Hegering Eggeloge

„Jahreshauptversammlung des Hegerings Eggeloge“ 

Zahlreiche Mitglieder des Hegerings Eggeloge folgten der Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung mit Hegeschau, die traditionell im Dorfgemeinschaftshaus Eggeloge stattfand. Vorsitzender Heiko Willms begrüßte die Anwesenden herzlich und eröffnete die Veranstaltung mit einem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr, das erneut durch intensiven Einsatz für Natur- und Artenschutz geprägt war. 

In seiner Ansprache hob Willms die vielfältigen Aktivitäten des Hegerings hervor. Besonders hervorzuheben sei die Anlage von insgesamt 17 Hektar Blühflächen, die wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten- und Wildarten bieten. Ebenso wurde eine neue Streuobstwiese in Kielbrug angelegt, die langfristig zur Förderung der Biodiversität beitragen soll. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Pflege von Traditionen. So beteiligten sich Mitglieder des Hegerings erneut mit großem Engagement an der Ausschmückung der St.-Petri-Kirche in Westerstede im Rahmen der Hubertusmesse. Mit viel Liebe zum Detail wurde die Kirche festlich hergerichtet und bot eine stimmungsvolle Kulisse für den Gottesdienst. 

Besonders betonte der Vorsitzende die Bedeutung der regelmäßigen Schießübungen, an denen zahlreiche Jägerinnen und Jäger teilnahmen. Diese dienten nicht nur der Verbesserung der individuellen Fähigkeiten, sondern auch der sicheren und verantwortungsvollen Handhabung der Büchse. „Ein sicherer Umgang mit der Waffe ist grundlegende Voraussetzung für eine waidgerechte Jagd“, so Willms. Im weiteren Verlauf der Versammlung berichteten die verschiedenen Obleute über ihre jeweiligen Aufgabenbereiche und gaben Einblicke in die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres. 

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Aike Brahms ausgezeichnet. Günter Ahrens erhielt eine Ehrung für beeindruckende 50 Jahre Zugehörigkeit zum Hegering. Zudem wurde Bernd Hiljegerdes für seine besonderen Verdienste um das Jagdwesen mit der Verdienstnadel in Bronze der Landesjägerschaft Niedersachsen gewürdigt. 

Die Versammlung klang in geselliger Runde aus und unterstrich einmal mehr den guten Zusammenhalt sowie das vielfältige Engagement innerhalb des Hegerings Eggeloge. 

Tammo Janssen 

„Nistkastenaktion unter dem Motto ‚Gemeinsam für die Natur‘“ 

Einen besonderen Vormittag erlebten kürzlich die Kinder des OBV Westerstederfeld bei einer gemeinschaftlichen Nistkastenaktion der Jagdreviere Halstrup und Hollwegerfeld aus dem Hegering Eggeloge. Unter dem Motto „Gemeinsam für die Natur“ hatten die Organisatoren zu einem lehrreichen und zugleich handwerklich geprägten Treffen eingeladen. 

Insgesamt 16 Kinder, begleitet von Teilen ihrer Eltern, fanden sich in der Halle der Gärtnerei Gerstenkorn ein, um mehr über die heimische Vogelwelt zu erfahren und selbst aktiv zu werden. Im Mittelpunkt stand dabei der Bau von Nistkästen für Meisen – eine Maßnahme, die nicht nur den Vögeln zugutekommt, sondern auch das Bewusstsein für Natur- und Artenschutz bei den jüngsten Teilnehmern stärkt. 

Unterstützt wurde die Aktion durch die Jägerschaft Ammerland mit der Gruppe „Erlebnis Natur“. Ziel dieser Initiative ist es, Kindern und Jugendlichen die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensräume anschaulich näherzubringen. Mit viel Engagement erklärten die Beteiligten Wissenswertes über verschiedene Vogelarten, ihre Lebensweise und die Bedeutung geeigneter Nistmöglichkeiten. 

Mit großer Begeisterung gingen die Kinder anschließend ans Werk: Es wurde gehämmert, geschraubt und zusammengebaut, bis schließlich jeder seinen eigenen Nistkasten in den Händen hielt. Während und nach der Bauaktion konnten sich alle Teilnehmer bei Getränken und selbstgebackenem Kuchen stärken und den Vormittag in geselliger Atmosphäre ausklingen lassen. Am Ende nahmen die Kinder stolz ihre selbstgebauten Nistkästen mit nach Hause – verbunden mit dem Wissen, einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Vogelwelt geleistet zu haben. 

Tammo Janssen

Bokeler Jäger legen Hegebusch für mehr Artenvielfalt an

Bei leichtem Nieselregen trafen sich die Jägerinnen und Jäger des Reviers Bokel, um gemeinsam einen neuen Hegebusch auf einer rund 900 Quadratmeter großen Fläche anzulegen. Trotz des grauen Wetters war die Motivation groß: Mit der Pflanzaktion leisten die Beteiligten einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz in der heimischen Landschaft. Bemerkenswert war dabei auch die Altersstruktur der Helferinnen und Helfer – sie reichte von 8 bis 88 Jahren und zeigte eindrucksvoll, dass Engagement für Natur und Landschaft generationenübergreifend gelebt wird.

Bevor die eigentlichen Pflanzarbeiten beginnen konnten, musste zunächst unerwartet auf der Fläche gelagertes Erdreich umgelagert werden. Dieses wurde zu einem Erdwall aufgeschüttet. Am Fuß des Walls stapelten die Helfer zusätzlich liegendes Totholz auf. Solche Strukturen bieten künftig zahlreichen Tierarten wertvolle Lebensräume – etwa Insekten, Amphibien, Reptilien oder Kleinsäugern, die dort Unterschlupf und Rückzugsorte finden.

Im Anschluss wurden verschiedene heimische Gehölze gepflanzt. Dazu zählen unter anderem Wildapfel und Süßkirsche sowie weitere standorttypische Sträucher und Bäume wie Wildrosen und Rotfichten. Ein Teil der Fläche wurde außerdem als Streuobstbereich mit alten Obstsorten angelegt. Diese traditionellen Sorten gelten oft als robuster und weniger krankheitsanfällig und tragen gleichzeitig zum Erhalt der genetischen Vielfalt alter Obstsorten bei.

Bereits vorhandene Strukturen und Pflanzen wie Holunder und Stechpalme wurden bewusst erhalten und in die neue Pflanzung integriert. So bleiben bestehende Lebensräume erhalten und werden gleichzeitig ökologisch aufgewertet.

Die unterschiedlichen Gehölze werden künftig vielen Tierarten Nahrung, Deckung und Rückzugsräume bieten. Besonders für Niederwild, Singvögel und Insekten entstehen damit wertvolle neue Lebensräume.

Damit sich die jungen Pflanzen in den ersten Jahren ungestört entwickeln können, wurde der neu angelegte Hegebusch zusätzlich eingezäunt. Der Zaun dient als Verbissschutz und soll verhindern, dass Wild an den jungen Trieben und Knospen Schäden verursacht, bis sich die Gehölze ausreichend etabliert haben.

Ein besonderer Dank gilt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die das Projekt großzügig unterstützt und damit die Umsetzung der Pflanzmaßnahme ermöglicht hat. Ebenso danken die Beteiligten dem Landwirt Carsten Klarmann, der die Fläche sowie Maschinen für die Arbeiten zur Verfügung stellte.

Mit solchen Initiativen leisten Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region.

Stephan Reiners

Auf dem Bild: (v.l) Ulf H. Wemken, Jens Martens, Christoph Engelbart, Günther Wemken, Saskia Vogelpohl und Lutz Wemken Foto: privat

Hegering Rastede

Jahreshauptversammlung 2026

Am 10. März 2026 fand die Jahreshauptversammlung des Hegeringes Rastede Nord statt. Hegeringleiter Lutz Wemken freute sich, dass viele Hegeringmitglieder und einige Jagdvorstände der Einladung gefolgt waren. Dies macht deutlich, dass es ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl im Hegering gibt und der einzelne gut und umfangreich informiert sein möchte.

Wemken bedankte sich bei den Jagdausübungsberechtigten, die sehr viel Zeit und Anstrengungen verwenden, um die Artenvielfalt in den Revieren zu verbessern. Hierzu zählen unter anderem Biotopverbesserungsmaßnahmen, wie das Blühstreifenprogramm, Wildackeranlage, Gehölzanpflanzungen, Errichtung von Feuchtbiotopen, Grünlandextensivierungen ebenso wie auch eine verstärkte Bejagung der Prädatoren. Auch hat die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes wieder einige Naturschutzprojekte realisieren können. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Gruppe bei der Verleihung des „NABU Dr. Fedor Strahl Jugendnaturschutzpreis 2025“ mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde.

Deutlich wurde aber auch auf die Wildtierrettung während der Mahd hingewiesen. Landwirte und Lohnunternehmer sollten gerade die Mähtermine im Mai und Juni mit den Jagdausübungsberechtigten im Vorfeld rechtzeitig absprechen. Entweder werden in die Flächen, 24 Stunden vor der Mahd, Vergrämungsmaßnahmen gesteckt oder die Flächen werden mit einer Drohne mit integrierter Wärmebildkamera abgeflogen. Bei den Vergrämungsmaßnahmen handelt es sich um knisternde Müllbeutel, die an ca. zwei Meter langen Stangen befestigt werden. Dies führt in der Regel dazu, dass die Ricke die Kitze aus der Fläche führt. Auch ist es wichtig, bei jeder Mahd den akustischen Wildretter zu verwenden. Denn gerade Wiesenbrüter und auch Hasen brüten bzw. setzen mehrmals im Jahr. Wemken bedankte sich bei den Drohnenteams und Landwirten für die sehr gute Zusammenarbeit.

Der Fallwildanteil „Verkehr“ beim Rehwild lag im vergangenen Jahr bei 25 Stücken, was einem Anteil von 14% entspricht. Hier appellierte Wemken an die Jagdausübungsberechtigten wieder frühzeitig mit der Bejagung des Rehwildes an Unfallschwerpunkten zu beginnen. Aber auch die Autofahrer sollten an roten Dreibeinen, die auf Wildunfälle älteren Datums hinweisen, vorrausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit fahren. Leider nehmen auch die Unfälle mit männlichem Dam- und Rehwild zu, bei denen sich die Tiere in achtlos liegengelassener Weidezaunlitze mit ihren Geweihen bzw. Gehörnen verfangen. Wenn niemand auf diese Tiere aufmerksam wird, verenden sie meist erst nach tagelangem Kampf in diesen tödlichen Fallen. Die Jagdausübungsberechtigten aus dem Hegering appellieren an die jeweiligen Landbesitzer, diese unzerreißbaren Weidezaunlitzen und auch Rundballennetze nicht einfach achtlos im Gelände herumliegen zu lassen. Gerade für junge Damhirsche wird dies meist zur tödlichen Falle.

Auch in diesem Jahr wird der Hegering auf 48 Flächen - mit einer Gesamtfläche von 29 ha - Blühstreifen anlegen, um mehr Rückzugsflächen für die Artenvielfalt zu schaffen. Der Hegering bittet jeden Jagdgenossen, der noch Flächen hat, die mit Blühsträuchern oder einer Streuobstwiese bepflanzt werden können, sich bei dem Hegeringleiter zu melden.

Zentraler Punkt der Versammlung war der Vorstandswechsel im März 2027. Hegeringleiter Lutz Wemken hatte angekündigt nicht erneut für eine weitere Amtsperiode anzutreten. Um einen reibungslosen Vorstandswechsel vorzubereiten, trat der stellvertretende Hegeringleiter Ulf H. Wemken von seinem Amt zurück und Saskia Vogelpohl wurde für ein Jahr einstimmig in das Amt der Stellvertreterin gewählt. Im März 2027 tritt sie dann an, um als Hegeringleiterin zu kandidieren.

Im Tagesordnungspunkt Ehrungen wurde Günther Wemken für 70-jährige, Werner Busch für 60-jährige, Christian Meyer-Hullmann, Jens Martens für 40-jährige und Christoph Engelbart für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. 

Auch in diesem Jahr plant der Hegering wieder viele Öffentlichkeitsaktionen mit Kindergarten- und Grundschulkindern. Auf dem Terminplan stehen gemeinsame Ansitze und Naturpfadführungen. Wie in den Jahren zuvor werden den vierten Klassen der Grundschule Hahn Lehmden und Kleibrok die Waldspiele angeboten. Auch das Umweltbildungszentrum Ammerland soll weiterhin unterstützt werden.

Lutz Wemken 

Foto: privat

Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord

Müllsammelaktion 2026

Zur jährlich wiederkehrenden Müllsammelaktion hatte wieder der Ortsbürgerverein Rastedermoor am 22. März 2026 eingeladen. Es sollten sich möglichst alle ortsansässigen Vereine und Einwohner an dieser Dorfreinigungsaktion beteiligen. Auch die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „Die Falkenaugen“ hat diesen Termin schon fest in ihrem Jahreskalender integriert, denn eine solche Aktion passt genau in die Naturschutzziele, die sich die Gruppe bei ihrer Gründung gesetzt hat.

Ausgangspunkt für die Aktion war die Gaststätte Decker in Delfshausen. Die gut 40 Teilnehmer der anwesenden Vereine und teilnehmenden Einwohner wurden vom Rasteder Ortsbürgerverein zunächst in Suchgebiete bzw. –mannschaften eingeteilt. Jede Einsatzgruppe wurde vom Veranstalter mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen ausgestattet. Dann ging es gruppenweise in die zugeteilten Einsatzgebiete. An viel befahrenen Straßen wurde der meiste Müll gefunden. Leider wird oft vergessen, dass achtlos entsorgter Müll in der Landschaft Wildtiere gefährden kann. Offene Verpackungen verleiten Tiere dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken oder gar hineinzutreten. Da Wildtiere sich nicht selbst befreien können, ersticken sie leicht daran, warnt Hegeringleiter Lutz Wemken. Vögeln können vor allem Plastikschnüre gefährlich werden, die sich leicht um ihre Beine und Füße wickeln. Auch Damhirsche verfangen sich leicht in achtlos herumliegenden Weidezaunlitzen und verenden dann oft elendig. Plastikhüllen von Zigarettenschachteln oder Süßigkeitenverpackungen sollten ebenfalls nicht liegen gelassen werden: Vögel bauen sie in ihre Nester ein, das Regenwasser kann dann nicht mehr abfließen und die Brut ertrinkt im Nest. Deshalb können wir nur ausdrücklich an jeden Einzelnen appellieren, den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen oder ihn fachgerecht zu entsorgen.

An diesem Morgen wurden ca. zwei Kubikmeter Müll gesammelt. Oft handelte es sich um Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und –becher. Im Anschluss an die Aktion wurde in der Gaststätte Decker in Delfshausen ein kleiner Imbiss als Dankeschön an alle Beteiligten gereicht. Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ ist von der Aktion so begeistert, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei ist.

Großer Dank geht an den Entsorgungsbetrieb Host Bohmann aus Rastede, der den Müll wieder einmal kostenlos und fachgerecht entsorgte.

Lutz Wemken