Jochen Wemken hatte in diesem Jahr die besseren Nerven!

Beim traditionellen Bläserpokalschießen auf der Friesenschanze zeigten die Jagdhornbläser einmal mehr, dass sie nicht nur musikalisch, sondern auch jagdlich treffsicher sind. Mit der Flinte traten die Teilnehmer in den Disziplinen Trap und Kipphase an – ein Wettbewerb, der sportlichen Ehrgeiz und gelebte Brauchtumspflege im Ammerland vereint.

In diesem Jahr konnte sich Jochen Wemken eindrucksvoll durchsetzen. Mit 12 Wurfscheiben und 6 Kipphasen erzielte er das beste Ergebnis und gewann damit den begehrten Wanderpokal.

Das Bläserpokalschießen ist ein fester Bestandteil der jährlichen Aktivitäten der Jagdhornbläsergruppe Ammerland. Es zeigt die Vielseitigkeit der Gruppe – ob mit dem FürstPlessHorn, dem ParforceHorn oder der Flinte.

Die Bläsergruppe Ammerland bedankt sich für den reibungslosen Ablauf bei den Betreibern der Friesenschanze Felde – ganz besonders bei Gerd und Bernd.

Jürgen Mayer

Foto: Privat

Ansitz auf Schwarzwild im Hegering Emmerthal 2026

Am 1. August 2026 fuhr eine kleine Abordnung des Hegeringes Rastede Nord zum Ansitz auf Schwarzwild in den Hegering Emmerthal. Emmerthal ist eine Gemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Die schon seit Jahrzehnten andauernde freundschaftliche Beziehung zwischen dem Hegering Rastede Nord und dem Hegering Emmerthal sollte weiter ausgebaut werden und so hatte Hegeringleiter Eike Christian Gruppe bis zu acht Jäger aus dem Norden zum Ansitz auf Schwarzwild eingeladen. Leider konnte in diesem Jahr, aus beruflichen oder privaten Gründen, nur eine „kleine Abordnung“ diesen Termin wahrnehmen. Bei dieser Jagd haben auch revierlose Jäger des Hegeringes Rastede Nord die Möglichkeit einmal auf Schwarzwild anzusitzen umso Kontakt mit den jeweiligen Revierinhabern zu bekommen.

In Fahrgemeinschaften ging es in Richtung Emmerthal. In Emmerthal angekommen, wurden erst einmal die Zimmer im Gasthaus „Zum Ruhberg“ bezogen. Um 18 Uhr wurde gemeinsam mit den jeweiligen Revierinhabern gegessen und es ergaben sich interessante Gespräche.  Im Anschluss an das Essen wurden die Jäger des Hegeringes Rastede Nord auf die Reviere verteilt und es erfolgte die jeweilige großzügige Freigabe. Bevor es allerdings auf den Ansitz ging, zeigten die Revierinhaber ihren Gästen die Reviere. Die Ammerländer Jäger bekamen so einen Eindruck von den Problemen, die das Schwarzwild in den landwirtschaftlichen Flächen anrichtet. Im Anschluss brachten die Revierinhaber ihre Gäste auf die jeweiligen Ansitzeinrichtungen. Geplant war es bis mindestens 1:00 Uhr anzusitzen. Ein Rasteder Jäger erlegte einen Frischlings Keiler und alle anderen hatten Schwarzwild im Anblick. Direkt im Anschluss an den Ansitz wurde die Strecke gelegt. Das Wetter und die Stimmung waren gut, so dass die Nachtruhe dementsprechend kurz ausfiel.

Hegeringleiter Lutz Wemken bedankte sich bei den Emmerthaler Jägern für die gute Organisation und lud 10 Hegeringmitglieder des Hegeringes Emmerthal zur revierübergreifenden Entenjagd am 10. Oktober 2026 in den Hegering Rastede Nord ein. Alle waren sich einig, dass an den gemeinsamen Jagden festgehalten werden soll, da es immer wieder schön ist sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Lutz Wemken

Zur Strecke kamen an diesem Morgen: 98 Rabenkrähen und eine Nilgans. Foto: Privat

Revierübergreifende Krähenlockjagd 2026

Am1. August veranstaltete der Hegering Rastede Nord die traditionelle revierübergreifende Krähenlockjagd zum Aufgang der Krähenjagdzeit. Die Jagd mit dem „freundlichen Lockbild“ auf die Rabenkrähe soll am Anfang der Jagdzeit interessierten Hegeringmitgliedern die Chance bieten, mit einem erfahrenen Jäger zusammen in einem Lockschirm, die Jagd aktiv zu erleben. Auch einigen revierlosen Jägern wurde so die Möglichkeit gegeben mit den jeweiligen Revierinhabern in Kontakt zu kommen und sich jagdlich zu betätigen. Voraussetzungen für die Teilnahme an der Jagd waren ein „Schießübungsnachweis Flinte“ und ein kompletter Tarnanzug. Ziel sollte es sein, dass in allen Revieren des Hegeringes die Lockjagd auf die Rabenkrähe flächendeckend durchgeführt wird, um den Bestand an Individuen zu reduzieren. Die jagdlichen Erfolge der vergangenen Jahre waren so groß, dass auch benachbarte Hegeringe diesen Termin in ihren Terminkalender übernommen haben.

Zur Strecke kamen an diesem Morgen: 98 Rabenkrähen und eine Nilgans. Die Strecke der Rabenkrähen war in den teilnehmenden Revieren recht unterschiedlich verteilt. Einige Reviere beklagten einen schlechten Flug, da es kaum noch Stoppelfelder gibt und somit die Futterplätze fehlen. Leider beteiligten sich auch nicht alle Reviere an diesem Jagdtermin. In einigen Revieren wurde aber auch im Vorfeld von der geänderten Ammerländer Schonzeit auf die Rabenkrähe Gebrauch gemacht. Diese Änderung erlaubt, dass Rabenkrähen, dort wo sie zu Schaden gehen, schon ab dem 1. Juli bejagt werden dürfen. Denn gerade am Anfang der Jagdzeit sind große Strecken erzielbar, da die Jungkrähen sich noch ziemlich dumm verhalten und gut auf das Lockbild zustehen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass auch im nächsten Jahr zum Aufgang der Jagdzeit auf die Rabenkrähe, revierübergreifend ein solcher Jagdtag auf Hegeringebene angeboten werden soll. Nächster Termin für diese Veranstaltung ist der 7. August 2027.

Lutz Wemken

(v.l.) Marcel Beim Graben, Thomas und Jannes Wagner, Lutz Wemken und Werner Philip.

Hegering Rastede Nord

Nistkastenbau mit dem Kindergarten Mühlenstraße

Am 29. Mai 2026 gingen einige Mitglieder des Hegeringes Rastede Nord in den Kindergarten Rastede an der Mühlenstraße, um mit den abgehenden Kindern Nistkästen zu bauen bzw. ihnen die Natur näher zu bringen. Die Kita-Leiterin Ulrike Schäring begrüßte die 40 wartenden Kinder mit ihren Vätern. Im Anschluss daran wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe baute zunächst vorgefertigte Meisennistkästen, der anderen Gruppe wurde mit altersgerechten Spielen die Flora und Fauna nähergebracht. Nach einer kleinen Kaffeepause wechselten die Kinder ihre Aufgaben.

Hegeringmitglied Werner Philip hatte an einem Stand präparierte Schädel vom Rehbock, vom Dam- und vom Rothirsch. Er erklärte den Kindern den Aufbau der Gehörn- bzw. der jeweiligen Geweihstange. Auch machte er darauf aufmerksam, dass alle Cerviden (Geweihträger) ihre Stangen einmal im Jahr abwerfen und diese dann wieder nachwachsen. Die Kinder konnten dies kaum glauben und auch bei einigen Eltern war das eine neue Erkenntnis. Nach so viel Theorie wurde dann erst einmal ein Tickerspiel gespielt, in dem ein Wolf die Rehe fangen sollte. Hierzu wurde in der ersten Runde nur ein Kind ausgewählt, dass den Wolf darstellen sollte. Die anderen Kinder waren die Rehe, die vor dem Wolf flüchteten. In einer weiteren Runde gab es dann viel mehr Fänger (Wölfe). Die Kinder stellten sehr schnell fest, warum der Wolf effizienter im Rudel jagt. Weiter waren an einer Leine Abbildungen von verschiedenen Käfern aufgehangen. Die Kinder konnten sich die Insekten in Becherlupen ansehen und den Fotos an der Leine zuordnen. In dem kleinen naturnahen Areal hatte Werner Philip im Vorfeld auch vier lebensgroße Abbildungen vom Reh, Dachs, Fuchs und Waschbär versteckt, die die Kinder suchen und bestimmen konnten. Zum Abschluss des Revierbeganges wurde das Spiel „Wer bin ich“ gespielt. Bei diesem Spiel wurden den Kindern Tierstimmen vorgespielt, die dann erkannt werden sollten.

Bei dem Bau der Nistkästen waren auch die Väter in der Pflicht ihre Sprösslinge zu unterstützen. Marcel Beim Graben, Lutz Wemken, Jannes und Thomas Wagner erklärten die Unterschiede zwischen Höhlen- und Halbhöhlenbrüternistkästen. Spielerisch wurde erarbeitet, welche Vögel wohl in Zukunft in ihren neuen Behausungen wohnen werden. Zusätzlich gab es noch Tipps zur Reinigung, zur Ausrichtung und Anbringung. So wurde z.B. zu jedem erstellten Nistkasten ein Aluminiumnagel mitgegeben, um bei einer Anbringung, an einem gesunden Baum, diesen nicht so zu schädigen. Die Kinder konnten ihre 40 selbst gebauten Nistkästen mit nach Hause nehmen, um sie an geeigneten Plätzen aufzuhängen. Einer der Nistkästen soll auf dem Kindergartengelände seinen Platz finden, um an die schöne Aktion zu erinnern.

Zum Abschluss kamen noh einmal alle zu einer Abschlussbesprechung zusammen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies eine informative Veranstaltung war, die nicht nur den Kindern vor Augen führte, in Zukunft aufmerksamer durch Feld und Flur zu gehen.

Lutz Wemken

Klaus Meyer, Leiter der Wildtierauffangstation, mit einem Steinkauz

Hegering Rastede Nord

Besuch der Wildtierauffangstation Rastede 

Am 6. Juni besuchte die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord die Wildtierauffangstation in Rastede. Es war ein Wunsch der Kinder und Jugendlichen mehr über die Arbeit der Station zu erfahren. Eingeladen waren zu diesem Termin auch die Eltern der Kinder. „Es gibt einige Berührungspunkte zwischen der Jägerschaft und der Wildtierauffangstation“, sagte Regina Wemken, Jugendobfrau des Hegeringes Rastede Nord. „Immer wieder tauchen hier in der Station auch jagdbare Tierarten auf“, sagte Wemken. Zudem werden die Jäger des Öfteren gefragt, wohin gefundene Tiere zur Versorgung gegeben werden können.

Klaus Meyer, Leiter der Wildtierauffangstation erklärte, dass sich unsere Landschaft stark verändert hat und sich die Lebensbedingungen für unsere heimischen Wildtiere drastisch verschlechtert haben. Auto- und Schienenverkehr, Verdrahtung unserer Landschaft, Hochspannungsleitungen, Stacheldraht, Fensterscheiben, Wintergärten, Windkraftanlagen, illegale Müllbeseitigung in der freien Natur, die immer stärkere Verwendung von Insektiziden und Pestiziden, sowie die Verölung unserer Meere und viele andere Faktoren haben zu dieser Situation geführt. Da wir Menschen die Verantwortung für die Natur bzw. die Umwelt haben, muss entsprechend gehandelt werden und den verunfallten Tieren geholfen werden.

Jährlich werden über 1.500 Tiere aufgenommen und versorgt. Ziel der Arbeit sei es, möglichst viele Tiere wieder in die freie Wildbahn auszuwildern, damit sie ihr natürliches Leben weiterführen können. Leider ist das nicht immer möglich, so dass manche Tiere auf Dauer in der Station verbleiben oder in öffentliche Hände, wie zoologische Gärten, Wild - und Vogelparkanlagen vermittelt werden. Auch wird ein Steinkauz-Nachzucht Projekt betrieben. Für das Projekt werden nicht wildbahntaugliche Elterntiere verwendet.

Der Leiter der Wildtierauffangstation wies darauf hin, dass gerade im Frühjahr immer wieder junge Tiere von wohlmeinenden Spaziergängern mitgenommen werden, obwohl kein Anlass dazu besteht. Vor allem junge Feldhasen und Rehkitze werden häufig „Opfer" dieser sicherlich gut gemeinten Tierliebe, weil sie ohne das Muttertier vermeintlich verlassen auf Wiesen oder Feldern hocken. Auch gibt es viele verletzte Tiere durch freilaufende Katzen, die gerade in der Brut- und Setzzeit großen Schaden in der Tierwelt verursachen.

Die Teilnehmer bekamen von Klaus Meyer bei der 2-stündigen Führung viele interessante Hintergrundinformationen. Alle konnten sich einen Eindruck über die aufgenommenen Tiere und die Räumlichkeiten der Station verschaffen. Der Stationsleiter bot dem Hegering bei Bedarf weitere Führungen an.

Lutz Wemken

Hegering Rastede Nord

Waldspiele 2026

Am Freitag, den 19. Juni 2026 fanden die Waldspiele der vierten Klassen der Grundschulen Hahn Lehmden und Kleibrok statt. Um 8:30 Uhr trafen sich 98 Kinder und ihre Lehrer mit einigen Mitgliedern des Hegeringes Rastede Nord auf dem Parkplatz des Naturbades Hahn Lehmden. Hegeringleiter Lutz Wemken begrüßte die Kinder, Lehrkräfte und Stationsleiter des Hegeringes. Nach den Jagdhorn-Signalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ starteten die Kinder in vierer, fünfer oder sechser Gruppen zu den 15 Stationen. Werner Grimm, Saskia Vogelpohl, Werner Philip, Franz Josef Fecker, Klaus Wöstehoff, Luna Wemken, Heike Eisold, Georg Hoffmann, Knut Hoppe, Birthe Hoffmann, Monika Janßen, Marlene Grimm, Karl Heinz Wemken, Ulf Wemken, Peter Bartz, Julia Wagner, Regina Wemken und Andrea Holzenkamp betreuten die einzelnen Stationen. Auf dem Programm standen die unterschiedlichsten Aktionen: von Geschicklichkeitsspielen, Gedächtnistraining, Umwelt- und Naturschutz, bis hin zum Erkennen von Tieren und Pflanzen war alles dabei. Zum Thema Umweltschutz wurde kontrolliert, ob das Papier der Bonbons, die vor den Spielen ausgehändigt wurden, noch in den Taschen der Kinder vorhanden war. Bei jeder Station war Teamarbeit gefragt. Es sollten möglichst viele Punkte für die Gruppe erarbeitet werden. Jedes Kind bekam am Ende der Veranstaltung ein Natur-Entdeckerheft und jede Lehrkraft einen Landesjagdbericht der Landesjägerschaft Niedersachsen ausgehändigt. Die Auswertung der Ergebnisse fand nach den Spielen statt, sodass die Platzierungen und die Teilnehmerurkunden der einzelnen Gruppen den Kindern am nächsten Schultag ausgehändigt werden.

Das Wichtigste ist, dass den Kindern die Spiele Spaß machen und wir sie so an die Natur heranführen können. Draußen gibt es spannende Dinge zu entdecken und viel Interessantes zu erleben. Die strahlenden Kinderaugen, die Begeisterung, mit der die Kinder von Station zu Station rennen und das fröhliche Jubeln am Ende der Spiele ist das, was unseren Hegering jedes Jahr von Neuem motiviert diese Waldspiele auszurichten“ sagt Lutz Wemken. Er bedankt sich noch einmal recht herzlich bei den zahlreichen Helfern, die sich teilweise für diesen Tag extra Urlaub genommen haben.

Lutz Wemken

Einige Teilnehmer des Vergleichsschießens

Hegering Rastede

Vergleichsschießen gegen den Hegering Jade 2026

Am 27. Juni 2026 fand das traditionelle Vergleichsschießen zwischen dem Hegering Rastede Nord und dem Hegering Jade statt. Auf dem Schießstand in Burwinkel wurden die Tontauben-Disziplinen Trap und Skeet geschossen. Allen Beteiligten wurde so die Möglichkeit geboten, den Schießübungsnachweis für die anstehenden Treibjagden zu erlangen. Denn seit der Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetz (NJagdG) ist ein Schießübungsnachweis für die Teilnahme an Gesellschaftsjagden für jeden Schützen verpflichtend.

Ab 1. Februar 2025 gilt die neue Durchführungsverordnung „Schießübungsnachweis“ zum NJagdG. Die zu erbringenden Übungen sind darin fest definiert.

Auf dem Schießstand oder Schießkino (keine Lasertechnik) sind mit der Büchse im Mindestkaliber .222 mindestens zehn Schuss abzugeben, davon mindestens fünf auf den laufenden Keiler.

Auf dem Schießstand sind mit einer Flinte im jagdlichen Kaliber fünfzehn Wurfscheiben mit Schrot zu beschießen.

Die Standaufsicht oder eine von ihr bestimmte, geeignete Person bestätigt die Teilnahme.

An diesem Vergleichsschießen nahmen 12 Schützen aus dem Hegering Jade und 21 Schützen aus dem Hegering Rastede Nord teil. Gewertet wurden die zehn besten Schützen jedes Hegeringes. Der Hegering Rastede Nord konnte dieses Vergleichsschießen für sich mit 1070 Punkten zu 1010 Punkten entscheiden. Die jeweils besten Einzelergebnisse waren:

  • Rainer Gramberg – Jade – 27/0 Tauben
  • Jens Könighaus – Jade – 27/2 Tauben
  • Lutz Wemken – Rastede Nord – 25/2 Tauben

Hegeringleiter Lutz Wemken bedankte bei den Schießobleuten und ihren Helfern für die gute Organisation während der Veranstaltung. „Dieser Termin trägt nicht nur dazu bei, die Schießfertigkeiten zu üben und zu verbessern, sondern sich über die Hegeringgrenzen hinweg auszutauschen“ sagte Wemken.

Lutz Wemken

ZU BESUCH BEIM KINDERGARTEN HOLLWEGE

...MIT DEM INFOMOBIL DER AMMERLÄNDER JÄGERSCHAFT

Mit großer Neugier und Begeisterung erkundeten die Kinder des Kindergartens Hollwege das Infomobil der Ammerländer Jägerschaft. Ausgestattet mit Präparaten heimischer Wildtiere gab es viel zu entdecken – und noch mehr zu fragen. Die Jägerinnen und Jäger wurden mit interessierten Fragen geradezu überschüttet.

Gerold Bruns (Hegeringsleiter), Heiko Haken (Mitglied des Vorstands der Ammerländer Jägerschaft) und Deike Kramer vom Hegering Westerstede gestalten das Programm für die jungen Naturbegeisterten. Dabei konnten junge Vertreter der Reviere ihr im Pädagogischen Lehrgang erworbenes Wissen anwenden und den Kindern die heimische Tierwelt sowie die Natur auf anschauliche und kindgerechte Weise näherbringen. Ein rundum gelungener Vormittag, der bei Groß und Klein die Freude an der Natur weckte.

Heiko Haken

Die Kids hatte wieder sehr viel Freude an ihren selbst gebauten Nisthilfen

Hegering Rastede

Ferienpassaktion 2026

Zusammen mit rund 45 Partnerinnen und Partnern hat die Jugendpflege der Gemeinde Rastede in den Sommerferien wieder ein umfassendes und abwechslungsreiches Programm, mit insgesamt 122 Aktionen, für Kinder und Jugendliche angeboten. Auch der Hegering Rastede Nord beteiligte sich an einer dieser Aktionen. Es sollten mit maximal 20 Kids, im Alter von 8 bis 14 Jahren, Meisennistkästen gebaut werden.

Zu Beginn der Aktion begrüßte Hegeringleiter Lutz Wemken die 18 wartenden Kinder mit dem Jagdhornsignal „Sammeln der Jäger“. Nach dem Ertönen des Signals war es mucksmäuschenstill und Lutz Wemken stellte die Helfer aus dem Hegering den Kids namentlich vor. Um sich erst einmal besser kennen zu lernen wurde das Spiel „Erkennen von Tierstimmen“ gespielt. Hierzu wurde mit verschiedenen Lockinstrumenten Laute von Tieren nachgeahmt und vorgespielt. Ziel sollte es sein, die Tierstimmen zu erkennen. Durch so ein Spiel am Anfang der Veranstaltung lernen sich die Teilnehmer schnell kennen und es herrscht eine lockere Atmosphäre.

Nach dem Spiel wurde besprochen, warum der Mensch überhaupt künstliche Nisthilfen den Vögeln zur Verfügung stellt. Die Kinder erfuhren von Höhlen- und Halbhöhlenbrütern, von Vögeln die lieber in Kolonien brüten und Vögeln die lieber ihr eigenes Revier für ihre Brut beanspruchen. Es macht z.B. keinen Sinn zu viele Meisennistkästen im eigenen Garten aufzuhängen. So etwas bringt nur unnötigen Stress für die Tiere. Aufhänge- und Reinigungstipps gab es zudem auch noch.

Nach dem theoretischen Teil ging es dann nahtlos zum praktischen Teil der Aktion über. Hierzu wurde jedem Kind ein Nistkastenbausatz gegeben, der erst einmal mit Handschleifpapier etwas bearbeitet werden sollte. In Zweiergruppen wurden dann die Nisthilfen zusammengeschraubt. Beim Einnageln der Fronten unterstützen die Helfer. Für jeden Nistkasten gab es noch einen Aluminiumnagel für die Befestigung an einem Baum. Solch ein Nagel schädigt den Baum in seiner Entwicklung nicht so sehr wie ein Eisennagel.

Da nach dem Bau noch etwas Zeit war, wurde noch ein Tiererkennungs- und Tickerspiel gespielt, bei dem die Kinder und selbst die Helfer sehr viel Spaß hatten. Lutz Wemken bedankte sich bei Daniel Splettstößer, Werner Philip, Saskia Vogelpohl, Julia, Jannes und Thomas Wagner für die gute Unterstützung während der ganzen Aktion. Zum Abschluss bekam jedes Kind noch ein Entdeckerheft, um sich zuhause noch etwas mit der heimischen Tierwelt zu beschäftigen.

Lutz Wemken