Von der Idee über die Sämaschine zum Labyrinth
Maislabyrinth mit Rätsel- und Lehrpfad
Die Jagd und die Hege leben vom Verständnis der Gesellschaft für unsere heimischen Wildtierarten. Um genau diese Brücke zwischen Landwirtschaft, Jägerschaft und der breiten Öffentlichkeit zu schlagen, hat Landwirt und Jäger Knut Sundermann auf seinen Flächen an der Belmer Straße in Osnabrück ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Ein per GPS-Technik präzise angelegtes Maislabyrinth, das ganz im Zeichen von „Wild und Natur“ steht.
Der Fokus des Labyrinths liegt auf einem eigens von der Familie ausgearbeiteten Wildtierrätsel und einem pädagogischen Lehrpfad zu heimischen Wildtierarten. Familien, Kinder und Naturbegeisterte können hier spielerisch ihr Wissen über Schalen-, Nieder- und Raubwild testen sowie die Bedeutung einer artenreichen Natur begreifen.
Ein Labyrinth kann so zu einem herausragenden Praxisbeispiel für moderne Öffentlichkeitsarbeit werden und die Initiative „Lernort Natur“ im ländlichen Raum gewinnbringend unterstützen.
Das Labyrinth war in seiner Entstehung ein echtes Familienwerk: Während Sundermann die technische Umsetzung auf dem Feld übernommen hat, gestalteten seine Frau und die Kinder den Internetauftritt, die kreativen Inhalte des Rätsels sowie das Bildmaterial. Die Drohnenaufnahmen aus der Luft zeigen das Motiv des Labyrinths.
Das Motto des Labyrinths sind heimische Wildtierarten, erklärt der Jäger und Landwirt. Aus der Luft zu sehen sind ein Wildschwein, ein Reh und ein Hase sowie das Wort „Wild!“.
Die Zeichnung für das Labyrinth wurde im Frühjahr in das Terminal der Einzelkornsämaschine eingelesen. Nach dem Legen des Korns entstehen die Gänge des Labyrinth somit automatisch, durch den Wachstum vom Korn zu den drei Meter hohen Pflanzen, welche die Wege begrenzen. Am 15. Juli waren die Pflanzen hoch genug und das Maislabyrinth samt Wildtierrätsel wurden eröffnet.
Der Rätsel- und Lehrpfad sowie das Labyrinth können in etwa 30 bis 60 Minuten absolviert werden, Familien mit Kindern und Spaß am Rätseln könnten etwas länger brauchen.
Der Eintritt kostet fünf Euro für Erwachsene, drei Euro für Kinder. Der Betrag kann vor Ort in einer Vertrauenskasse hinterlegt werden. Rundum die Uhr und bei jedem Wetter steht das Labyrinth offen. Da der Mais voraussichtlich im Oktober gedroschen wird, bleibt noch ein wenig Zeit für einen Besuch.
Knut Sundermann