Hegering Altenoythe

Etwa ein Dutzend Jäger trafen sich am 09.02. zum 3. Biotoppflegetag des Hegerings Altenoythe.

Der Tag stand unter dem Thema Kopfweiden.

Eingangs erläuterte der Obmann für Naturschutz, Hermann Wreesmann die ehemalige Bedeutung der Kopfweiden als Rohstofflieferant für Flechtkörbe, Stiele oder Brennholz. Heute sind sie wichtige Hotspots der Artenvielfalt. Unterbleibt der Rückschnitt, brechen die Weiden auseinander und verlieren damit ihre wichtige Funktion für die Insekten- und Vogelwelt. Nicht weniger als 183 Insektenarten nutzen die Kopfweiden als Wohn- und Nahrungsbiotop. Die Insekten aber auch die vielen Höhlen in den Kopfweiden werden wiederum gerne von diversen Vogelarten von der Meise bis zur Stockente genutzt.  

Die beim Pflegetag anfallenden Weidenäste wurden überwiegend dazu genutzt an anderen Stellen neue Reihen aus Kopfweiden anzulegen. Die etwa 2,5 m langen, armdicken Stangen wurden dazu ca. 50-80 cm in die nasse Erde gesteckt. Schon im ersten Jahr werden sie dann nicht nur Wurzeln schlagen, sondern auch etwa 2-3 m lange Triebe ausbilden. 

Eine zweite Arbeitsgruppe war damit beschäftigt einen Röhrichtbestand zu sichern, der durch aufkommende Gehölze beschattet wurde und damit drohte zu verschwinden. Das angefallene Strauchwerk wurde aus dem Röhricht entfernt und seitlich aufgeschichtet. So soll es Deckung und Nistmöglichkeiten für die Vogelwelt und das Niederwild bieten. 

Nach getaner Arbeit stärkten sich die Jäger bei gegrillter Bratwurst und kalten Getränken. 

Mehr Infos: Heft-Kopfweide.QX

Hermann Wreesmann