Foto: Martin Klug

Ferienprogramm im Hünzinger Sunder verbindet Naturerlebnis, Wissen und jede Menge Spaß

Wie spannend der Wald sein kann, wenn man ihn mit allen Sinnen entdeckt, konnten 17 Kinder am 29. Juli bei einer Waldrallye im Hünzinger Sunder erleben. Im Rahmen des Ferienprogramms hatten der Hegering Walsrode gemeinsam mit dem Hegering Kirchboitzen und dem Hegering Stellichte zu einem abwechslungsreichen Nachmittag in der Natur eingeladen.

Die Organisatoren begrüßten die Kinder am Nachmittag, anschließend machten sich die Teilnehmer in kleinen Gruppen auf den Weg über einen Rundkurs mit insgesamt sieben Stationen. An jeder Station wartete eine neue Aufgabe, bei der es etwas zu entdecken, auszuprobieren oder zu lernen gab.

Am Infomobil konnten die Kinder verschiedene Tierpräparate aus nächster Nähe betrachten und mehr über die heimische Tierwelt erfahren. An einer weiteren Station ging es um die Landwirtschaft: Was wächst eigentlich auf unseren Feldern und welche Tiere ernähren sich davon? Kreativität und Geschick waren beim Ast-Puzzle gefragt, bei dem die Kinder aus einzelnen Ästen wieder ein zusammenhängendes Bild zusammensetzen mussten.

Besonders spannend war auch die Hundestation am Wasser. Dort konnten die Kinder erleben, was ein Jagdhund leisten kann und für welche Aufgaben Hunde eingesetzt werden. Bei einer weiteren Station waren dann die eigenen Sinne gefragt: Mit verbundenen Augen ertasteten die Kinder einen Baum und mussten ihn anschließend unter den anderen Bäumen wiederfinden. In Fühlkästen galt es außerdem, verschiedene Gegenstände allein durch Tasten zu erkennen.

Zum Abschluss beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, was eigentlich in den Wald gehört und was dort nichts zu suchen hat. Dazu mussten sie in einem abgegrenzten Bereich verschiedene Dinge finden und anschließend gemeinsam einordnen, was natürlich im Wald vorkommt und welche Gegenstände keinesfalls in der Natur zurückgelassen werden sollten.

„Es war schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder bei der Sache waren“, berichten die Organisatoren. Auch für die neun Betreuerinnen und Betreuer – zwei aus Kirchboitzen, einer aus Stellichte und sechs aus dem Hegering Walsrode – war die Veranstaltung ein gelungener Nachmittag. Das Wetter spielte ebenfalls mit: Während es außerhalb des Waldes bereits sommerlich warm war, boten die Bäume im Hünzinger Sunder angenehme Temperaturen.

Nach der Waldrallye klang der Nachmittag bei Bratwurst und kalten Getränken gemütlich aus. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Teilnahmemedaille als Erinnerung an den gemeinsamen Nachmittag.

Am frühen Abend wurden die Kinder von ihren Eltern wieder abgeholt – satt, müde und mit vielen neuen Eindrücken. Die Waldrallye bot damit nicht nur jede Menge Spaß, sondern vermittelte ganz nebenbei auch Wissen über den Wald, seine Tiere und Pflanzen und darüber, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Natur ist.

Sonja Buchhop

Foto: Privat

HEGERING HODENHAGEN AUF BESONDERER ENTDECKUNGSTOUR DURCH DIE HEIDE

Einen außergewöhnlichen Tag erlebten am 9. August rund 40 Mitglieder des Hegerings Hodenhagen. Ausgangspunkt war der Schießstand in Krelingen, von dem aus die Teilnehmer mit zwei Kremserwagen, gezogen von Treckern, zu einer rund viereinhalbstündigen Fahrt über den Truppenübungsplatz „Sieben Steinhäuser“ aufbrachen.

Bei voller Heideblüte und strahlendem Wetter führte die abwechslungsreiche Tour durch eine beeindruckende Landschaft auf dem Truppenübungsplatz entlang der Schießbahnen 7- 12. Dabei gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch jede Menge Wissenswertes über die Geschichte, Natur und Besonderheiten des Truppenübungsplatzes. Für die zahlreichen Hintergrundinformationen und die fachkundige Begleitung sorgte das Hegering-Mitglied Karl Friedrich Körner, Bundesförster a. D., der die Fahrt organisiert hatte, mit Bundesförster Michael Rickes und dem Feuerwerker aus der Kommandantur Christoph Ebel.

Zur Halbzeit der Tour erwartete die Teilnehmer am Achterberg eine willkommene Stärkung. Ein Cateringwagen stand dort mit Kaffee und Kuchen bereit und bot Gelegenheit, die bisherigen Eindrücke bei einer gemütlichen Pause Revue passieren zu lassen.

Als Dank für die Möglichkeit der Tour, wurden Christoph Ebel die von den Teilnehmern gesammelte Spende i.H.v. 275 € übergeben, die die Kommandantur diesmal dem Kindergarten in Bergen zukommen lässt.

Anschließend ging es mit den Kremsern zurück zum Schießstand in Krelingen. Voller neuer Eindrücke und schöner Erlebnisse klang der gelungene Tag dort bei einem gemeinsamen Grillen in geselliger Runde aus.

Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz, der Verpflegung und der Vorbereitung zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben.

Für die Mitglieder des Hegerings Hodenhagen war es ein rundum gelungener Ausflug, der Naturerlebnis, Heimatgeschichte und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verbunden hat.

Thorsten Meyer

Hegerings Ahlden/Aller

Revierrundfahrt

Die diesjährige Revierrundfahrt des Hegerings Ahlden/Aller führte zahlreiche Jägerinnen und Jäger sowie interessierte Gäste in das Revier Grethem. Auf Einladung der Mitjäger des Reviers erkundeten rund 40 Teilnehmer am ersten Juniwochenende die vielfältige Kulturlandschaft zwischen Heideflächen, Kiefernwäldern und Blaubeerplantagen.

Zum Auftakt stellte Revierpächter Jens Schulze auf dem Gelände des Blaubeerlandes Grethem das rund 650 Hektar große Jagdrevier vor. Anschließend ging es mit zwei Treckergespannen auf eine abwechslungsreiche Rundfahrt durch das Revier.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den vielfältigen Maßnahmen für Natur- und Artenschutz. Erste Station war ein eigens angelegtes Biotop zur Förderung der Turteltaube. Die Bestände des einst häufigen Vogels sind in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Das Gewässer und die umgebenden Strukturen bieten der bedrohten Art wertvolle Lebens- und Rückzugsräume. Das Projekt wurde durch die Bingo-Umweltstiftung unterstützt und genießt inzwischen überregionale Aufmerksamkeit.

Die Teilnehmer erhielten dabei Einblicke in die vielfältigen Aufgaben moderner Jagdausübung. Neben der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wildbeständen gehört heute vor allem die Hege von Lebensräumen zu den zentralen Aufgaben der Jägerschaft. Durch die Anlage von Biotopen, die Pflege von Waldrändern und die Förderung strukturreicher Landschaften leisten Jäger einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Die Fahrt führte weiter durch die charakteristischen Kiefernbestände und vorbei an den für die Region typischen Blaubeerplantagen. Ziel war schließlich die 128 Hektar große Enklave Hörem, das Herzstück des Revieres. Inmitten einer beeindruckenden Landschaft kamen die Teilnehmer zum traditionellen Gruppenfoto zusammen, nachdem die Bläser des Hegerings mit mehreren Jagdsignalen den besonderen Rahmen der Veranstaltung unterstrichen hatten.

Den Abschluss fand die Revierrundfahrt auf dem Blaubeerhof Badenhop. Bei Grillgut und kühlen Getränken bot sich Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Wildtiermanagement, Naturschutz und die Eindrücke des Tages. Gleichzeitig wurden bestehende Kontakte gepflegt und neue geknüpft.

Die gelungene Veranstaltung machte deutlich, dass Jagd heute weit mehr bedeutet als die Ausübung des Waidwerks. Hege, Artenschutz und die Verantwortung für eine vielfältige Kulturlandschaft sind wesentliche Bestandteile einer modernen und nachhaltigen Jagd. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer zeigten, dass diese Botschaft bei der Revierrundfahrt in Grethem eindrucksvoll vermittelt werden konnte.

Thorsten Meyer

Hegering Walsrode

Hegering Walsrode erkundet heimische Reviere

Zu einer abwechslungsreichen Revierrundfahrt hat der Hegering Walsrode auch in diesem Jahr seine Mitglieder eingeladen. Mehr als 30 Jägerinnen und Jäger trafen sich am Sonntag, 7. Juni, am Schützenhaus in Borg, um mit zwei Treckergespannen verschiedene Reviere des Hegerings kennenzulernen und interessante Einblicke in Jagd, Forstwirtschaft und Landwirtschaft zu erhalten.

Erste Station war das Revier Cordingen. Dr. Gerd Höher erläuterte dort die Herausforderungen des modernen Waldumbaus. Anhand von Kalamitätsflächen, die durch Windwurf und Borkenkäfer stark geschädigt wurden, zeigte er auf, wie ein klimaangepasster und zukunftsfähiger Mischwald entstehen soll.

Anschließend führte die Tour in die Eigenjagd Hogrefe. Gerrit Hogrefe informierte die Teilnehmer über den Anbau von Kartoffeln und Zwiebeln. Dabei beantwortete er zahlreiche Fragen rund um Düngung, Bewässerung sowie die Beikrautbekämpfung und gab interessante Einblicke in die heutige landwirtschaftliche Praxis.

Weiter ging es in die ruhigen Bereiche des Borger Reviers. Hermann Norden stellte dort unter anderem die Spuren des inzwischen wieder heimischen Bibers im Bereich der Borger Burg vor. Außerdem präsentierte er die extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen am Ufer der Böhme nahe des Borger Stegs und erläuterte deren Bedeutung für Natur- und Artenschutz.

Zum Abschluss führte ein kurzer Abstecher in das Revier Lohheide, das ebenfalls von Hermann Norden betreut wird. Hier erhielten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in die bewegte Geschichte der ehemaligen EIBIA-Anlagen und der heutigen Lohheide.

Nach rund dreieinhalb Stunden kehrte die Gruppe zum Schützenhaus in Borg zurück. Bei Kaffee und Kuchen wurde die Zeit bis zum gemeinsamen Grillen überbrückt. In geselliger Runde klang der Tag mit gutem Essen und vielen anregenden Gesprächen aus.

Der Hegering Walsrode bedankt sich herzlich bei den Revierinhabern und Organisatoren für die gelungene Veranstaltung und die interessanten Einblicke in die vielfältigen Aufgaben von Jagd, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz.

Sonja Buchhop