Jägerschaft fördert den Nachwuchs: Start der neuen Jungjäger-Arbeitsgemeinschaft

Die Jägerschaft Fallingbostel setzt ein starkes Zeichen für die Nachwuchsförderung und gelebte Waidgerechtigkeit: Mit der Wiederbelebung der Jungjäger-Arbeitsgemeinschaft schafft sie eine Plattform für Gemeinschaft, Weiterbildung und jagdliche Leidenschaft – auch über den Jagdschein hinaus.

Unter der Leitung des neuen Obmanns Philip Pickard richtet sich die Jungjäger-AG gezielt an frisch gebackene Jägerinnen und Jäger, die den Schulterschluss mit der aktiven Jägerschaft suchen. Ziel ist es, nicht nur jagdliches Wissen zu vertiefen, sondern auch das Waidwerk als Handwerk und Lebensphilosophie zu verstehen und gemeinsam zu erleben.

Bereits am 4. Mai 2025 fand das erste Treffen der AG statt – ein Zerwirk-Seminar bei der Jägerschaft Fallingbostel, das sowohl durch seine fachliche Tiefe als auch durch die kameradschaftliche Atmosphäre überzeugte. Unter der fachkundigen Anleitung von Nils Schünemann wurde ein Rehbock sachkundig zerwirkt. Schünemann demonstrierte dabei eindrucksvoll, wie aus dem wertvollen Wildbret das Beste herausgeholt werden kann – mit viel Praxisbezug, handwerklichem Können und dem ein oder anderen Profi-Tipp, der selbst erfahrenen Waidmännern und -frauen neue Impulse gab.

Im Anschluss kamen die 22 Teilnehmenden aus den Jagdscheinkursen der letzten 3 Jahre, darunter auch Gäste und Familienangehörige, beim gemeinsamen Grillen zusammen. Die gelöste Stimmung und der lebendige Austausch machten deutlich: Jagd ist weit mehr als das Bestehen eines Kurses – sie lebt von Gemeinschaft, Erfahrung und gegenseitiger Unterstützung.

Mit der Jungjäger-Arbeitsgemeinschaft stellt die Jägerschaft Fallingbostel klar: Jagd ist eine generationsübergreifende Leidenschaft, tief verwurzelt in Naturverbundenheit, Respekt vor dem Wild und nachhaltigem Handeln. Die AG bietet Raum für themenbezogene Veranstaltungen, Ausbildungsschwerpunkte und den kontinuierlichen Ausbau des jagdlichen Wissens – getragen von der Überzeugung, dass die jagdliche Ausbildung nicht mit der Prüfung endet, sondern dort erst beginnt.

Die Jägerschaft Fallingbostel lädt alle jungen Jägerinnen und Jäger ein, Teil dieser starken Gemeinschaft zu werden – als Naturfreunde, Heger, Praktiker und verantwortungsvolle Waidfrauen und -männer.

Thorsten Meyer

Hegeringleiter Walter Völkers und sein Stellvertreter Caspar von Bothmer bei der Begrüßung und dem Überreichen der Erlegerbrüche nach dem Legen der Strecke.

Hegering Ahlden/A.

Traditionelles Anblasen der Bockjagd

Bei bestem Frühlingswetter Anfang Mai fand auch dieses Jahr wieder das bekannte Anblasen der Bockjagd statt. Das revierübergreifende jagdliche Ereignis erfreut sich schon seit Jahrzehnten der großen Beteiligung der Hegeringmitglieder und ihren Gästen. Diese erste gemeinsame Jagd des Jahres in den Revieren des Hegeringes Ahleden/Aller ist über die Grenzen hinaus bekannt.

Der Frühansitz fand seit den 80-iger Jahren bis 2006 traditionell auf dem Hof des damaligen Hegeringleiters Helmut Feldmann statt. In diesem Jahr konnte die Veranstaltung erstmals wieder auf privatem Grund stattfinden. Tobias Falke aus Suderbruch hatte sich als örtlicher Jagdpächter bereit erklärt, den geplanten Frühansitz auf seinem Hof mit der Unterstützung seiner Nachbarn auszurichten. 

Nach dem Beenden der Jagd in den beteiligten Revieren konnte Hegeringleiter Walter Völkers über 60 Jäger/innen auf dem Hof von Tobias Falke zu diesem Anlass begrüßen. Er vermeldete den Abschuss eines Keilers als auch die Erlegung von insgesamt sechs Rehböcken. Caspar von Bothmer, stellvertretender Hegeringleiter, überreichte danach den Schützen ihre Erlegerbrüche, bevor die Strecke traditionell von den Bläsern des Hegeringes verblasen wurde.

Bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen wurde dann auf dem weitläufigen Areal unter den schattigen Hofeichen gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und so manches Erlebnis erneut besprochen.

Von vielen Teilnehmern und Gästen war zu vernehmen, dass der seit Jahrzehnten stattfindende Frühansitz in dieser Form mit dem besonderen Flair etwas Einmaliges und Unvergleichliches darstellt und daher eine feste Einrichtung bleiben sollte.

Willi Timrott