Jägerschaft des Landkreises Uelzen e.V.

Brut- und Setzzeiten beim Mulchen von Randstreifen beachten

Derzeit präsentiert sich die Pflanzenwelt in üppigem Grün. Mit Feldbestellung und Grünlandschnitt haben die Landwirte alle Hände voll zu tun. Und gleich nebenan liegt die Kinderstube der wildlebenden Tierwelt. Allerorten wird junges Leben fürsorglich von den Elterntieren rund um die Uhr versorgt. Es erfüllt mit Freude und Dankbarkeit diese Fülle und diesen natürlichen Reichtum zu erleben, denn es ist ein Teil unseres natürlichen Erbes. Gleichzeitig bieten sich auch immer wieder schreckliche Bilder, wenn beispielsweise, wie jüngst in der Grafschaft entdeckt, Gelege von Bodenbrütern ausgemäht und vernichtet werden, so geschehen beim Mulchen eines Ackerrandstreifens neben einem Graben (siehe Fotos).

Besonderer Schutz gehört in der Brut- und Setzzeit dem heranwachsenden Wildtierleben. Nicht umsonst ist dies in den Landesnaturschutzgesetzen und dem Bundesnaturschutzgesetz ausdrücklich verankert. Das Ausmähen und Mulchen von Randstreifen neben Ackerkulturen und Wiesen fällt hier hinein, genauso wie die Leinenpflicht für Hundehalter.

Wenn diese Streifen gemulcht werden sollen, sind die Brut- und Setzzeiten unbedingt zu beachten. Die Jägerschaft bittet die Landwirte, mit dem Mulchen so lange zu warten, bis insbesondere Gelege gerade von Bodenbrütern wie dem Rebhuhn geschlüpft sind und das Jungwild auf die Läufe gekommen ist. Es ist unser aller Verpflichtung, im Sinne einer artenreichen Flora und Fauna schützend die Hand über junges Wildtierleben zu halten. 

Dr. Georg Eckel

Hegeringleiter Hinrich Helmke mit Gerd Feyer

Hegering IX Wieren-Wrestedt

Hegeringschießen 

Schießobmann Hans Hermann Moritz vom Hegering IX Wieren-Wrestedt lud am 04.05.24 alle Mitglieder des Hegerings zum jährlichen Schießen ein. Insgesamt folgen 18 Mitglieder dieser Einladung. Bei strahlendem Sonnenschein wurden zuerst die Skeet- und Trapstände bezogen um die Fertigkeiten mit der Flinte zu erproben. 15 Tontauben galt es als höchste Trefferzahl zu erlangen. Auf dem Kugelstand konnte der ein oder andere Schütze gleich seine Kenntnisse für die anstehenden Kreismeisterschaften erproben. 100 Meter angestrichen auf den Bock, 100 Meter liegend auf den Fuchs, 100 Meter freihändig auf den stehenden Keiler, sowie 60 Meter auf den laufen Keiler. Ein kleiner Wettkampfgedanke kam zum Ende auch auf, als es darum ging, wer die meisten Ringe beim laufenden Keiler erreicht. Diesen Pokal konnte Gerd Feyer mit 45 Ringen dieses Jahr mit nach Hause nehmen. Die Ehrenscheibe ging an Carsten Seeßelberg, der hier am besten traf. Das Hegeringschießen biete allen Mitgliedern die Möglichkeit ihre Fähigkeiten zu testen und sich auf die bevorstehende Jagdzeit vorzubereiten. Alle teilnehmenden Mitglieder konnten die Gelegenheit nutzen ihre Schießnachweise zu absolvieren, die Voraussetzung für die Teilnahme an Gesellschaftsjagden ist. Gegen späten Nachmittag sorgte der Hegeringleiter Hinrich Helmke noch für einen gemütlichen Abschluss mit Bratwurst und kalten Getränken. 

Anke Michaelis 

von links: Sven Schulz, Ulrich Penndorf, Hegeringleiter Jochen Becker Foto: Thomas Pöggel

Hegering Uelzen

Preisschießen Hegering Uelzen

Mit 26 Teilnehmern war das  Preisschießen des Hegerings 10 – Uelzen auf dem Schießstand der Jägerschaft Uelzen gut besucht. Es bestand die Möglichkeit, neben den Wurfscheibendisziplinen (Trap und Skeet), auf die 3 Wildscheiben Fuchs, Bock und Überläufer, sowie auf den laufenden Keiler schießen. Außerdem fand  ein Großkaliberschießen auf den laufenden Keiler statt. Für alle Teilnehmer und  war es möglich, einen Schießnachweis für Kugel und Schrot zu erwerben. 

Viele Teilnehmer nutzten auch die Möglichkeit Kontrollschüsse mit ihren Jagdwaffen abzugeben. Das beste Ergebnis in der Gesamtwertung erzielte Ulrich Penndorf mit 300 Punkten.

Die weiteren Ergebnisse bis Platz 10: 

2 Helmke Hinrich 295

3 Skupin Mark 280

4 Niebuhr Wilhelm 272

5 Misselhorn Uwe 271

6 Müller Michael 267

7 Stegmann Felix 264

8 Schulz Sven 262

9 Becker Jochen 261

10 Meyer Heinrich 254

 

 

Bester Schütze beim Großkaliberschießen auf den laufenden Keiler war Sven Schulz mit 45 von 50 Ringen vor 

Mark Skupin

45

Michael Müller

44

Wilhelm Niebuhr

42

Heinrich Becker

41

Felix Stegmann

41

Maike Post 

40

Karl-Heinz Salzbrunn

39

Heinrich Meyer

39

Daniel Schulz

37

Axel Gräfke

37

Rugart Post

37

Hinrich Helmke

37

Bei der abschließenden Siegerehrung konnte Hegeringleiter Jochen Becker diverse Wurst- und Schinkenpreise an die Teilnehmer vergeben. 

Thomas Pöggel

Jägerschaft des Landkreises Uelzen e.V.

Erfolgsprojekte: Kitzrettung aus der Luft und Feldhuhnprojekt

Die Kreisjägerschaft hält in ihrer Mitgliederversammlung, Mitte März, Rückblick auf das vergangene Jagdjahr. Nach der Begrüßung durch das Jagdhornbläserkorps und den Vorsitzenden der Jägerschaft, Karsten Meyer, bekamen zunächst die Gäste Gelegenheit ihre Grußworte der Jägerschaft zu überbringen: 

Zu den Gastrednern zählte der Bürgermeister der Stadt Bad Bevensen Jürgen Schliekau (CDU), der Landrat des Landkreises Dr. Heiko Blume, der Präsident der LJN und des DJV Helmut Dammann-Tamke, die Mitglieder des Nds. Landtags Jörg Hillmer (CDU) und Jan Henner Putzier (FDP) sowie MdB Anja Schulz (FDP). Was alle Gastredner über die Parteigrenzen hinaus einte, war das Thema Wolf. LJN- und DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke wurde in seinen Ausführungen konkret: Der Wolf sei zurzeit im Anhang IV der FFH-Richtlinie gelistet und somit streng geschützt. Es sei jetzt an der Bundesregierung, insbesondere Bundesumweltministerin Steffi Lemke endlich das umzusetzen was im Koalitionsvertrag steht. Ein Bestandmanagement für den Wolf, zu dem im Übrigen auch die EU-Kommission rate und den Schutzstatus lockern wolle. Eine darauf aufbauende Analyse sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Bestand zunimmt oder zumindest stabil sei. Um größere Spielräume beim Management zu haben, müsste der Wolf in den Anhang V der FFH-Richtline und zusätzlich in auf Bundesebene in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. 

Kreisjägermeister Heinrich Hellbrügge erläuterte die Strecke des vergangenen Jagdjahres. Mit 1990 Stück Schwarzwild ist das Streckenergebnis im Vergleich zum Vorjahr (1.469) wieder leicht angestiegen. Es ist aber nach wie vor wichtig im Hinblick auf die östlich annähernde Afrikanische Schweinepest (ASP) den Schwarzwildbestand niedrig zu halten. Beim Rotwild ist das Ergebnis mit 266 (im Vorjahr 281) Stücken leider noch weiter zurückgegangen. Hier, wie auch bei allen anderen Schalenwildarten schöpfe der Wolf einen nicht unerheblichen Teil ab. Das spiegelt auch das Streckenergebnis Rehwild mit 3.820 Stück wider, im Vorjahr waren es noch 4.036 Stück.   

In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende der Jägerschaft, Karsten Meyer, auf die wichtigsten aktuellen Jagdthemen ein. 

Mit großem Engagement konnten durch die Jäger über das Rebhuhnprojekt 463 Hühner ausgewildert werden. Es beteiligen sich immer mehr Unterstützer an diesem Projekt, so wurden mittlerweile schon 22 Brutboxen, 12 Aufzuchtboxen und 60 Aufzuchtvolieren durch die Jäger in Eigenleistung erstellt. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Jägerschaft bei der Nds. Bingo-Umweltstiftung, bei der Landesjägerschaft, dem Landkreis Uelzen, der Bürgerstiftung Bienenbüttel und vielen weiteren Unternehmen für die Förderung dieses Projektes.

Ein großes Anliegen ist den Jägern auch die Kitz- und Gelegerettung. So wurden im vergangenen Jahr durch mehrere Teams, ausgestattet mit mittlerweile 9 Drohnen mit Wärmebildkameras, 627 Wiesen/Äcker mit einer Fläche von 1899 ha überflogen. Dadurch konnten 344 Kitze, div. Hasen sowie Gelege von Fasan und Rebhuhn vor dem Mähtod gerettet werden. 

Nach Abhandlung der geschäftsführenden Regularien wurden unter dem Tagesordnungspunkt Ehrungen langjährige verdiente Mitglieder geehrt. Geehrt wurden mit der LJN-Vierdienstnadel in Bronze Dr. Klaus Freese und Karl Lüer.

Im Anschluss an die Versammlung hielt Nora Albers vom BUND einen interessanten Vortrag zur Rückkehr dieser scheuen Art in die heimischen Reviere. Die Wildkatze hat sich hier wieder angesiedelt. Sie ähnelt dem Aussehen graugetigerten Hauskatzen, aber, darauf wies Albers hin, sie lässt sich nicht anfassen. Der Naturbesucher solle nicht meinen sie sei eine ausgesetzte Hauskatze und versuchen sie einzufangen. Sie sei sehr wehrhaft, so Albers.

Regina Jähn

Hegering 10

Bericht über die Jahreshauptversammlung 2024 

Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläser berichtet der Vorsitzende der Jägerschaft, Karsten Meyer, über aktuelle jagdliche Themen. Insbesondere informiert er über die geplante Novellierung des Waffengesetzes, die Wildtiererfassung (im Hegering 10 beteiligen sich 100% der Reviere daran) den Schießübungsnachweis, Digitale Abschussplanung und Streckenerfassung ab dem 1.4.2024, das neue Mitteilungsblatt "Blattzeit" der Landesjägerschaft, den Schießübungsnachweis und die ASP-Präventation.

Für langjährige Mitgliedschaft werden auf der Versammlung geehrt:

Anwesend

Wilhelm Schulz           60 Jahre Mitgliedschaft

Ernst Gerlach              50 Jahre Mitgliedschaft

Hans-Joachim Hecker  50 Jahre Mitgliedschaft

Uwe Schlichting          50 Jahre Mitgliedschaft

In Abwesenheit geehrt

Ewald Müller                60 Jahre Mitgliedschaft

Joachim Porsiel            50 Jahre Mitgliedschaft

Axel Gräfke                 25 Jahre Mitgliedschaft

Bernd Tiede                25 Jahre Mitgliedschaft

Henry Wiemann          25 Jahre Mitgliedschaft

Hegeringleiter Joachim Becker gibt in seinem Jahresbericht einen Überblick über die Veranstaltungen des Vorjahres und den Streckenbericht des vergangenen Jagdjahres. Die Schwarzwildstrecke im Hegering ist im vergangenen Jahr mit 51 Stück leicht angestiegen nachdem sie im Jahr davor ihren langjährigen Tiefstand erreicht hatte. Der dreijährige Abschussplan für Rehwild wurde im ersten Planjahr zu gut 25 % erfüllt. Weiterhin berichtete er über den erfolgreichen Einsatz der angeschafften Drohne für die Kitzrettung und bedanke sich bei dem Team für die geleistete Arbeit. 

Der Vorstand hatte eine Erhöhung des Beitrages auf 15 € vorgeschlagen, um die gestiegenen Kosten abzudecken. Nach ausführlicher Diskussion und Abwägung der Alternativen beschießt die Versammlung einstimmig die Erhöhung des Jahresbeitrages von 10 € auf 20 €, um dem Hegering auch längerfristig eine gesicherte finanzielle Grundlage zu schaffen. 

Den Abschluss der Versammlung bildete ein gelungener Vortrag von Friedrich-Wilhelm Bauck über die Einarbeitung von Stöberhunden im Saugatter. 

Thomas Pöggel