Jagdgenossenschaft Hankhausen/Kleibrok
Jäger retten viele Kitze und Gelege von Bodenbrütern
Die Jagdgenossenschaft Hankhausen/Kleibrok hat sich im Frühjahr eine Drohne angeschafft, die mit einer Infrarotkamera ausgestattet ist, um Rehkitz- und Gelegerettung durchführen zu können. In den vorherigen Jahren wurden Tüten mit Duft besprüht und vor der Mahd aufgehängt, um weibliches Rehwild dazu zu bringen, ihre Kitze aus dem Gras zu holen. Das Rehwild hat sich aber im Laufe der Jahre an den Duft gewöhnt. Vor einem Jahr wurde erstmals eine Drohne zum Testen eingesetzt, und diese Methode erwies sich als äußerst erfolgreich bei der Kitz- und Wildtierrettung. In diesem Jahr haben die Landwirte vor der Mahd die Jagdpächter angerufen, dabei wurden die Mähtermine abgesprochen. Die Jäger mit Drohnenführerschein haben dann an dem Morgen, an dem gemäht werden sollte, die Flächen mit der Drohne abgeflogen. Die mit der Drohne zu erkennenden Kitze und Gelege konnten damit gerettet werden. 5 Jäger der Jagdgenossenschaft haben den nötigen Drohnenführerschein gemacht. Die Kitze wurden entweder aus dem Grase weggetragen oder auf der Fläche mit Körben festgesetzt, die dann von dem Schlepperfahrer sichtbar wurden, und sofort nach der Mahd wurden die Körbe wieder entfernt. Es wurden insgesamt im Frühjahr 361 ha Fläche abgeflogen, 21 Kitze konnten festgesetzt werden, 13 Kitze sind weggelaufen, viele Gelege von Bodenbrütern wie Enten, Fasanen usw. konnten gerettet werden.
Die Drohne konnte mit großzügiger Hilfe der Bingo-Umweltstiftung und mit Hilfe der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken angeschafft werden. Dafür sind die Jäger der Jagdgenossenschaft Hankhausen/Kleibrok sehr dankbar.
Friedrich Decker