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Info Abend mit dem Thema Wolf im Landkreis Harburg

Der Hegering Hittfeld unter der Leitung von Paul Marin lud zum Infoabend im Gasthaus Cordes in Rosengarten Sottorf ein. Es ging um das Thema „Wolf im Landkreis Harburg.“ Bernard Wegner, Kreisobmann für Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft Landkreis Harburg e.V. sowie Wolfsberater des NLWKN hielt den eineinhalbstündigen Vortrag. Die Veranstaltung war gut besucht. Er ging auf die aktuelle Rechtslage ein, betonte nochmals die Wichtigkeit des Wolfmonitorings und lobte die Kreisjägerschaft für die hohe Beteiligung an dieser. 

Auch stellte er das Wildtier Wolf vor und warnte insbesondere davor, den Wolf, wie im Tierpark oder als Kuscheltier wahrzunehmen. Dem Wolf ist wie allen anderen Wildtieren mit Abstand und Respekt zu begegnen. Hier machte Wegner noch einmal auf die Umwelt- und Naturbildungsinitiative der Kreisjägerschaft, dem Wolf-Info-Mobil, aufmerksam. Im Oktober und November waren die Nutztierrisse im Landkreis Harburg angestiegen. Die Anzahl der Nutztierrisse bei denen der Wolf als Verursacher feststeht oder vermutet wird beläuft sich seit Januar 2025 insgesamt 20 Vorfälle, bei denen diverse Tiere getötet und verletzt wurden. 

Wichtig ist es, alle Nutztierrisse zu melden. Nur so kann ein realistisches Bild solcher Vorfälle gezeichnet werden. Die Notfallnummer für Weidetierhalter lautet. 0511-36651500.

Sichtungen oder Bildaufnahmen von Wölfen können von jedermann unter wolfsmonitoring.com gemeldet werden. Diese Meldungen helfen den Wolfsbestand in Niedersachsen korrekt und transparent zu erfassen und realistisch zu bewerten. 

Dies ist auch per App Wolfsmeldungen Niedersachsen möglich. 

In den letzten zwei Jahren haben allein im Landkreis Harburg 32 Schafhalter ihre Tierhaltung endgültig aufgegeben. 

Wenn man mit den Menschen hier bei uns im ländlichen Raum spricht, fühlen sich viele Betroffene von der Politik nicht ernst genommen und nicht verstanden. 

Möglich Entschädigungszahlungen lösen nicht das grundlegende Problem. 

Der Bestand an Wölfen in Niedersachsen ist laut aktuellen Monitoringzahlen größer als der Bestand in ganz Skandinavien. 

Der Wolf hat auch in Niedersachsen den sog. Günstigen Erhaltungszustand erreicht. Er ist also vereinfacht gesagt nicht mehr vom Aussterben bedroht. 

Der Grauwolf an sich steht bereits seit 2007 in Europa nicht mehr auf der roten Liste bedrohter Tierarten.

Weitere Informationen sind unter Wolfsmonitoring.com zu finden.

Bernard Wegner

Foto: privat

Musikalischer Auftakt in die Adventszeit in der St. Marienkirche in Winsen/Luhe am 29.11.2025

Traditionell läuteten das Orchester Just in Time sowie die Jagdhornbläser aus Winsen/Luhe und Bütlingen mit einem festlichen Konzert in der St. Marienkirche, die diesjährige Adventszeit ein. Für die Gesamtleitung zeichnete Günther Härtel in bewährter Weise verantwortlich. Die Kirche war schon rechtzeitig vor Beginn restlos gefüllt. Mit dem Signal Sammeln wurde das Konzert eröffnet. Nach der Begrüßungsrede durch Günther Härtel hat Herr Pastor Kalmbach in seiner Begrüßung auf die Bedeutung der Adventszeit, das Warten auf die Ankunft des Christkindes und die damit verbundene Zeit der Besinnlichkeit, hingewiesen und erinnert. Die Jagdhornbläser aus Winsen und Bütlingen, unter der Leitung von Georg Samoylenko, präsentierten u. a. mit dem „Waldchoral“, der „Ehrenfanfare“ und dem „Jägermarsch Nr. 3“ ihr Können auf eine virtuose Weise, die weit über das Blasen bekannter Jagdsignale hinausgeht. Dann eröffneten die Jagdhornbläser unter der Leitung von Georg Samoylenko mit der „Hegewaldfanfare“ den konzertiven Part der festlichen Veranstaltung. Das Orchester Just in Time, welches von Silas Domrös dirigiert wurde, präsentierte im ersten Teil beschwingte Klassiker. Im zweiten Block wurden sehr zur Freude der Zuhörer international bekannte Songs vorgetragen. Hiernach gab es 3 Solis, ein wahrer Ohrenschmaus, Trompete/ES-Horn/Posaune, gespielt von Georg Samoylenko mit Orgelbegleitung von Henning Trost. Nochmals begeisterten die Jagdhornbläser/innen, gefolgt von Just in Time mit ihren Vorträgen. Das Finale wurde mit Tochter Zion gespielt, wo alle Besucher/innen kräftig mit einstimmten. Das Signal „Auf Wiedersehen“ erklang zum Abschluss des Konzertes mit den Wünschen auf eine besinnliche und festliche Weihnachtszeit.

Bernard Wegner

Auf dem Bild ist die gesamte Teilnehmerschaft der Basisprüfung im Jagdhornblasen zu sehen Foto: privat

Basisprüfung zur Erlangung der Hornfesselspange für Anfänger

Wie sehr schmeichelt es unsere Ohren und streichelt die Jägerseele, wenn sich am Ende einer anstrengenden und erfolgreichen Jagd die Jagdhörner erheben und die Strecke verblasen. Dabei wird jeder Wildart mit einem eigenen Signal gedacht. Jagd vorbei und Halali folgen und mit dem bekannten „Zum Essen“ begibt sich die Jagdgesellschaft zum Schüsseltreiben.

Damit dieser musikalische Teil jagdlicher Tradition nicht verblasst und immer seltener wird, bemühen sich die Jagdhornbläsergruppen innerhalb der Jägerschaft des Landkreis Harburg schon seit Jahren intensiv um bläserischen Nachwuchs.

Das positive Ergebnis war am 23.10.2025 bei der Prüfung zur Erlangung der Hornfesselspange in Kupfer zu hören.

Bei der durch die Bläsergruppe Estetal organisierten Veranstaltung stellten sich 20 Bläserinnen und Bläser aus sechs Bläsergruppen der KJS Harburg der Fachjury unter der Leitung von Wolfgang Baumgärtner (Kreisobmann für das Jagdhornblasen).

Nach Ziehung der Lose stellten sich die 20 Einsteigerinnen und Einsteiger im Einzelvortrag der Jury. Nun galt es fünf Jagdsignale aus zehn festgelegten Tot- und Leitsignalen so vorzublasen, dass die Jury das Signal eindeutig erkennen kann.

Diese Hürde wurde trotz hoher Nervosität von allen teilnehmenden Bläserinnen und Bläsern gemeistert. Alle Teilnehmenden durften die begehrte Hornfesselspange aus der Hand des Hegeringleiters Wilhelm Meier neben der Teilnahmeurkunde der Landesjägerschaft Niedersachsen entgegen nehmen. Auch wenn es nicht gefordert war, konnten die Teilnehmenden mit dem Signal „Zum Essen“ den gemütlichen Teil des Abends einläuten. Wenn sich die bestehenden Bläsergruppen weiterhin so intersiv um den Bläsernachwuchs in ihren Jägerschaften kümmern, werden wir auch in Zukunft diese wunderbare Tradition der grünen Zunft erhalten.

Dank gilt der Familie Wiechern/Bösch für die Vorbereitung und die tolle Örtlichkeit.

Peter Kasper