Jahreshauptversammlung 2026
Am 12.03. fand die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Seesen statt. Im ersten Teil widmete sich der Kreisjägermeister Günther Heuer dem Streckenbericht 2025/2026 wobei die Strecke von der Bläsergruppe Waidklang der Jägerschaft Seesen verblasen wurde. Die Bläsergruppe zeigte verteilt über die gesamte Veranstaltung mit traditionellen Jagdsignalen und mehrstimmigen Stücken ihr Können. Kreisjägermeister Günther Heuer gab einen wichtigen Hinweis und appellierte an die Jägerschaft . Er warnte alle Jäger kranke , jedoch nicht jagdbare Tiere zu erlösen. Er schilderte dies am Fall eines vermeintlich an Vogelgrippe erkrankten Kranichs. So gelten Kraniche als nicht jagdbares Wild. Im Verständnis des Jägers gilt es der Kreatur unnötiges Leiden zu ersparen und das Tier schnellstmöglich zu erlösen. Dies sollte aber auf jeden Fall unterlassen werden. Gleiches gilt auch bei Schafen die durch Wolfsriss schwer verletzt wurden. „Hier muss auf den Amtstierarzt gewartet werden .Sollte ein Jäger dies nicht tuen , macht er sich strafbar. Im Landkreis Goslar hat man eine bestimmte Anzahl von Personen benannt ,die das Tier erlösen dürfen , sofern das Eintreffen des Amtstierarztes zu lange dauert. Die Personen wurden dem Landkreis und der Polizei mitgeteilt. Ein besonderes Lob gab es vom Kreisjägermeister für die in der Jägerschaft geleistete Arbeit im Naturschutz und bei der Rehkitzrettung .
Im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung ging der Vorsitzende der Jägerschaft , Michael Schwerdtfeger unter anderem auf den Wolf ein . Im Bundestag ist die Entscheidung zur Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetzt gefallen. So verfolgt man die Ziele sowohl ein sogenanntes Bestandsmanagement als auch eine leichtere Entnahme von „Problemwölfen“ zu ermöglichen. Mit der Aufnahme ins Bundesjagdgesetz (Stand März 2026) können Wölfe unter strengen Voraussetzungen bejagt werden, wobei ein günstiger Erhaltungszustand Voraussetzung bleibt. Ziel ist es, in Regionen mit hoher Wolfsdichte, in denen Weidetiere nur schwer schützbar sind, einzugreifen.
Im weiteren Verlauf der Versammlung lies Michael Schwerdtfeger den vakanten Posten des Schriftführers/der Schriftführerin durch Wahl neu besetzen. Gewählt wurde Sandra Raupers-Greune.
Zwei weitere Wahlen betrafen die Kreisjägerschaft , hier den Kreisjägermeister und seinen besonderen Vertreter . Die Wahl leitete Hans Hesse ,Bezirksvorsitzender der LJN, Bezirk Braunschweig. Im Landkreis Goslar wird so verfahren dass die größere Jägerschaft , hier Goslar den Kreisjägermeister stellt. Dies ist zur Zeit Günther Heuer, der auch zur Wiederwahl anstand. In Bezug auf seinen Vertreter ist es im Landkreis üblich dass dieser aus der kleinen Jägerschaft ,also Seesen, kommt . So wurde der 1. Vorsitzende , Michael Scherdtfeger von der Versammlung aufgestellt. Beide Kandidaten wurden einstimmig gewählt.
Beim Thema Beitragsanpassung gab es aus der Versammlung bei 51 Teilnehmern eine Gegenstimmen. Der 1.Vorsitzende stellte heraus , dass man künftig mit höheren Kosten zu rechnen habe. Er stellte aber auch vor welche Vorteile sich aus der Mitgliedschaft in der Jägerschaft und bei LJN ergeben. Er schlug vor im Zuge der Beitragsanpassung der LJN auch den Beitrag für die Jägerschaft Seesen um 5 Euro je Mitglied , mit Gültigkeit 1. Januar 2027, zu erhöhen. Die neuen Beiträge sind dann 85 Euro für Vollmitglieder und 30 Euro für Zweitmitgliedschaften , Jugendliche, Azubis, Studenten und Bläser ohne Jagdschein.
Die Ehrung von Mitgliedern nahm der 2. Vorsitzende Niklas Martin vor . Auf seiner Agenda standen :für 25 Jahre Bartholomäus Koenigs, Peter Täuber, für 50 Jahre Karl Hermann Falkenberg ,Hartmut Jürgens ,Werner Benecke ,Heinz-Herbert Schubert, Siegfried Bruhne ,für 60 Jahre Erhard Dettmer.
Leider war von den zu Ehrenden nur Hartmut Jürgens erschienen. Mit der Ehrenfanfare der Bläsergruppe Waidklang wurde die Übergabe der Urkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft gebührend gefeiert.
Alle anderen werden ihre Urkunden zeitnah zuhause erhalten
Hans Ulrich Stolzenburg