Nach kurzer, schwerer Krankheit ist für uns alle überraschend der ehemalige Obmann unseres Bläsercorps Hansi Cziehso verstorben (Foto: Christine Preuß-Werner)

Nachruf auf Hansi Cziehso

Viel zu früh und viel zu plötzlich verstarb nach kurzer schwerer Krankheit der Obmann unseres Bläsercorps Hansi Cziehso. Er wuchs in Scharzfeld am Harzrand auf und schon früh zog es ihn immer wieder in die Wälder rund um sein Heimatdorf. Er suchte leidenschaftlich gern Zackeln in der Revierförsterei Scharzfeld beim Förster Bauer und in der Grafenforst bei Herzberg. So kam er schon früh mit der Jagd in Berührung. Seinen Jagdschein machte er 1989 bei der Jägerschaft Osterode am Harz. Seinen ersten Jagderlaubnisschein bekam er in der Revierförsterei Scharzfeld bei Hans-Jörg Reuper. Gleich nach der Jagdscheinprüfung begann er als Jagdhornbläser im Bläsercorps der Jägerschaft. Unter Leitung von Frieder Schlums nahm er mit den Osteroder Bläsern 1995 am Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen in Kranichstein teil und bekam für den Sieg in der Klasse A die Hornfesselspange in Gold. In der Jägerschaft engagierte er sich als Ausbilder bei den Jungjägern im jagdlichen Schießen, war regelmäßig zuverlässige Standaufsicht auf dem Schießstand in Aschenhütte und kümmerte sich um den Nachwuchs bei den Bläsern. Den Jagdaufseher-Lehrgang hat er im Jägerlehrhof in Springe absolviert und war danach lange Jahre Jagdaufseher bei Horst Bremer im Revier Hörden Ost. 
Danach hat er jahrelang in seinem Jagdrevier in Thüringen mit sehr viel Passion, Freude und Leidenschaft gejagt. Als Hundeführer war er als Wachtelmann dieser Stöberhundrasse treu und jagte mit seinen beiden Hunden jedes Jahr auf zahlreichen Bewegungsjagden in Niedersachen und Thüringen.
Sein Jägerstammtisch im Braugasthof „Brauner Hirsch“ in Sophienhof in Thüringen einmal im Monat war immer ein Pflichttermin für ihn. Regelmäßig war er beim Hundestammtisch in Scharzfeld. Wir erinnern uns an seine stets freundliche Art, seine große Hilfsbereitschaft und sein mitreißendes Lachen, wenn wir an Hansi denken!

Dr. Karl Schumann 

Jägerlehrgang 2024/25

Der Jägerlehrgang 2024/25 der Jägerschaft Osterode fand am 26.04.2025 mit der mündlich-praktischen Prüfung seinen krönenden Abschluss. Stolz konnten insgesamt 15 Kursteilnehmer ihren Jägerbrief in Empfang nehmen. 

Es war der erste Lehrgang, der im neuen Seminargebäude in Aschenhütte unterrichtet wurde. Wir gratulieren den frisch gebackenen Jungjägern und wünschen allzeit eine sichere Kugel und viel Weidmannsheil!

Ein herzliches Dankeschön an alle Ausbilder und Prüfer, die mit ihrem Engagement zum Gelingen des Jägerlehrgangs beigetragen haben.

Ruth Wemheuer 

Anschussseminar – Aschenhütte

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in Form einer bebilderten Präsentation, die den Seminarteilnehmern ins Bewusstsein rufen sollte, welche grausamen Verletzungen Wildtiere nach „schlechten Schüssen“ erleiden und wie wichtig ordnungsgemäßes Nachsuchen ist, ging es zeitnah in den Wald. Bei diesem Seminar wurde vor allem Wert auf Praxis gelegt!

Dank der freundlichen Genehmigung von Revierpächter Michael Meulenkamp konnten die beiden Referenten Mario Weseler und Uwe Schmidt in beeindruckend gründlicher und zeitintensiver Vorarbeit verschiedenste Anschüsse praxisnah vor Ort in dessen Revier präparieren.
Ausgangspunkt jedes Anschusses war stets ein extra auf einem Schneisenkreuz aufgestellter Ansitzbock. Die Teilnehmer suchten und identifizierten verschiedenste Anschüsse und sollten anhand der gefundenen Pirschzeichen Rückschlüsse auf den Sitz der Kugel und den Schwierigkeitsgrad der bevorstehenden Nachsuche ziehen.
Neben der Beurteilung von Schweiß, Wildbret, Knochen- und Zahnteilen wurde den Jäger/-innen anhand des gefundenen Kugelrisses auch demonstriert, wie man die Geschossflugbahn rekonstruiert und anhand derer zu dem Urteil „über- oder unterschossen“ kommen kann.
Letztendlich sollte für jeden Anschuss entschieden werden, ob es von vornherein sinnvoll ist, ein erfahrenes Nachsuchengespann zu konsultieren, oder ob es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine kurze Totsuche handeln wird, die ggf. auch mit dem eigenen brauchbaren Hund zu bewältigen sein wird.
Am Ende des Seminares war man sich einig, dass JEDER Anschuss kontrolliert werden muss und dass es primär aus Gründen der Waidgerechtigkeit und des Tierschutzes eine Selbstverständlichkeit sein muss, bei geringsten Zweifeln ein kompetentes Nachsuchengespann anzufordern.

Die beiden Referenten Mario Weseler und Uwe Schmidt, beide bestätigte Nachsuchenführer der Jägerschaft Osterode im Landkreis Göttingen, nehmen jeden Hilferuf entgegen und stehen bei einem ungeklärten Anschuss jederzeit zur Verfügung – auch wenn es sich nur um eine Kontrolle handeln sollte.
Ein gemeinsames Mittagessen vom Grill sowie interessante Gespräche rund um Jagd und Hundeführung ließen das Seminar angenehm ausklingen.

Ruth Wemheuer