(Foto: privat)

Hegering Kirchwalsede und Freie Jagdhornbläser Unterstedt

Wo das Jagdhorn erklingt, verstummt der Alltag

Großes Gesamtspiel in Unterstedt am „Spieker“

Das „Bläsercorps des Hegerings Kirchwalsede“ und die „freien Jagdhornbläser Unterstedt“ haben interessierte nicht organisierte Jagdhornbläser wie auch Bläsercorps aus der Region zu einem großen Gesamtspiel am Spieker in Unterstedt eingeladen.

Vorausgegangen waren die guten Erfahrungen des Vorjahres, wo die beiden Gruppen sich erstmalig zu einem gemeinsamen Gesamtspiel zusammenfanden: mit gut 20 Teilnehmern aus den eigenen Reihen hatte man aufgrund der positiven Erfahrungen beschlossen, dieses im 2025 auf dem Dorfplatz vor dem Spieker auszuweiten und weitere interessierte Bläser einzuladen.

Die Resonanz der Zusagen ließ die Begeisterung wachsen: insgesamt fanden sich am Montag den 02.06.2025 ca. 50 Jagdhornbläser zu einem Gesamtspiel ein- u. a. auch unterstützt durch Mitwirkende des Bläsercorps aus Fischerhude, Rotenburg, Visselhövede und Scheeßel- allen an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“!

Nach den Signalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ nahm Alke Müller (Ltg. Bläsercorps HGR Kirchwalsede) auch im Namen von Christian Schmidt (Ltg. freie Bläser Unterstedt) die Begrüßung vor und startete dann mit dem 1. Block als Gesamtspiel; allen Teilnehmern ist nicht nur sehr zeitig (11/2024) die Einladung zugegangen, sondern auch die Liste, mit den zu spielenden Signalen und Märschen, so dass sich alle entsprechend auf das Datum und die entsprechende „Arbeit“ vorbereiten konnten. Im 1. Block begann man zunächst mit einfachen und kleinen Signalen wie „Aufbruch zur Jagd“ und „Abblasen des Treibens“, setzte dann über zu den Totsignalen „Sau-, Reh-, Hase und Kaninchen tot“ und schloss dann mit dem „Jägermarsch Nr. 1 und 3“, sowie der „Hegewaldfanfare“.

Hiernach ging es zur Stärkung auf bereitgestellte Bankgarnituren: diverse Kaltgetränke standen bereit, Grillgut war von den Organisatoren angerichtet. Ein äußerst lebendiger Austausch fand zwischen allen musizierenden Teilnehmern statt. Im Ort blieb die Veranstaltung nicht unbemerkt- so gesellten sich auch noch weitere Zuschauer hinzu, die spontan in die Reihen aufgenommen wurden.

Die Zeit verflog in erheblicher Geschwindigkeit, bis Alke Müller zum 2. Block „anblies“: Auch hier folgten zunächst vier Totsignale, dann die „Hundefanfare“, und schließlich ohne Pause „Hubertusmarsch“, „der Jäger aus Kurpfalz“ und die „Ehrenfanfare“. Die Veranstaltung schloss dann mit dem Finale „Auf Wiedersehen“. Letzteres nahmen viele Teilnehmer sehr wörtlich: sie sicherten zu, in 2026 wieder kommen zu wollen, da vorgesehen ist, dieses Gesamtspiel in 2026 zu wiederholen, denn „Wo das Jagdhorn erklingt, verstummt der Alltag“.

Dr. H. Müffelmann