Auf Messers Schneide

Der Bock liegt im Schuss und nach angemessener Ruhezeit kann das Stück geborgen werden – die „Rote Arbeit“ beginnt. Mit falschem Werkzeug und stumpfen oder verschmutzten Messern kann dies nicht nur zur Qual, sondern auch zur Verunreinigung des Wildbrets führen. Die Firma Dick-Messer gibt Tipps für langlebige, scharfe Klingen und eine sichere Handhabe. Ein hochwertiges Gewinnspiel gibt’s obendrein.

Nur sauberes und sicheres Arbeiten führt zu einem hochwertigen Lebensmittel (Foto: Kapuhs/LJN)

Auf die richtige Pflege kommt es an

Viele Jagdmesser mit Kunststoffgriffen sind durchaus spülmaschinengeeignet, jedoch ist die Reinigung in der
Spülmaschine wesentlich aggressiver als das Spülen von Hand. Hochkonzentrierte Reinigungsmittel, langes Verbleiben der Messer im heißen Dampf, aber auch Eiweiß- und Fleischreste sowie hoher Salzgehalt in der Luft oder im Wasser können auf den Klingen zu Flecken oder gar Korrosion führen. Deshalb sollten die Messer unmittelbar nach dem Schneiden von säurehaltigen Lebensmitteln sowie nach dem Kontakt mit Schweiß abgespült werden. Es empfiehlt sich eine Reinigung per Hand mit einem weichen Tuch und einem milden alkalischen Reinigungsmittel. Wischen Sie die Messer nach dem Reinigen sorgfältig trocken – so vermeiden Sie Flecken auf der Klinge. Sind dennoch derartige Flecken, hartnäckiger Schmutz und Korrosionsspuren vorhanden, lassen sie sich mit einem leicht scheuernden Schwamm oder mit handelsüblichen Stahlputzmitteln leicht entfernen. Ein Tipp aus der Rubrik „Omas Lebensweisheiten“ ist zum Entfernen von Flecken die Verwendung von Natron, das zum Beispiel in Backpulver enthalten ist.


Schneiden, nicht hacken

Messer sind zur Schneide hin dünn geschliffen und dürfen nur zum Schneiden verwendet werden. Auch wenn beispielsweise ein Ausbeinmesser es mit Kraftaufwand durch den Schlossknochen der starken Sau schaffen würde, schadet es jedoch der Klinge. Zum Hacken von Knochen und Ähnlichem ist ein Spalter das richtige Werkzeug, für das Schloss oder den Brustkorb ein Sägemesser.
 

Aufbewahren

Zur Aufbewahrung der Messer im Zerwirkraum empfehlen wir einen geeigneten Messerblock, eine Magnetschiene
oder einen anderen trockenen Platz, an dem die Klingen nicht aneinanderstoßen können. Die Aufbewahrung in
der Schublade ist nicht optimal, zumindest sollten die Klingen voneinander getrennt liegen, beispielsweise durch den Einsatz eines Klingenschutzes. Für den Transport der Messer im Jagd-Rucksack gibt es spezielle, praktische Rolltaschen, in denen die Messer und Werkzeuge sicher untergebracht und transportiert werden können.
 

Sicher ist sicher

  • für jeden Einsatz die richtige Messerform wählen
  • nicht zum eigenen Körper hinarbeiten
  • beim Zerwirken passende und richtige Schutzkleidung tragen (Schnittschutzhandschuhe)
  • auf trockene Hände und trockenen Messergriff achten
  • Messer nicht mit der Schneide nach oben ablegen
  • Messer nicht zwischen oder in Lebensmittel eingestochen ablegen, sondern sicher aufbewahren (Magnetschiene am Galgen)
  • Messer sicher vor Kindern aufbewahren
  • Messer nach jedem Gebrauch reinigen
  • Messer nicht im Wasser liegen lassen nicht nach fallenden Messern greifen Schneidwerkzeuge nicht zweckentfremden, z.B. als Dosenöffner gut geschärfte Schneidwerkzeuge verwenden: mit dem Wetzstahl regelmäßig
    schärfen; nach längerer Benutzung schleifen

Gewinnspiel

Gemeinsam mit der Firma Friedr. Dick GmbH & Co. KG verlosen wir ein Aufbrech- und Zerwirkset in einer robusten Rolltasche. Enthalten sind vier Messer mit auffälligem orangenfarbenem Griff: ein Aufbrechmesser, ein kurzes Ringelmesser, ein halbflexibles Ausbeinmesser und eine Knochensäge. Das Gewinnspiel startet am 23. August auf Instagram: https://www.instagram.com/ljn_landesjaegerschaft/