Bei Jungjägern, Ausbildern und Vorstandsmitgliedern machte sich nach der bestandenen Prüfung Erleichterung breit (Foto: Petra Siebert)

Dem Wild mit Respekt und Verantwortung begegnen – Jungjägerausbildung bei der Jägerschaft Münden

„Die Jagd ist kein Freizeitvergnügen, das man nach Belieben an- und ausschalten kann. Sie ist eine Lebenshaltung“. Das machte Michael Rothmeyer, Vorsitzender der Jägerschaft Münden, während einer Feierstunde zu Freisprechung der Jungjäger deutlich. „Verantwortung bedeutet, dem Wild mit Respekt zu begegnen, die Waidgerechtigkeit einzuhalten und für einen gesunden Lebensraum zu sorgen.“

Nach neun Monaten intensiver Ausbildung in Theorie und Praxis haben alle 15 Teilnehmer des Jungjägerlehrgangs der Jägerschaft Münden erfolgreich ihr „Grünes Abitur“ bestanden. Mit einer Durchschnittsnote von 2,4 konnten die angehenden Jägerinnen und Jäger ihre Prüfungen abschließen.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf dem vereinseigenen Gelände Rattbach überreichte der Vorsitzende der Jägerschaft Münden, Michael Rothmeyer, erstmals in seiner neuen Funktion die Jägerbriefe an die Absolventen. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie vom Bläserkorps der Jägerschaft.

Lehrgangssprecherin Nina Gerstenberg nahm stellvertretend für alle Teilnehmer den traditionellen Jägerschlag von Rothmeyer entgegen. Damit wurden Birger Christoph Benz, Claas Hinrich Echtermeyer, Wayne Gerstenberg, Finn Henze, Jens Hiddersen, Markus Ermer, Nils Mewes, Veronika Moskofidou, Niklas Muhl, Martin Björn Nemeth, Günter Jürgen Plny, Carsten Klaus Rund, Johann Luca Struck, Simon Maximilian Ulm sowie Nina Gerstenberg offiziell in die Reihen der örtlichen Jägerschaft aufgenommen.

Besonders ausgezeichnet wurden die besten Absolventen des Lehrgangs. Markus Ermer erreichte mit einem Notendurchschnitt von 1,6 den ersten Platz und erhielt dafür einen freien Rehbockabschuss im Stadtwald. Jens Hiddersen schnitt ebenfalls mit der Note 1,6 als Zweitbester ab. Niklas Muhl belegte mit einem Durchschnitt von 1,8 den dritten Platz. Beide erhielten einen Gutschein eines Jagdausstatters.

Die vergangenen Monate verlangten den Teilnehmern einiges ab. Insbesondere die letzten Wochen vor der 14-tägigen Prüfung seien von Anspannung, „Schweiß und Tränen“ geprägt gewesen. Während des neunmonatigen Lehrgangs standen zweimal wöchentlich Theorie- und Praxiseinheiten auf dem Programm. Vermittelt wurden unter anderem Jagdbetriebslehre, Wildtierkunde, Jagdrecht, Waffenkunde, Unfallverhütung, Naturschutz und jagdliches Brauchtum. Ergänzt wurde die Ausbildung durch praktische Übungen wie Revierbegehungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Waffenhandhabung und der Schießausbildung, die bereits ab der zweiten Ausbildungswoche begannen und einen wichtigen sicherheitsrelevanten Bestandteil des Lehrgangs bildeten. Für die einzelnen Ausbildungsbereiche standen elf Ausbilder der Jägerschaft Münden zur Seite.

In seiner Ansprache dankte Michael Rothmeyer außerdem dem gesamten Ausbilderteam für dessen Engagement und überreichte kleine Präsente. Gleichzeitig gratulierte er den frischgebackenen Jägerinnen und Jägern zur bestandenen Prüfung und erinnerte nochmals an die Verantwortung, die mit der Jagd verbunden ist.

Auch Lehrgangssprecherin Nina Gerstenberg richtete im Namen aller Absolventen einige Worte an den Vorstand und die Ausbilder. „Wir begegnen dem Wild mit Respekt und Verantwortung“, versprach sie. Außerdem dankte sie den Ausbildern für deren Einsatz und Mühe. Als Zeichen der Anerkennung überreichten die Jungjäger dem Ausbilderteam ebenfalls kleine Präsente. Petra Siebert

Petra Siebert