Naturschutzarbeit im Hegering Coppenbrügge
Der Hegering Coppenbrügge der Jägerschaft Hameln-Pyrmont e.V. hat im ersten Halbjahr 2026 verschiedene Aktivitäten und Projekte für den Naturschutz durchgeführt und damit Dank entsprechender Presseberichte auch einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit und für das Image der Jägerschaft geleistet.
Regelmäßig wird zu Jahresbeginn eine „Fuchswoche“ durchgeführt, in der verstärkt auf Raubwild gejagt wird, um den Prädatorendruck auf die Niederwildbestände abzusenken. In den letzten Jahren kamen dabei vermehrt Waschbären zur Strecke. Den Wochenabschluss bildet seit Jahren die revierübergreifende Baujagd mit dem gemeinsamen Strecke legen und Schüsseltreiben.
Ebenfalls zu Jahresbeginn wurden mit Kindern bei Kakao und Kuchen Insektenhotels gebaut. Die Idee dazu hatte ein Hegeringmitglied anlässlich des vorjährigen Adventsgottesdienstes, der von den Bläsern des Hegerings musikalisch unterstützt wurde.
Im zeitigen Frühjahr bei nachlassendem Frost wurde durch die Mitglieder des Hegerings Coppenbrügge eine seitens der Behörden seit langem als Kompensationsfläche deklarierte Fläche neu gestaltet. Durch die öffentliche Hand bisher wiederholt vorgenommen Pflanzmaßnahmen waren aus verschiedenen Gründen erfolglos geblieben; öffentliche Gelder für eine erneute Bepflanzung waren kurzfristig nicht vorhanden. Mithilfe von Spendengeldern pflanzten Revierpächter und ortsansässige Jäger daraufhin in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde Obstbäume und Heckensträucher.
Da bereits in 2025 und nun auch in 2026 Wiedehopfe im Gebiet des Hegerings gesichtet wurden, schien es sich nicht wie erst vermutet nur um Durchzügler, sondern möglicherweise um Dauergäste zu handeln. Kurzerhand organisierten die Hegeringmitglieder daher spezielle Nistkästen und hängten diese an einschlägigen Stellen wie Streuobstwiesen auf, um zumindest für das kommende Jahr das Brutgeschäft und damit die Verbreitung des vor Jahren in Niedersachsen beinahe ausgestorbenen Vogels zu unterstützen.
Im Juni führten die Jägerinnen und Jäger des Hegerings gemeinsam mit den Landesforsten und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald einen Waldtag für rund 170 Kindergartenkinder durch. Verschiedene Stationen wie das Lernort-Natur-Infomobil, Vorführungen von Forstmaschinen, Nistkastenbau, Imker und Falknerin sowie Kitzrettung vermittelten den begeisterten Kindern Eindrücke von Natur, Jagd und Forst.
Hegeringleiter Joachim Grimme und Naturschutzobmann André Brüggemann zogen gemeinsam eine positive Bilanz. Sie hoben hervor: „Es geht nicht ohne aktive Hegeringmitglieder, sei es als Ideengeber oder als Helferinnen und Helfer – daher an dieser Stelle herzlichen Dank an alle Beteiligten“.
PM