Die erste Vorsitzende der Jägerschaft Mechthild Wenke bei der Vorstellung des neuen Jungjägerlehrganges 2026 Foto: Stark

Jahreshauptversammlung

Breites Aufgabenspektrum

Die Jahreshauptversammlung 2026 der Jägerschaft Goslar im Lindenhof war geprägt von guten Gesprächen, wichtigen Einblicken und einem starken Gefühl von Gemeinschaft, Mitglieder sowie Gäste aus Politik, Forst, Verbänden und befreundete Jägerschaften kamen zusammen, um auf das vergangene Jagdjahr zurück zu blicken und die Vielfältige Arbeit der Jägerschaft in den Mittelpunkt zu stellen,

Die Versammlung machte einmal mehr deutlich, wie breit das Aufgabenspektrum der Jägerschaft Goslar ist. Hege und Naturschutz gehören ebenso dazu wie Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und der sachliche Umgang mit aktuellen Herausforderungen. Vor allem aber zeigte der Abend, wie viel Verantwortung, Fachwissen und ehrenamtlicher Einsatz in dieser Arbeit steckt.

Vieles geschieht mit großem persönlichem Engagement, im Revier, in den Vorständen und in den Gremien.

Für den passenden Rahmen sorgte die Jagdhornbläsergruppe Goslar die die Veranstaltung musikalisch begleitete und zum Abschluss Jagdsignale erklingen ließ. So erhielt der Abend auch einen Stimmungsvollen Ausklang. Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem dem Lindenhof Goslar, für die angenehme Atmosphäre und die Bewirtung. Ebenso wertvoll ist die verlässliche Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen im Landkreis. Gerade bei komplexen Themen zeigt sich, wie wichtig ein gutes Miteinander ist um Herausforderungen sachlich anzugehen und angemessene Lösungen zu finden.

Die Jahreshauptversammlung 2026 hat damit einmal mehr unterstrichen, wofür die Jägerschaft Goslar steht: für gelebte Verantwortung, praktischen Naturschutz und eine starke Gemeinschaft in der Region.          

Carlo Dieckmann

Bericht vom Kreisjägermeister

Vor der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Goslar berichtete Kreisjägermeister Günther Heuer über das abgelaufene Jagdjahr 2024/2025. Auffällig waren besonders hohe Strecken für Schwarzwild und Neozoen. Das beweist, das Jägerinnen und Jäger ihrem Auftrag der Bestandsregulierung erfolgreich nachkommen. Das Schwarzwild hat in den vergangenen Jahren zu massiven Schäden im Landkreis Goslar geführt. So wurden aus Clausthal und Goslar-Hahnenklee von massiven Schäden innerhalb der Stadt berichtet. Es gab dort runde Tische mit dem Ziel, das Schwarzwild aus der Stadt zurück zu drängen. Hierzu hat der Landkreis für betroffene Bürger ein Flyer zum Umgang mit Schwarzwild herausgegeben.

Außerdem wurde die Jagd in ortsnahen Revieren intensiviert. Am Ende des Jahres ist Heuer stolz darauf, dass sich die Strecke für Schwarzwild von 1704 im Vorjahr auf 2795 Stück im gesamten Landkreis erhöht hat. Die gleiche Entwicklung zeigt sich auch bei der Bejagung von Waschbären und anderen Neozoen. Dabei spielt die Bejagung innerhalb der Städte in den befriedeten Bezirken der Ortschaften eine wichtige Rolle. Die so genannten „Stadtjäger“ sind im befriedeten Bezirk aktiv, um dort die Waschbär-Plage zu bekämpfen. Insgesamt wurden im Landkreis 800 Waschbären erlegt.

Der langfristige Trend bei Rehwild, die Abnahme der Streckenergebnisse, hält weiter an. Seit der Ausbreitung des Luchses im Jahr 2000 sind die Strecken von durchschnittlich 2600 Stück pro Jahr auf jetzt 1020 gesunken. Die Beutegreifer spielen hier offensichtlich eine Rolle und reduzieren die Bestände.  

Die Vogelgrippe spielte im letzten Jahr hier im Landkreis keine Rolle. Es wurde im Landkreis ein Notfallplan erarbeitet-für den Fall, dass sich die Vogelgrippe in der Natur ausbreitet.

Am Ende der Veranstaltung wurden Jagdsignale von den Jagdhornbläsern Goslar geblasen.

         

Günther Heuer

Ausgewählt wurden: Ältester Rehbock, Erleger Söhnke Schlüter, Revier Lengde, Stärkster Rehbock, Erleger Eberhard Lachmund, Revier Lengde, Abnormer Rehbock, Erleger Gustel Bock, Revier Wiedelah Foto: Stark  

Hegering V Vienenburg

Hegeringversammlung 2026

Die Mitglieder des Hegering V Vienenburg trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Schützenhaus Immenrode,

Nach der Begrüßung durch den Hegeringleiter Martin Kowalewsky wurde zunächst den verstorbenen Waidgesellen Freiherr von König und Jürgen Frank mit einer Schweigeminute gedacht.

Danach berichtete er vom Hegeringleiterseminar in Braunlage und berichtete von den aktuellen jagdpolitischen Themen.

Aus dem Hegering war zu berichten das bei der revierübergreifenden Krähenjagd 30 Krähen und 1 Elster und bei der sehr erfolgreichen Fuchswoche 27 Füchse, 1 Waschbär, 1 Marderhund und 1 Nutria zur Strecke kamen.

Die Fuchswoche ist ein wichtiger Beitrag zum praktischen Naturschutz. In der heutigen Kulturlandschaft finden anpassungsfähige Prädatoren sehr günstige Lebensbedingungen , während bodenbrütende Vogelarten und Niederwild zunehmend unter Druck geraten. Diese Fuchswoche trägt dazu bei, den Bruterfolg zu verbessern und die Artenvielfallt in der Region zu stärken.

Beim Streckenbericht war ein nochmaliger leichter Anstieg bei den Füchsen auf 157, Waschbär auf 136 und Nutria zu verzeichnen.

Bei Rehwild war ein höher Fallwildanteil als im Vorjahr zu sehen, der nicht nur auf Verkehrsunfälle, sondern auch auf vermehrte Rissfunde beruht, da der Luchs und der durchziehende Wolf in den Revieren bestätigt wurden

Aber auch das Fallenseminar, Hegeringschießen, Müllsammelaktion und die Teilnahme an der Hofwoche in Wöltingerrode waren gut Veranstaltungen.

Kreisjägermeister Günther Heuer berichtete über die Stadtjäger und verwies auf das Internat der Jägerschaft Goslar, wo sich Hilfesuchende zum Thema Waschbären usw. informieren können.   

Die Trophäenbewertung übernahmen Herman Fricke, Haiko Hartmann und zur Einweisung Teilnehmer des aktuellen Jungjägerlehrganges.

 Aribert Stark

Foto: Stark

Hegering V Vienenburg

Müllsammelaktion 2026

Bei der Müllsammelaktion 2026 nahm auch der Hegering V Vienenburg mit seinen Revieren und Ortschaften teil.

Die Sammler trafen sich in den einzelnen Ortschaften, z.B. in Wiedelah waren es 30 Sammler, darunter 10 Kinder beim Feuerwehrgerätehaus und starteten von hieraus zum Sammeln.

In Wiedelah kamen 2 Autoanhänger voll Unrat zusammen.

Der Müll aus allen Ortschaften kam wieder in den bereitgestellten Container auf dem Gut Wöltingerode.

Gesammelt wurden unteranderem alte Autoreifen, ein rostiger Einkaufswagen, Feuerwerksbatterien von Silvester, Teile von einer Schrankwand und viel weiterer Unrat.

Der Abschluss der Sammelaktion für Wiedelah fand auf dem Hof Heine statt.

Die Jäger des Hegeringes trafen sich am Sonntag noch einmal auf dem Gut in Wöltingerode und beendeten hier die Sammelaktion mit einer Bratwurst und Getränken.  

Aribert Stark