Jägerschaft Einbeck dankt Landwirten
Wegränder und Feldraine sind wichtiger Lebensraum. Der Vorsitzende der Jägerschaft Einbeck dankt allen Landwirten, die Randstreifen erst ab Mitte August mähen.
Wegränder und Feldraine haben einen besonderen Wert für die Natur. Sie sind Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten und dienen als Deckung und Nahrung. Je eher sie im Sommer gemäht oder gemulcht werden, desto schädlicher ist es für die Natur.
Carsten Mörlins ist Vorsitzender der Jägerschaft Einbeck und Landwirt. Er dankt allen Bauern, die mit dem Mähen von Wegrändern und Feldrainen solange gewartet haben, bis bodenbrütende Vögel wie Rebhühner ihre Jungenaufzucht vollendet haben. „Dies ist erst nach Mitte August der Fall“, sagt er. Entsprechend dürfen gemäß der Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand von Flächen (GLÖZ) zum Beispiel Brachen deutschlandweit frühestens ab dem 16. August gemäht werden.
Viele Feldvögel brüten bis August
Tatsächlich sind neben Rebhühnern viele andere Feldvögel über den Juli hinaus mit ihrem Nachwuchs beschäftigt. Goldammern und Wachtelkönige legen im August Eier. Wachteln und Grauammern führen bis in den August hinein Küken. Die Jungen von Braun- und Schwarzkehlchen werden erst zum Anfang September flügge. Und die Feldlerche ist fürs Überleben ihrer Art sogar dringend auf eine späte zweite Brut angewiesen.
Nur eine Wegseite mähen und nicht zu kurz
Landwirte, die für Rebhühner und Co. wertvollen Rückzugsraum erhalten wollen, mähen Wegränder am besten nur auf einer Wegseite und mit einer Bearbeitungshöhe von mindestens 15 Zentimetern. Die zweite Wegseite lassen sie bis zum nächsten Jahr unberührt stehen. Alternativ können auch Teilabschnitte von je 25 Meter wechselweise gemulcht und stehen gelassen werden. So dienen die Gräser über den Winter für Hasen als Deckung, für Insekten als Verstecke und die Samen als gute Nahrungsergänzung für Rebhühner und andere Vögel.
Thomas Fuchs