Hegering Sülze
Hubertusgottesdienst in Kl. Hehlen
Ein Hubertusgottesdienst lebt immer von zwei Dingen: der besonderen Atmosphäre und den Menschen, die ihn tragen. Genau das zeigte sich am Freitag, den 09. Oktober, in der St.BonifatiusKirche in Klein Hehlen, wo eine kleine, aber ausgesprochen engagierte Gemeinde zusammenkam, um diesen traditionsreichen Gottesdienst zu feiern.
Ein Klangraum aus Jagdmusik
Die Parforcehornbläser des Hegerings Sülze verliehen der Feier einen festlichen und zugleich erdigen Charakter. Ihre Hornklänge erfüllten das Kirchenschiff mit jener Mischung aus Würde, Naturverbundenheit und jagdlicher Tradition, die Hubertusgottesdienste so unverwechselbar macht. Die Musik wirkte nicht nur als akustischer Rahmen, sondern als eigener Beitrag zur Andacht – ein Ruf in die Natur, der in den Mauern der Kirche widerhallte.
Ein ungewöhnlicher theologischer Blick
Pastor Dr. Schwarz setzte einen bemerkenswerten Akzent, der viele der Anwesenden zum Nachdenken brachte. In seiner Predigt zog er eine Linie zwischen zwei scheinbar weit voneinander entfernten Erzählungen: dem Auszug Moses aus Ägypten und der Sage um den Heiligen Hubertus.
Durch diesen Vergleich eröffnete er eine neue Perspektive auf die Themen Führung, Wandlung und Verantwortung. Moses, der sein Volk aus der Knechtschaft führte, und Hubertus, der durch eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung zu einem Leben in Demut und Verantwortung fand – beide stehen für die Frage, wie Menschen ihr Tun und Lassen ausrichten und welche Konsequenzen daraus erwachsen.
Ein Gottesdienst für Herz und Verstand
So kamen an diesem Abend nicht nur die Freunde der Jagdmusik auf ihre Kosten. Auch jene, die den Hubertustag als Anlass nehmen, über das eigene Handeln und die Beziehung zur Natur nachzudenken, fanden in der Predigt wertvolle Impulse. Die Verbindung von Klang, Tradition und geistlicher Reflexion machte den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis, das lange nachwirkte.
Die Gemeinde verließ die St.BonifatiusKirche mit dem Gefühl, Teil eines kleinen, aber bedeutungsvollen Moments gewesen zu sein – getragen von Musik, Glauben und der Einladung, das eigene Leben mit wachem Blick zu betrachten.
PM
Klangvolle Solidarität am Nachmittag: Benefizkonzert vor dem Celler Schloss sammelt 4.440 Euro für Sumy
Am Samstag, dem 16. Mai, verwandelte sich der Schlossvorplatz in eine eindrucksvolle Klangbühne: Drei Parforcehornbläsergruppen gestalteten ein Benefizkonzert, das rund 100 Besucherinnen und Besucher anzog. Die Veranstaltung wurde von der Stadt Celle unterstützt, Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge übernahm die Schirmherrschaft. Für das musikalische Programm sorgten die Parforcehornbläser des Hegerings Sülze, die Parforcehornbläser der Jägerschaft Celle sowie das Burgdorfer Ensemble „Das Große Freie“, amtierender Vizeeuropameister. Die seltene Gelegenheit, diese drei Formationen gemeinsam zu erleben, verlieh dem Konzert eine besondere Strahlkraft. Mit jagdlichen Fanfaren, festlichen Märschen und kraftvollen Klangbildern erfüllten die Musikerinnen und Musiker den Schlossplatz. Der gemeinsame Schlussauftritt aller drei Gruppen wurde zum emotionalen Höhepunkt des Nachmittags. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung sowie während des Konzerts kamen insgesamt 4.440 Euro an Spenden zusammen. Die Summe fließt zu hundert Prozent an Celles ukrainische Partnerstadt Sumy, die weiterhin dringend Unterstützung benötigt. Besonders hervorzuheben sind die Rotarischen Gemeindienste Celle und Celler-Schloss, die jeweils 1.000 Euro beisteuerten und damit ein deutliches Zeichen der Solidarität setzten. Oberbürgermeister Nigge würdigte das Engagement aller Beteiligten und betonte, wie wichtig es sei, die partnerschaftlichen Beziehungen zu Sumy auch in Zeiten des Krieges aktiv zu leben. Die rund hundert Gäste zeigten sich berührt von der Mischung aus musikalischer Qualität und solidarischem Anliegen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich über die Situation in Sumy zu informieren oder direkt zu spenden. Das Benefizkonzert machte eindrucksvoll deutlich, wie Musik Menschen verbindet und Solidarität hörbar macht. Die Organisatoren zeigten sich dankbar für die Unterstützung und denken bereits über eine Fortsetzung des Formats nach.
Volkhard Pohlmann
Hegering Sülze
Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Sülze überzeugt beim Landeswettbewerb auf Gut Basthorst
Vor der eindrucksvollen Kulisse des historischen Guts Basthorst und inmitten von mehr als 850 Jagdhornbläserinnen und -bläsern aus dem gesamten Bundesgebiet hat die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Sülze am 14. Juni beim Schleswig-Holsteiner Landeswettbewerb 2026 eine starke Leistung gezeigt. Die Parforcehornbläser erreichten einen 6. Platz unter insgesamt zehn teilnehmenden Gruppen sowie einen 5. Platz in der Wertung der Gastgruppen. Der Landeswettbewerb gilt als eines der größten und traditionsreichsten Treffen jagdlicher Musik in Deutschland. Die Vielzahl der teilnehmenden Bläsergruppen verwandelte das weitläufige Gelände von Gut Basthorst in ein Klangfeld aus Fanfaren, Jagdsignalen und festlichen Musikstücken. Für die Gruppe aus Sülze war die Teilnahme nicht nur musikalisch, sondern auch atmosphärisch ein besonderes Erlebnis. Mit einem sorgfältig abgestimmten Programm präsentierten die Parforcehornbläser ihr Können: präzise Intonation, harmonische Abstimmung und eine souveräne Darbietung überzeugten Jury und Publikum gleichermaßen. Trotz starker Konkurrenz aus Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern zeigte die Gruppe, dass sie sich im überregionalen Vergleich behaupten kann. Der erzielte Rang unterstreicht die kontinuierliche musikalische Arbeit des Hegerings Sülze und die engagierte Pflege jagdlicher Traditionen. Die Bläsergruppe blickt bereits auf kommende Auftritte und Wettbewerbe, bei denen sie ihre musikalische Entwicklung weiter fortsetzen möchte.
Volkhard Pohlmann
Jagdliche Klänge begeistern rund 100 Gäste im Dorfkrug Eversen
Bei herrlichem Sommerwetter erlebten die Besucher am Sonntag, 23. August, einen stimmungsvollen Nachmittag im Dorfkrug Eversen. Rund 100 Gäste waren der Einladung der Jagdhornbläser Sülze und der Familie Otte gefolgt, um bei Kaffee und Kuchen die vielfältigen Klänge der Jagdmusik zu genießen.
Die Jagdhornbläser präsentierten ein abwechslungsreiches Programm, das weit über die traditionellen Signale hinausging. Neben den bekannten Klängen des Fürst-Pless-Horns zeigten die Musiker auch ihr Können auf dem deutlich anspruchsvolleren Parforcehorn. Mit diesem Instrument erklangen elegante französische und böhmische Jagdstücke, die das Publikum aufmerksam verfolgte.
Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war die Darbietung des „Jägerchors“ aus Carl Maria von Webers berühmter Oper „Der Freischütz“, die durch ihre enge Verbindung zur Jagd und zur Natur hervorragend in das Programm passte. Die kraftvollen und zugleich harmonischen Klänge der Hörner sorgten für begeisterten Applaus.
In der angenehmen Atmosphäre des Dorfkrugs und bei besten äußeren Bedingungen genossen die Gäste die musikalischen Vorträge und den geselligen Austausch. Die Jagdhornbläser Sülze bewiesen einmal mehr die Vielseitigkeit ihres Repertoires und boten den Besuchern einen kurzweiligen und klangvollen Nachmittag, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Volkhard Pohlmann