Hegering Rastede Nord
Falkenaugen legen Blühfläche für Insekten an
Am 6. September 2026 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um wie in jedem Jahr eine Blühfläche anzulegen. Eigentlich sollte eine Blühfläche in den Monaten Mai/Juni angelegt werden, damit möglichst viele Insekten optimal von einer solchen Fläche profitieren können. In diesem Jahr konnte dies allerdings nicht so früh umgesetzt werden, da Bodenbrüter noch in dieser Fläche brüteten. Später im Sommer war es dann oft zu trocken und so hätte sich das Saatgut nicht optimal entwickelt. Nichtsdestotrotz entschied sich die Gruppe die Fläche anzusäen um eine Biotopverbesserung für Insekten und viele andere Tiere, in unseren meist ausgeräumten Landschaften, zu schaffen.
Dieses Jahr stellte Karl Heinz Wemken eine Fläche auf dem Netten in Delfshausen zur Verfügung. Die Fläche von gut 1.500 qm wurde einen Tag vor der Aussaat mit dem Traktor gefräst. Die Gruppe war schon froh, dass diese Arbeit mit Hilfe des Traktors geschah, denn sonst hätte man Tage für die Vorbereitung dieser Fläche gebraucht.
Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die Falkenaugen noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Hegeringleiter Lutz Wemken erklärte die einzelnen Saatkörner anhand von Bildern, damit sich die Kids die Pflanzen vorstellen konnten, die aus den einzelnen Samen keimen. Jeder war danach in der Lage die einzelnen Saatkörner in der Blühmischung zu identifizieren. Wer Lust hatte konnte ein paar eigenstzusammengestellte Saatkörner in einen Blumentopf pflanzen, um so das Keimen der Samen auf der heimischen Fensterbank zu beobachten. So kann man ein Gefühl dafür bekommen, was auf der Blühfläche mit den Samen passiert.
Die Gruppe entschied sich abermals für die einjährige Blühstreifenmischung von der Firma AGRAVIS, die auch der Hegering für die Anlage ihrer Blühstreifen verwendet. Die Mischung setzt sich zusammen aus: Senf, Buchweizen, Phacelia, Malve, Sonnenblumen, Ölrettich, Phacelia, Esparsette, Winterraps, Winterrübsen, Ringelblumen, Alexandrinerklee und Malve.
Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den Falkenaugen mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen. Das Saatgut wird bei den vom Wetterdienst angesagten warmen Temperaturen der nächsten Tage gut auflaufen. Dadurch bedingt entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden.
Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.
„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement die Kids bei der Sache sind und sich auch schon allerhand Wissen angeeignet haben “, sagte Jugendobfrau Regina Wemken.
PM
Jagdhornklänge zur Einweihung der Waldstraße
Jagdhornklänge gehörten zur Einweihung der sanierten Waldstraße zwischen Linswege und Groß Garnholt. Auf Einladung der Ortsbürgervereine Garnholt e.V. und Linswege, Burgforde und Petersfeld e.V. begleiteten die Jagdhornisten Westerstede die Feier.
Die 18 Mitglieder der Bläsergruppe präsentierten mehrere Stücke aus dem jagdlichen Brauchtum. Mit ihrem Auftritt gaben sie der Veranstaltung einen festlichen und zugleich heimatverbundenen Rahmen.
Die Waldstraße und die Garnholter Straße sind Teil einer historischen Klinkerstraße. Der rund 2,3 Kilometer lange Abschnitt zwischen Linswege und Groß Garnholt wurde umfassend saniert. Dabei wurde Wert darauf gelegt, den besonderen Charakter der Straße zu erhalten. Die Kosten für das Vorhaben liegen bei rund einer Million Euro. Unterstützt wurde die Sanierung durch EU-Mittel sowie durch den Landkreis Ammerland und die Stadt Westerstede.
Für die Jagdhornisten Westerstede ist der Auftritt ein weiterer Beitrag zur Pflege des jagdlichen Brauchtums. Die Gruppe ist als Bläsergruppe der Landesjägerschaft Niedersachsen und der Kreisjägerschaft Ammerland anerkannt. Die 18 Bläser treffen sich alle 14 Tage zu ihrem Übungsabend im Schützenhaus in Linswege.
Neben Auftritten im jagdlichen Umfeld sind die Jagdhornisten auch bei vielen anderen Gelegenheiten gefragt. Ob Hochzeit, Geburtstag oder Trauerfeier – die Bläsergruppe steht gerne zur Verfügung, wenn Jagdhornklänge einen besonderen Anlass begleiten sollen.
PM