Hegering Ahlden/Aller
Revierrundfahrt
Die traditionelle Revierrundfahrt im Hegering Ahlden wurde in diesem Jahr durch das Revier Eilte von dem dortigen Jagdpächter Friedrich Otto Ripke mit seinen Jagdhelfern ausgerichtet. Über 30 Gäste waren der Einladung auf den Hof Ripke nach Eilte gefolgt.
Nach dem Blasen der Signale „Sammeln“ und Begrüßung“ durch die Bläser des Hegerings stellte Herr Ripke ausführlich sein weitläufiges heimische Marsch- und Heiderevier den Mitgliedern vor. Es umfasst eine respektvolle Größe von 1250 ha. Hierbei vermerkte dieser nicht ohne Stolz, dass das Eilter Revier wohl das schönste Revier des Hegeringes sei.
Der anschließende Anhängerkorso durchstreifte anfangs die schöne Landschaft der Allermarsch rund um Eilte, wo ausschließlich die Rehwildjagd ausgeübt wird. Wie viele andere Marschreviere auch leidet es noch stark unter den Nachwirkungen des letzten Hochwassers.
Der Wechsel auf die andere Seite des Dorfes führte uns in den großzügigen Feld- und Waldrevierteil von Eilte. Dort wechseln immer wieder größere Freiflächen mit sehr dichten Einständen ab, in denen sowohl das Schwarzwild, aber auch vorrangig das immer wieder tagaktive und vertraute Damwild zu Hause ist. Diese Vertrautheit beruht offenbar auf einem attraktivem Wildbiotop, das sowohl Schöpfstellen als auch einige Wildruhezoen bietet. Eine maßvolle Bejagung kommt dem natürlichen Äsungsrhythmus des Wildes entgegen. Ein Stopp am Wolfsstein in der Gemarkung Eilte, an dem 1948 angeblich der letzte Wolf geschossen wurde, durfte natürlich nicht fehlen.
Nach fast dreistündiger Exkursion in diesem abwechslungsreichen Revier mit Wald-, Acker- und Grünlandflächen fernab der oft sichtbar überregionalen Verbindungswege gab es nach der Rückkehr auf dem Hof Ripke beim sich anschließendem Schüsseltreiben noch viele Dankesworte von allen Teilnehmern. Die Hegeringbläser ließen mit ihren dargebrachten jagdlichen Signalen die gelungene Rundfahrt nach dem Schüsseltreiben ausklingen.
Willi Timrott