Hegering Wietzendorf
Ferienspaß beim Hegering Wietzendorf: Begeisterte Kinder entdecken die Natur
Bei bestem Sommerwetter erlebten rund 25 Kinder im Rahmen der Ferienspaß-Aktion des Hegerings Wietzendorf am 3. Juli in Meinholz einen abwechslungsreichen und lehrreichen Vormittag in der Natur. Die Jäger hatten verschiedene Stationen vorbereitet, die die Kinder zwischen sechs und zehn Jahren zu Fuß ansteuerten.
An den einzelnen Stationen erfuhren die Kinder Wissenswertes über die heimische Flora und Fauna. Mit viel Begeisterung meisterten sie ein Naturquiz, bei dem Pflanzen und Früchte bestimmt sowie Baumrinden und Jahresringe erkannt werden mussten. Besonders beeindruckt zeigten sich die Jäger vom großen Wissen der Kinder über die heimische Natur.
Für einen heiteren Moment sorgte das Infomobil der Landesjägerschaft: Ein Marder wurde von einem Kind kurzerhand als Erdmännchen identifiziert – eine Tierart, die in der Region bekanntlich eher selten anzutreffen ist. Die Szene sorgte bei allen Beteiligten für ein herzliches Lachen.
Den gelungenen Vormittag ließen die Kinder auf der Drewes Ranch in Meinholz gemütlich ausklingen. Bei Bratwurst und Eis sowie einem bunten Freizeitangebot mit Trampolin, Slackline, Klettermöglichkeiten und der Gelegenheit, Tiere zu streicheln, kam keine Langeweile auf.
Hegeringleiter Michael Becher bedankte sich bei den Betreuern und herzlich beim Ehepaar Klaus Drewes für die Möglichkeit, die Veranstaltung auf der Ranch durchführen zu dürfen. Becher zog ein rundum positives Fazit: „Es ist schön zu sehen, mit welchem Interesse und welchem Wissen die Kinder unserer Natur und Umwelt begegnen. Das macht Hoffnung und motiviert uns, solche Angebote auch künftig anzubieten.“
Alexander Wurst
Hegering Wietzendorf
Mehr als nur Gatterarbeit
Am 16. Juni 26 erreichte mich über meinen Hegering Wietzendorf die Einladung zum Besuch des Schwarzwildgatters am Samstag den 4. Juli ab 1000 Uhr. Ein Angebot für die gesamte Jägerschaft, denn wie sich später herausstellen sollte, wurden vier Hegeringe eingeladen.
Wie arbeitet eigentlich ein Schwarzwildgatter? Welche Bedeutung hat es für die Ausbildung unserer Jagdhunde, und warum ist diese Arbeit auch für Nicht-Hundeführer interessant? Antworten auf diese Fragen gab eine Informationsveranstaltung im Gatter Hermannsburg. Eingeladen hatte Gattermeister und Nachsuchenführer (HS) Frank Dahlem. Sein Angebot richtete sich ganz bewusst nicht nur an Hundeführer, sondern an alle interessierten Jägerinnen und Jäger. Insgesamt wurden also auch die angesprochen, die den Bedarf an Nasenleistung nicht selbst erbringen können, um Einblicke in die Arbeit des Gatters, die Ausbildung und die Bedeutung gut eingearbeiteter Jagdhunde für eine waidgerechte Jagd zu vermitteln.
Als Teilnehmer hat mich besonders beeindruckt, mit welchem Engagement Frank Dahlem seine jahrzehntelange Erfahrung weitergibt. Persönlichkeiten mit einem so großen Erfahrungsschatz sind für unser Jagdhundewesen von unschätzbarem Wert. Dass sie bereit sind, ihre Zeit ehrenamtlich zu investieren und Wissen an andere weiterzugeben, ist keineswegs selbstverständlich. Umso bedauerlicher war die geringe Resonanz. Trotz rund 450 Mitgliedern in den vier eingeladenen Jagdgemeinschaften nahmen letztlich nur zwölf Personen an der Veranstaltung teil. Gerade weil sich die Einladung ausdrücklich auch an Nicht-Hundeführer richtete, hätte dieses Angebot deutlich mehr Interesse verdient.
Schließlich profitieren wir alle von gut ausgebildeten Jagdhunden und einem besseren Verständnis ihrer Arbeit – unabhängig davon, ob wir selbst einen Hund führen oder nicht. Die Teilnehmer erlebten eine informative, praxisnahe und kurzweilige Veranstaltung mit vielen wertvollen Einblicken. Wir durften die Arbeiten von Hunden der verschiedensten Fachgruppen begleiten. So beobachteten wir die verschiedenen Temperamente von Brandel Bracke, Deutsch Drahthaar, Rauhaarteckel, Schwarzwildbracke, Weimaraner, Springer Spaniel, Deutsche Bracke und Hannoverscher Schweißhund – es war eine Lust.
Es bleibt zu hoffen, dass ähnliche Angebote künftig noch stärker angenommen werden. Das Engagement der Ausbilder, Hundeführer und Gattermeister verdient die Aufmerksamkeit und Unterstützung der gesamten Jägerschaft. Ich möchte mich an dieser Stelle beim gesamten Team des Schwarzwildgatters bedanken, denn ihr seid modern, engagiert und dem Tierschutz verpflichtet.
Waidmanns Dank
Martin Mertens