Über 50 Bläserinnen und Bläser haben in Eversen den Beginn des Jagdjahrs eingeläutet Foto: Salie

Anblasen des Jagdjahrs – Zu Gast bei der Jagdhornbläsergruppe Sülze

Zum traditionellen „Anblasen des Jagdjahrs“ im Frühling haben sich zahlreiche Jagdhornbläserformationen am 25. April in Eversen getroffen. Auf dem Gelände des Dorfkrugs gaben sich nicht weniger als sechs Hegeringe aus dem Landkreis Celle ein Stelldichein, um jagdliches Brauchtum, Musik sowie geselliges Beisammensein zu feiern – und das 30jährige Bestehen der Jaghornbläsergruppe Sülze, die zu diesem Abend eingeladen hatte.

So war es dann auch Harald Nünning, der Obmann der Sülzer Bläser, der die über 50 Musiker:innen zu Beginn beim gemeinsam vorgetragenen Signal „Sammeln der Jäger“ und einigen weiteren Stücken dirigierte. Es folgten Gruppenvorträge, die eine vielfältige Mischung aus jagdlichen Signalen, Märschen und Liedern zum Klingen brachten und für Abwechslung und gute Laune beim Publikum sorgten, das neben Jäger:innen auch viele weitere Gäste umfasste. Wilhelm Bruns von den Sülzer Bläsern moderierte auf humorvoll-informative Weise diesen musikalischen Ausflug in die Welt des Waidwerks und die rustikale wie köstliche Bewirtung durch das Team von Manfred Ottes Dorfkrug trug ihr Übriges dazu bei, diesen sonnigen Abend zu einem Erfolg werden zu lassen und das neue Jagdjahr gebührend einzuläuten. 

Sebastian Salie

Foto: Salie

Hegering Sülze

Aktuelle Tendenzen und informative Vorträge: Versammlung des Hegerings Sülze 

Am 15. April haben sich die Mitglieder des Hegerings Sülze zu ihrer jährlichen Versammlung in „Krooigers Schünn“ des Dorfkrugs Eversen getroffen. Neben aktuellen jagdlichen Entwicklungen, der Wahl des 1. und 2. Hegeringsvorsitzenden sowie des Schießobmanns standen Ehrungen und Vorträge rund um Waidwerk und Brauchtum im Mittelpunkt des Abends.

Nach der Begrüßung durch Hegeringleiter Robert von Kleist referierten der Vorsitzende Hans-Heinrich Matthies und Kreisjägermeister Helge John über jagdpolitische und jagdliche Tendenzen, wie etwa die erfolgreiche Demonstration der Jägerschaft am 30. Januar in Hannover, die Wichtigkeit einer hohen Beteiligung der Reviere bei der Wildtiererfassung oder den Rückgang der Schalenwild-Strecke.

Letztere lässt sich auch im von Ludger Otte vorgetragenen Streckenbericht für die Hegegemeinschaft erkennen: Gegenüber dem Vorjahr wurden mit 44 Stück Rotwild rund ein Fünftel weniger als im Vorjahr erlegt. Beim Schwarzwild beläuft sich der Rückgang mit 183 erlegten Sauen auf elf weniger als im Jagdjahr 23/24. Auch beim Rehwild ist eine Streckenverringerung zu verzeichnen: Diese beziffert sich bei 155 erlegten Stück Rehwild auf neun gegenüber dem letzten Jahr.

Dass die Jagd sich nicht nur an Abschusszahlen messen lässt, belegen die Berichte Robert von Kleists und der einzelnen Obleute: Gute Erfolge beim Drohneneinsatz zur Kitzrettung, erfolgreiche Brauchbarkeitsprüfungen zweier Jagdhunde sowie die vergangene wie auch die für diesen Sommer geplante Ferienpass-Aktion zeugen von einem regen Treiben im Hegering. Auch die Jagdhornbläsergruppe war und ist sehr aktiv: Sie ist mehrmals erfolgreich aufgetreten und hat dieses Jahr das traditionelle „Anblasen des Jagdjahrs“ ausgerichtet, zu dem Bläsergruppen aus dem gesamten Landkreis nach Eversen kamen. Der Hintergrund hierfür ist das dreißigjährige Bestehen der Sülzer Bläser. Dieses bot auch auf der Hegeringversammlung einen guten Anlass, die Entwicklung dieser Formation von den Anfängen bis heute Revue passieren zu lassen. Wilhelm Bruhns gestaltete einen Rückblick im Rahmen einer kurzen Präsentation aufschlussreich und amüsant.

Nicht weniger informativ war der andere Vortrag des Abends, wenngleich dieser einer ernsteren Thematik gewidmet war: Meike Luhmann, seit vielen Jahren bestätigte Schweißhund-Führerin, berichtete über ihre Erfahrungen bei der Ausübung dieser wichtigen Aufgabe. Besondere Relevanz erhielten Luhmanns Ausführungen dadurch, dass sie zahlreiche Hinweise für Jäger:innen enthielten, wie sie im Fall einer Nachsuche durch ihr eigenes Verhalten zu deren Erfolg beitragen können. 

Im Zuge der turnusmäßigen Wahlen des 1. und 2. Vorsitzenden wurden Robert von Kleist und Andre Buhr einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Buhr übernimmt zusätzlich – ebenfalls einstimmig gewählt – das Amt des Schießobmanns von Ingo Garmeister, der dieses aus persönlichen Gründen abigbt. Geehrt wurden für 25jährige Mitgliedschaft Rüdiger Cords, Sylke Krebs und Thomas Rose. Die Goldene Nadel für 40 Jahre erhielten Patrik Luhmann und Wolfgang-Michael Stute sowie für 50 Jahre Jürgen Mente. Aus der Jagdhornbläsergruppe erhielten die Gründungsmitglieder Irmgard Fromhage, Inge Winterhoff, Anne-Kathrin Gallus, Wilhelm Bruns, Manfred Otte, Volkhard Pohlmann und Reiner Winterhoff die LJN-Treuenadel in Gold für 30 Jahre Mitgliedschaft.


Sebastian Salie