der NABU war vertreten mit einem Stand über die Singvögle des Waldes und informierte über die Flora und Insektenwelt des Waldes.
Für das leibliche Wohl waren die Landfrauen Bad Pyrmont verantwortlich, die die Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher mit Stockbrot zum zweiten Frühstück und zum Mittagessen mit Bratwürstchen, Brötchen und Getränken versorgten.
Der Bustransfer der Kindergartenkinder und ihrer Erzieherinnen und Erzieher wurde von der Jägerschaft Hameln-Pyrmont übernommen. Die finanziellen Mittel hierfür wurden durch eine großzügige Spende der Stadtsparkasse Bad Pyrmont zur Verfügung gestellt, ohne die die Veranstaltung nicht hätte stattfinden können.
Der Dank der Pyrmonter Jägerschaft gilt insbesondere allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Durchführung der Organisation und diesen unvergesslichen Tag für die Kindergartenkinder erst möglich gemacht haben. Hans-Joachim Böhnke
Hegering 6
Diese Drohne rettet Leben
Der Hegering 6 der Pyrmonter Jägerschaft hat mit Bundesmitteln, privaten Spenden, aber auch mit einem Eigenanteil von mehr als 3.000 € eine Wärmebild-Drohne zur Wildtierrettung erworben. Die Stiftung der Stadtsparkasse hat zudem mit einer großzügigen Spende den Kauf von Kisten für die tierschutzgerechte Aufbewahrung der Kitze und anderer Jungtiere, ein mobiles Ladegerät und weiteres Zubehör ermöglicht. Seit einigen Wochen sind nun die ehrenamtlichen Drohnenpiloten und Kitzretter der Jägerschaft unterwegs und begleiten die Landwirte bei der Grasernte. Erste Kitze konnten bereits bei diesem tollen ehrenamtlichen Einsatz gerettet werden. Und die Arbeit geht weiter!
Hans-Joachim Böhnke
Hegering 5 - Emmerthal
Zu Gast im neuen Insektenhotel
Noch ist nicht viel zu hören oder zu sehen. Es ist zu kalt und ungemütlich für Insekten, aktiv zu sein. Wenn die Felder und Wiesen jedoch wieder zu blühen beginnen, erwachen jede Menge Wildbienen, Hummeln, Wespen sowie viele andere Insekten und pflanzen sich fort. Wo gäbe es dafür einen besseren Ort als in einem gemütlichen Insektenhotel?
Susanne Klett und Björn Wehrmann haben deshalb ein Projekt ins Leben gerufen, in dem der Natur- und Artenschutz an erster Stelle stehen sollte. „Befreundete Revierinhaber aus dem Ammerland haben uns auf die Idee gebracht, mit der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung zusammenzuarbeiten“, erinnert sich Susanne Klett, Hegeringleiterin des Hegering 5 in Emmerthal. Die Bingo-Umweltstiftung unterstützt schon seit vielen Jahren Projekte und Maßnahmen aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz sowie Landschaftspflege. Deshalb wurden in enger Zusammenarbeit die Materialien für das Insektenhotel abgestimmt. Dies war ein besonders wichtiger Schritt, denn bei falschem Material kann es unbrauchbar sein. Die Füllungen in den verschiedenen Strukturen sind deshalb auch so naturgetreu angeordnet, dass sich die Insekten wohlfühlen. Die Umweltstiftung finanzierte für den Hegering 5 insgesamt zehn Insektenhotels im Gesamtwert von 3.200 Euro.
Der Naturschutzobmann Björn Wehrmann und die Hegeringleiterin Susanne Klett wählten ein einheitliches Modell aus, das rund 40 kg wiegt, 1 m hoch und 60 cm breit ist – somit zählt es zu den größten Modellen, die es aktuell zu kaufen gibt. In der Tischlerei der Gerd-Hahlbrock-Werkstatt der Paritätischen Lebenshilfe in Hameln wurden die Insektenhotels von den Mitarbeitern angefertigt. Im September 2023 wurden sie bestellt und bereits im Januar 2024 fertiggestellt und abgeholt. „Die Mitarbeiter der Tischlerei waren sehr motiviert und haben bei der Übergabe alle Insektenhotels sofort auf den Anhänger geladen. Sie haben sich darüber gefreut, dass sie die Insektenhotels gebaut haben und waren sichtlich stolz darauf“, erzählt der Naturschutzobmann.
Revierinhaber und Grundeigentümer im Hegering 5 wurden darüber informiert, dass die Insektenhotels zur Verfügung stehen und in einigen Revieren aufgebaut werden können. Viele von ihnen befürworteten, bei sich ein oder zwei Insektenhotels aufzustellen. In Amelgatzen, Grohnde,
Emmern, Kirchohsen, Hämelschenburg, Lüntorf, Ohr und Welsede haben sich die Revierinhaber und Grundeigentümer an dem Projekt beteiligt. Die Kosten für das Aufstellen haben sie dabei selbst getragen.
„Wir wollten mit dem Projekt der Insektenhotels gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, erzählt die Hegeringleiterin. Zum einen stand der Naturschutz im Fokus, aber auch die Fertigung der Insektenhotels durch die Mitarbeiter der Gerd-Hahlbrock-Werkstatt war ein Gewinn und es sollte natürlich den Insekten eine Überwinterungs- sowie Brutmöglichkeit geboten werden. Ende Januar wurde bereits das erste der Insektenhotel in Grohnde aufgestellt. Klett und Wehrmann haben Anfang Februar dann das Hotel in Amelgatzen mit einem Betonfuß aufgestellt. Die Revierinhaber hatten neben dem Betonfuß die Möglichkeit, die Holzkonstruktion an eine Wand zu schrauben oder auf einen Baumstamm zu nageln.
„Der Aufbau war richtig Kamikaze“, erinnert sich Björn Wehrmann. Zu Beginn musste der Schwarzdorn entfernt werden – eine mühselige Arbeit mit dem Freischneider und der Kettensäge. Aber auch der Sandsteinboden war eine Herausforderung. Mit dem Spaten war viel Muskelkraft gefragt, denn auch Steine und eine dicke Wurzel standen dem neue Insektenhotel noch im Weg. Aber immerhin schien zum ersten Mal seit Wochen die Sonne und bereits beim Aufbau umschwirrten sie die ersten Mücken – für Bienen war es zwar zu dem Zeitpunkt noch zu kalt. Nach rund 3 Stunden war es dann geschafft und endlich stand das Insektenhotel. Es wurde in Amelgatzen so aufgebaut, dass es nicht direkt einsehbar ist. So haben die Insekten einen noch geschützteren Rückzugsort.
Aber nicht so in Lüntorf: Das letzte Insektenhotel wurde in der Nähe eines Waldkindergartens aufgestellt. Er ist gleichzeitig Pate des Insektenhotels und die Kinder sollen beobachten, ob die Insekten wirklich einziehen und welche Arten sich dort tummeln. Bereits im jungen Alter sollen sie lernen, wie wichtig Insekten für die Natur und den Menschen sind. „Wir sind es unseren Insekten gegenüber schuldig, weil wir von ihnen sehr abhängig sind“, betont Wehrmann. „Sie sind der Grundstein des Kreislaufs des Lebens“. Aber die Hotels sind nicht nur für Bienen, Hummeln und Wespen. „Alle Insekten, die in unser Hotel einziehen möchten, sind herzlich willkommen“, sagt Susanne Klett.
Der Vorstand des Hegering 5 Emmerthal bedankt sich bei allen Revierpächtern und den Grundeigentümern für die erfolgreiche Zusammenarbeit. „Wir hoffen, dass zukünftig viele Insekten unsere Insektenhotels annehmen werden und wir ihnen damit einen kleinen Teil für das zurückgeben können, was sie für uns leisten“, betont die Hegeringleiterin.
Amelie Siekmann