Neujahrsfrühstück
Ausverkauft. Es gab keinen freien Platz mehr im Naturfreundehaus Barsinghausen, als der Hegering zum traditionellen Neujahrsfrühstück am 18. Januar eingeladen hatte. Fast 50 Gäste genossen neben den Jagdhornsignalen der Bläsergruppe ein sehr leckeres und umfangreiches Frühstück und noch mehr.
Hegeringleiter Wolfram Klöber konnte auf ein Jahr zurückblicken mit vielen Höhenpunkten: Neben Weiterbildungen zur Trophäenvorbereitung, zum jagdlichen Schießen und einem Grillseminar war die Waldolympiade für alle vierten Klassen der Barsinghäuser Schulen der Höhepunkt des Jahres. Über 60 Kinder konnten auf einem Parcours mit vielen Stationen spielerisch unsere Natur besser kennenlernen. Mit dem DB-Tunnelprojekt unter dem Deister, dem Mega-Hub für Strom und den Ideen zum Deister als Naturpark gab es auch viele übergreifende Themen für die Mitglieder des Hegerings.
Negativer Höhepunkt war sicherlich die Gewalteskalation durch Mountainbiker, die beim Bau eines weiteren illegalen Trails erwischt wurden. Allein bei diesem neuen illegalen Trail haben Mountainbiker über 200 Jungbuchen im Alter bis zu 18 Jahres herausgerissen und dadurch eine Sachbeschädigung in Höhe von über 190.000 EUR angerichtet. Durch die Identitätsfeststellung dieser Mountainbiker konnten zwei weitere Strafanzeigen wegen weiterer illegaler Trails im Nachgang gestellt werden.
Trotzdem genossen alle den gemeinsamen Start in das Jahr und die wiederholte Einlage der Bläsergruppe.
Wolfram Klöber
Hegering Calenberg
Revierübergreifende Drückjagd
Die traditionellen Bewegungsjagden gehören für viele Jägerinnen und Jäger zu den Highlights in den Herbst- und Wintermonaten. Neun Reviere des Hegering Calenberg hatten dazu zu einer revierübergreifenden Drückjagd eingeladen. Bei Hörnerklang und Hundegeläut versammelten sich in Ihme-Roloven Jäger und Treiber an einem sonnigen Morgen im Dezember, um vornehmlich auf Schwarz- und Raubwild zu jagen.
Doch lange bevor die Schützen ihre Stände einnehmen und die Treiber und Hundeführer mit ihren Vierbeinern die Arbeit aufnehmen können, steht zunächst die Organisation und Planung. So haben auch hier die Reviere im Vorfeld einen hohen personellen sowie zeitlichen Aufwand leisen müssen. Zudem wurden viele Hochsitzeinrichtungen gebaut und in der Feldmark aufgestellt, um ein Optimum an Sicherheit zu gewährleisten. Die Reviere haben mit ihren vielen freiwilligen Helfern ein außerordentliches Engagement gezeigt.
Nach der Begrüßung und Belehrung über die zwingenden Sicherheitsbestimmungen und Verhaltensregelungen wurden die Schützenstände bezogen. Im Laufe des Vormittags haben anschließend drei Treiberwehren die vermuteten Einstände des Wildes durchgedrückt. Obwohl die Strecke bei Jagdende vielleicht bei einigen zu enttäuschten Blicken geführt hätte, war es nach einhelliger Auffassung der Jagdgäste nicht nur ein perfekt organisierter sondern auch ein schöner Jagdtag.
Nachdem die Strecke von der Jagdhornbläsergruppe verblasen wurde, versammelten sich alle Waidgesellinnen und Waidgesellen zum traditionellen Schüsseltreiben, um bei einem deftigen Imbiss und kühlen Getränken den Jagdtag Revue passieren zu lassen.
Ein besonderer Dank geht auch diesmal an die Revierinhaber, die den revierlosen Jägerinnen und Jägern Gelegenheit gegeben haben - vielleicht zum ersten Mal - an einer Gesellschaftsjagd teilzunehmen.
Dieter Schmidt
Hegering Barsinghausen
Revierübergreifender Ansitz auf den Fuchs
Am 31. Januar und am 1. Februar veranstaltete der Hegering Barsinghausen einen revierübergreifenden Fuchsansitz. In 8 Revieren haben Revierinhaber Jagdgelegenheiten zur Verfügung gestellt, die der Hegering an 18 Jäger und Jägerinnen vermitteln konnte. Vielen Dank an die Revierinhaber!
Die Artenvielfalt ist wesentlich durch die moderne Landnutzung bedroht. Das wachsende Verkehrswegenetz, der großflächige Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und das Ausbreiten von Siedlungen kostet Lebensraum für die Artenvielfalt. Bestens angepasste Raubsäuger wie Fuchs, Marder, Waschbär und Marderhund erhöhen zusätzlich den Druck auf Wiesenvögel, Amphibien, Reptilien und Junghasen. Die Bejagung dieser Raubsäuger ist ein Beitrag zum Artenschutz. Insgesamt kamen 14 Füchse und ein Waschbär zur Strecke. Diese wurden am Naturfreundehaus in Barsinghausen zur Strecke gelegt und verblasen. Vielen Dank an die Bläser und Bläserinnen des Hegerings.
Im Anschluss gab es noch eine leckere, heiße Suppe und Gelegenheit sich auszutauschen und die Gemeinschaft zu pflegen.
Philipp Hölzl