Jägerinnen und Jäger um ­besondere Mithilfe gebeten

In Niedersachsen führt der hohe Bestand der Graugänse manchenorts zu massiven Fraßschäden (Foto: Rolfes/DJV)

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) führt in Niedersachsen ein kontinuierliches Monitoring auf das hochansteckende aviäre Influenzavirus durch. Das Virus ist in Deutschland mittlerweile das ganze Jahr über in der Wildvogelpopulation nachweisbar. Das LAVES koordiniert hierbei die amtliche Diagnostik und arbeitet eng mit dem Friedrich-­Loeffler-Institut (FLI) zusammen.

In Niedersachsen sind im aktiven Wildvogelmonitoring mindestens 750 Proben aus festgelegten Regionen auf das Geflügelpest-Virus zu untersuchen. Dazu sollen Proben von unterschiedlichen Arten aus der Ordnung der Gänsevögel, für die Jagdzeiten festgesetzt sind, in den Monaten September bis Januar des Folgejahres untersucht werden.

Im passiven Monitoring werden landesweit verendete oder kranke Wildvögel untersucht. Zielarten sind neben den Gänsen, Enten und Schwänen beispielsweise auch Watvogel-, Greifvogel- und Möwenarten. Eine zahlenmäßige Vorgabe oder Beschränkung der Anzahl der zu untersuchenden Wildvögel besteht im passiven Monitoring nicht.

Jägerinnen und Jäger sind oft die ersten, die auffällig erkrankte oder verendete Wildvögel finden. Die Mitwirkung, insbesondere das Melden und Einsenden kranker oder toter Wildvögel in Abstimmung mit den Veterinärbehörden, ist aus wissenschaftlicher Sicht von großer Bedeutung für ein effektives Monitoring beziehungsweise um eine Übersicht zur Lage der Vogelgrippe zu erhalten. Aber auch Proben von gesund erlegtem Federwild, vor allem von Enten, sind aktuell von großer Bedeutung für das Monitoring.

 LAVES