Jägerschaft Landkreis Harburg e.V.

Umwelt- und Naturbildung zum Thema Wolf

Als Jägerschaft Landkreis Harburg e.V. sind wir mit unseren beiden Natur- und Umweltbildungsmobilen bestens ausgestattet. Neben den vielen anderen Aktionen der Jäger tragen wir im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zum positiven Image der Jägerschaft bei.

Mit dem Wolf-Info-Mobil besuchen wir nicht nur die Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen im Landkreis und darüber hinaus, sondern erhalten auch zahlreiche Einladungen zu Hoffesten, Dorffesten, Feuerwehrfesten u.v.m. auf denen wir den interessierten Besuchern über das Thema Wolf berichten.

Immer mehr Menschen nutzen diese Gelegenheiten, um uns Fragen zu stellen und um über eigene Erfahrungen z.B. bei Nahbegegnungen zu berichten. Auch werden wir nach entsprechenden Verhaltensregeln gegenüber dem Wolf gefragt. Der Informationsbedarf steigt jedes Jahr!

Im Jahr 2023 waren wir insgesamt an 50 Tagen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und unterwegs. Wir haben über 30 Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Oberstufen besucht und dabei über 1.250 Kindern und Jugendlichen Natur- und Umweltzusammenhänge sowie das Thema Wolf in Niedersachsen nähergebracht. Aufklärung zum Thema Wolf ist auch in Zukunft weiterhin notwendig und wichtig.

Es herrschen noch viele Missverständnisse zu diesem Thema. Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Dies kann in der Praxis zu unangenehmen und auch gefährlichen Situationen führen. Wenn Kindergärten oder Schulen in deren Nähe Wolfsichtungen hatten, werden wir mittlerweile angerufen und gebeten zu diesem Thema aufzuklären und Verhaltensregeln an die Kinder zu vermitteln. Zuletzt war dies in Ahlerstedt der Fall. In der unmittelbaren Nähe der Schule wurde ein Wolf gesichtet. Eltern und Schüler waren verunsichert. Die Lehrer wussten nicht, wie sie mit diesem Thema umgehen sollten. Da wir mittlerweile einen guten Bekanntheitsgrad haben wurden wir von der Schuldirektorin kontaktiert. Wir konnten die Lehrer zum Thema Wolf informieren und die Grundschulklassen an verschiedenen Tagen schulen. Wichtig hierbei; die Schulung „Verhaltensregeln“ gegenüber dem Wolf.

Auch In den Kindergärten und Schulen macht sich die wirtschaftliche Lage Deutschlands bemerkbar. Die Budgets der Schulen sind geschrumpft und die Beantragung von Geldern ist komplex. Dennoch ist es uns wichtig die Kinder und die Jugendlichen mit unserer Umwelt- und Naturbildung zu erreichen. Wir „arbeiten“ hier weiterhin ehrenamtlich und somit kostenfrei für die Kindergärten und Schulen. Wobei die Nachfrage kaum noch im Rahmen des Ehrenamtes zu bewältigen ist. Wir haben es im Laufe der Jahre geschafft an vielen Schulen ein fester Bestandteil im Sachkunde- oder Biologieunterricht zu sein und immer wieder angefragt zu werden. Viele Einrichtungen die uns als Jäger vor einigen Jahren noch abgelehnt haben begrüßen unsere Unterstützung in den Sachthemen. Auch haben die steigen Zahlen von Wolfsübergriffen dazu beigetragen, dass wir immer häufiger zum Thema Wolf angefragt werden.

Hier wird unser Wolf-Info-Mobil mittlerweile von der Landwirtschaftskammer NDS und dem Wolfsbüro des NLWKN auf deren Webseiten empfohlen. Welches die Nachfrage noch weiter verstärkt hat. Das gemischte Konzept welches wir zum einen mit Spielen, Schaubildern und dem Wolf-Info-Mobil verfolgen kommt gleichermaßen gut bei den Kindern und Jugendlichen als auch bei Erziehern und Lehrern an. Hier ist es uns wichtig Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene neutral aufzuklären und Missverständnisse zu beseitigen.

Wir bieten zum Thema Wolf altersspezifische Lernkonzepte an. Von der Vorschulklasse, über die Grundschule bis hin zur Abiturklasse haben entsprechende Lehrmaterialien an Bord. Um uns im Umgang mit Schülern fit zu machen, haben wir im Rahmen von Erlebnis NATUR - ist doch Ehrensache an einer einjährigen Qualifizierung im SCHUBZ Lüneburg teilgenommen.
In zwei Modulen wurden wir in den Grundlagen der Umweltbildung geschult. In zwei weiteren Modulen konnten wir unser neu erlangtes Wissen praktisch mit Schulklassen anwenden.
Professionelle Umweltpädagogen haben uns dabei begleitet und umfangreich gecoacht. Wie jedes andere Wildtier in Niedersachsen ist auch der Wolf kein Kuscheltier und verdient entsprechenden Respekt im Umgang.

Bernard Wegner 

Hegering Buchholz 1

Hegeringsversammlung, Taubenjagd und Ehrung

Das Jahr 2024 startete für uns Jäger am 20. Februar 2023 mit unserer alljährlichen Hegeringversammlung im Gasthaus Böttcher in Nenndorf. Die Versammlung war gut besucht und es konnten viele Informationen ausgetauscht werden.

Horst Günter Jagau, erster Vorsitzender der Jägerschaft Landkreis Harburg e.V. sowie Norbert Leben, Kreisjägermeister informierten die Gäste über aktuelle Geschehnisse zur Jagd und Politik.

Die Jagd wird, insbesondere bei jungen Menschen, immer beliebter. Sich in Natur- und Umweltschutz zu engagieren, begeistert immer mehr Menschen.

So haben in den letzten drei Jahren fast 500 „Jungjäger“ im Landkreis Harburg ihr „Grünes Abitur“ abgelegt.

Sorgen bereitet die sich ausbreitende die Aujeszkysche Krankheit. Diese ist eine akut verlaufende, fieberhafte Viruskrankheit, vor allem bei Wildschweinen. Bei anderen Säugetieren / Hunden verläuft sie als Infektion des Zentralnervensystems tödlich.

Thema war u.a. auch die zunehmende Ausbreitung der Wölfe im Landkreis Harburg sowie die Rudel rund um Buchholz. Hier wurde insbesondere das Monitoring der Jäger aber auch das Melden von Wolfsichtungen der Natur-Besucher gelobt.

Seit 2023 hat der Hegering Buchholz seine eigene Rehkitzrettungsgruppe unter der Leitung von Sophie Heitmann und Beate Aldag. Im Frühjahr waren die Freiwilligen bereits erfolgreich im Raum Buchholz unterwegs. Für das kommende Jahr stehen bereits – dank einer Fördermaßnahme des Bundes und vieler großzügiger Spenden – zwei eigene Drohnen zur Unterstützung bereit. Laufend neue Informationen gibt es unter www.rehkitzsuche-buchholz.de

Am Samstag, den 26. August 2023, fand die revierübergreifende Taubenjagd im Hegering Buchholz statt. Sie wird jedes Jahr abgehalten, um Jungjägern die Möglichkeit zu geben, in heimischen Revieren mitzujagen. Am Ende diesen Jagdtages wurde an der Seppenser Mühle die Strecke von den Buchholzer Bläsern verblasen und die Revierinhaber Rainer Hauenschild und Wolfgang Schalowski sorgten für das leibliche Wohl, was von den ca. 60 Jägern gerne angenommen wurde.

Auch dieses Jahr waren die Wildschweine im Steinbachtal in Buchholz wieder Ursache für viele Anrufe und Beschwerden bei unserem Hegeringleiter Christof Aldag. Die Stadt Buchholz hat bis jetzt noch keine Lösung für dieses Problem gefunden. Das Schwarzwild richtet große Schäden in den privaten Gärten an und die Bürger stehen den Verwüstungen machtlos gegenüber. Es ist schwierig den Betroffenen zu erklären, dass die Jäger das Jagdrecht auf Privatbesitz nicht ausüben dürfen. 

Zwei unserer jährlichen Höhepunkte in der Öffentlichkeitsarbeit im Hegering Buchholz sind das Spargelfest auf dem Cassenshof und das Stadtfest Buchholz.

Auf beiden Veranstaltungen haben wir seit Jahren regen Zulauf. In diesem Jahr konnten wir zum ersten Mal unsere Erlebnis-Natur-Spielboxen, gefördert durch die BINGO Umweltstiftung, sowie unsere neuen Pavillons, gefördert durch die Sparkasse Harburg Buxtehude, präsentieren.

Auch unsere Kitzrettungsgruppe präsentierte Ihre Arbeit am Stand unseres Hegerings auf dem Stadtfest Buchholz. In diesem Jahr standen wieder Wahlen im Hegering statt. Der Hegeringleiter Christof Aldag sowie sein Stellvertreter Rüder Lorenz wurden auf Grund der hervorragenden Arbeit der letzten Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Unser langähriger Schatzmeister Rainer Hauenschild stellte nach 17 Jahren sein Amt zur Verfügung.  Als Nachfolger wurde Hans Hinnark Schmedt einstimmig gewählt. Er selbst gab sein Amt als Schießobmann nach fast 20 Jahren weiter. Geehrt wurden an diesem Abend Peter Harms und Ernst August Albers für die 50jährige Mitgliedschaft, sowie Thomas Meyer für die 40jährige Mitgliedschaft.

Weitere Informationen unter www.jlh-online.de

Bernard Wegner 

Jägerschaft Landkreis Harburg e.V.

Jahreshauptversammlung 

Anfang März fand die amtliche Hegeschau sowie die Vollversammlung der Jägerschaft Landkreis Harburg in der Tostedter Schützenhalle statt.

Kreisjägermeister Norbert Leben begrüßte auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste, die Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, und Polizei.  Er freute sich über die Anwesenheit der Kreisrätin Annerose Tiedt, als Vertreterin des Landrates, die zudem ein Grußwort für den Landkreis hielt. Weiterhin begrüßte er den Präsidenten des Deutschen Jagdverbandes, Helmut Dammann-Tamke, der gleichzeitig auch Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen ist. Der Kreisjäger-meister war sehr zufrieden mit dem vollen Haus.

Die Kreisrätin, Frau Tiedt, lobte dann in ihrem Grußwort die Jägerinnen und Jäger mit der unermüdlichen Arbeit für die Jagd, den Wald und das Wild, Die Jagd dient der Pflege unserer Kulturlandschaft und man könne auch sagen: „Ohne Jagd kein gesunder Wald“, so die Kreisrätin. Darüber hinaus wirken die Jägerinnen und Jäger vorbeugend in der Seuchenbekämpfung mit der Schwarzwildjagd, wenn es um die ASP geht. Mit der intensiven Bejagung der Nutria leistet die Jägerschaft einen erheblichen Beitrag zum Deichschutz und bekommt dafür große Anerkennung durch den Kreistag, aber auch durch die Bevölkerung 

Der Kreisjägermeister Norbert Leben begrüßte alle Teilnehmer sowie den Präsidenten des Deutschen Jagdverbands DJV sowie der Landesjägerschaft, Herrn Damann-Tamke, die Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, und Polizei. 

In ihrer Ansprache lobte der Kreistagsrätin Frau Annerose Tiedt die Jäger für ihre Arbeit. Wald, Wild und Jagd sind untrennbar verbunden. „Die Jagd dient der Pflege unserer Kulturlandschaft und ohne Jagd kein gesunder Wald“, argumentierte die Kreisrätin. Auch in der Prävention von Verkehrsunfällen sowie der Vorbeugung in der Tierseuchenbekämpfung, wie z.B. der afrikanischen Schweinepest (ASP) sind die Jäger gefordert. Auch die intensive Bejagung der Nutria, einer invasiven Tierart, die ursprünglich in Südamerika beheimatet ist, leistet einen erheblichen Beitrag für den Deichschutz und erhält große Anerkennung durch den Kreistag. 

Herr Damann-Tamke, als Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, erläuterte detailliert die Problematik der Statiwechsel des Wolfes innerhalb der gesetzlichen Normen. Der Wolf sei bereits in Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Jagdrecht erfasst. Aufgrund des erreichten erhaltungswürdigen Zustandes sei es nun an der Zeit für ein regional differenziertes Management wie es im Koaliationsvertrag der regierenden Parteien festgelegt wurde. Die Bundesumweltministerin Steffi Lemke (GRÜNE) ist offensichtlich jedoch nicht gewillt, diesen umzusetzen.

Der erste Vorsitzende der Kreisjägerschaft Horst-Günther Jagau hieß die 171 neuen Mitglieder des Jägerschaft Landkreis Harburg willkommen, dankte den Teams der Kitzrettung für ihren außerordentlichen Einsatz zum Schutz der Jungtiere während der Mahd. Mittlerweile sind 25 Drohnenteams im Einsatz, um Jungtiere und Gelege von Bodenbrütern vor dem Ausmähen zu schützen. Im letzten Jahr konnte sogar ein seltenes Gelege eines Brachvogel gesichert werden.

In seinem Streckenbericht legte Kreisjägermeister Norbert Leben bei der Jahreshauptversammlung Zahlen für die Abschüsse und Fallwildzahlen der dem Jagdrecht unterliegenden Wildtiere vor. Der Streckenbericht für den Landkreis zeigte eindrucksvoll die Abschusszahlen für die einzelnen Wildarten. In diesem Jahr wurden diese Zahlen erstmalig auf einer großen Leinwand, in einer mehrjährigen Zeitreihe, visuell dargestellt. 

Nach wie vor, das hat sich in all den Jahren auch nicht geändert, ist die Zahl des Fallwildes viel zu hoch. Allein beim Rehwild verzeichnen wir 1.191, die bis auf einige Ausnahmen

Besonders bedauerlich sei der Verlust von 24 Damhirschen, die vor allem der Elektrozaunlitze zum Opfer fielen.

Die Jagdhornbläser des Landkreises Harburg unter der Leitung von Wolfgang Baumgärtner untermalten die Veranstaltung musikalisch.

Die LJN-Ehrennadel in Bronze erhielten Frau Bettina Wilkens, Herrn Holger Hentschel und Herrn Heiko Geyer für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz in der Jägerschaft.

Die LJN-Ehrennadel in Silber wurden Herrn Wilhelm Meier und Herrn Peter Wiechmann für ihren langjährigen Einsatz als Hegeringsleiter verliehen.

Die LJN-Bläsernadel in Bronze erhielten Frau Marion Baumgärtner und Frau Ingrid Albers für ihren langjährigen Einsatz in den Bläsergruppen.

Die LJN-Verdienstplakette in Silber für außerordentliche Dienste um das deutsche Waidwerk wurden an folgende Personen überreicht: Herrn Ernst-Jochen Klippel, Herrn Rainer Hauenschild und Herrn Peter-Heinrich Kahnenbley.

Bernard Wegner