Hegering Kutenholz

Lernort Natur – Ein Tag voller Entdeckungen

Am Freitag den 17.05. verwandelten sich der nahegelegene Wald und die Wiesen in einen lebendigen Lernort für 106 Schüler aus fünf Schulklassen der Grundschulen Mulsum, Kutenholz und Fredenbeck. An sechs verschiedenen Ständen tauchten die Kinder in die faszinierende Welt der Natur und Landwirtschaft ein. Henrik Schomaker, Leiter des Hegerings Kutenholzbegrüßte die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften. Jagdhornbläser spielten verschiedene Jagdsignale zur Begrüßung. 

Vielfalt der Themen

Die Stände boten ein breites Spektrum an Themen, die von engagierten Fachleuten anschaulich präsentiert wurden:


1. Imkerei: Hier lernten die Schüler alles über die Bienen und ihre wichtige Rolle im Ökosystem. Sie durften sogar einen Blick in einen echten Bienenstock werfen. Erklärt wurde der Zusammenhang zwischen Königin, Drohnen und Arbeiterinnen.


2. Raubwild: An diesem Stand, betreut durch Harald Wehrs und Andreas Herrmann, erfuhren die Kinder mehr über die verschiedenen Raubtiere in unserer Region. Präparate und Felle veranschaulichten die Unterschiede zwischen den Arten und ihre Lebensweisen. Ebenfalls würde darauf hingewiesen, welche Raubsäuger die Feld- und Wiesenvögel prädieren.

3. Wasserwild: Die Bedeutung von Feuchtgebieten und die dort lebenden Wasservögel standen im Mittelpunkt dieses Standes. Heiko Schümann erklärte den Kindern, warum in der Tierwelt die männlichen Entenarten immer imposanter sind als die Weibchen.  

4. Wald und Forst: Annika Faby erklärte den Schülern die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Sie lernten, wie wichtig der Wald für den Klimaschutz ist, welche Baumarten es gibt und wo sie Verwendung finden.

Annika hatte auch ihren kleinen Hund mit, dieser zog besondere Aufmerksamkeit auf sich.

5. Schalenwild: Nils Wölpern und Johann Bröhan erklärten unsere heimischen Schalenwildarten. Präparate, Decken und informative Tafeln gaben Einblicke in das Leben von Rehen, Damwild und Wildschweinen. Die Kinder waren besonders fasziniert von den großen Geweihen und Decken, welche sie auch in die Hand nehmen durften.

Johann Bröhan hatte eine kleine Anzahl Jagdhörner mit. Die Kinder erfreuten sich mit großer Begeisterung auch an dem Versuch das Jagdhorn zu blasen. 

6. Landwirtschaft: Im Bereich Landwirtschaft erklärte Ole Christiansen die Unterschiede von Gerste, Weizen und Hafer, und er berichtete, wofür die verschiedenen Sorten verwendet werden. „Aus Weizen wird leckeres Weißbrot.“

Ebenfalls wurden am Stand unsere Feldbewohner, wie Hase, Fasan und Rebhuhn ausgestellt und erklärt. Sowie die neuste Drohnentechnik zur Kitzsuche – dies erklärte Ole Christiansen.

Ein unvergesslicher Lerntag

Für die Schüler war der Tag ein spannendes Abenteuer. Die praxisnahen und interaktiven Stationen machten das Lernen zu einem Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. Wir sind uns einig, dass solche Exkursionen eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht sind und das Bewusstsein der Kinder für die Natur und ihre Bedeutung stärken. Im Anschluss an die informative Tour gab es für die Schüler noch ein Stück Obst und ein Getränk, welche großzügig gesponsert wurden. Dieser kleine Imbiss rundete den gelungenen Tag perfekt ab und sorgte für strahlende Gesichter.
 

Henrik Schomaker 

Jägertreff mit großem Willkommens- und Kennenlernabend

Am Dienstag, den 14.5.2024, fand der von Judith Bülte, Obfrau für den Jägertreff, geplante Willkommens- und Kennenlernabend der Jägerschaft Stade in Ohrensen statt.

„Da ich selbst weiß wie das ist, wenn man Jagdschein macht, aber leider keinen jagdlichen Hintergrund und dementsprechend auch keine Kontakte zu regionalen Jägern oder Revierinhabern hat, war es mein Wunsch, anderen Jägerinnen und Jägern bzw. Jungjägern den Weg ins Jagdleben zu erleichtern.“, sagt sie über ihre Motivation für dieses Engagement.

Der monatlich stattfindende Jägertreff mit verschiedenen Themen und Referenten soll die Jäger des Landkreises zusammenbringen, ein persönliches Netzwerk für Austausch und Projekte schaffen.

Der Einladung zu diesem besonderen Abend bei schönstem Sommerwetter waren der Vorstand der Jägerschaft mit Peter Hatecke als Vorsitzendem, Axel Schuldt im Amt des Kreisjägermeisters, Julia Seefried als Schriftführerin und Pressesprecherin und Christopher Jahnke als Schatzmeister der Jägerschaft gefolgt.

Den Anfang machten die Jagdhornbläser, die sich aus verschiedenen Jagdhornbläsergruppen des Landkreises zusammengefunden hatten, einen kleinen Teil ihres Repertoires vorstellten und alle musikalisch begrüßten.

Danach konnten sich alle am Grillbuffett stärken und erste Kontakte beim geselligen Zusammensitzen knüpfen.

Im Anschluss daran erläuterte der Vorsitzende die Struktur der Jägerschaft von der Bundesebene hinunter bis zu den Revierinhabern, um zu zeigen, dass die Jäger gut organisiert sind und sich austauschen. Der Vorsitzende der Bundes- und Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke, gehört ebenfalls der Jägerschaft Stade an.

Ebenso gekommen waren die Obleute der Jägerschaft. Gerd Bohmbach für die Jagdhundeausbildung, Katrin Böhn für die Jagdhornbläser, Dr. Peter Schneider für den Lernort Natur und Erwin Eichel für das Schießwesen.

Von jeder Sparte gab es außerdem interessante Informationen und der Anhänger vom „Lernort Natur“ mit Wildtierpräparaten der heimischen Wildtiere konnte angesehen werden.

Für die Wildtierrettung, die gerade im gesamten Kreis Stade in vollem Gange ist, erzählte Carsten Becker als einer der Organisatoren und lud jeden ein, einmal mitzugehen um Kitze, Hasen und Gelege mit der Drohne vor dem Mähtod zu retten.

Die Hegeringleiter bzw. deren Stellvertreter gaben wertvolle Tipps für Jungjäger und Jäger ohne Jagdmöglichkeit, wie sie helfen und in die Jagd einsteigen können. Denn Jagd ist vorwiegend Hege, um die Lebensbedingungen der Natur und der Tiere z.B. durch Heckenpflanzungen und das Anlegen von Blühstreifen an Feldrändern zu verbessern, wo Feldhühnern und Vögeln in der ausgeräumten Agrarlandschaft Futter und Schutz geboten wird.

Für angehende Jäger ist es auch wichtig das Brauchtum weiterleben zu lassen, indem das Jagdhornblasen erlernt wird und Hunde für die Jagd ausgebildet werden (z.B. Nachsuchen bei Verkehrsunfällen mit Wild) beides gern gesehen und die Grundlage für Kontakte zu Revierinhabern oder vielleicht eine Jagdeinladung. Es war ein sehr informativer und geselliger Abend.

Julia Seefried