Seehund-Auswilderung bei Juist
Für die Mitarbeiter der Seehundstation Norddeich beginnt ab August die schönste Zeit des Jahres: die Auswilderungsphase. Die meisten Tiere sind dann alt und schwer genug, um die Station zu verlassen. Sobald die ehemaligen Heuler ein Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht haben, dürfen sie zurück in die Nordsee.
In dieser Saison waren es 150 Tiere, welche für durchschnittlich 63 Tagen in der Seehundstation unterkommen. Die Auswilderung fand u.a. an der Ostspitze der Insel Juist statt. Ein prädestinierter Standort, da es sich um einen abgelegenen, ruhigen Bereich handelt, der auch von wildlebenden Seehunden immer wieder aufgesucht wird.
Den Weg von der Aufzucht in der Seehundstation Norddeich bis zur Auswilderung haben wir mit der Kamera begleitet. Viel Freude beim Anschauen!
Die Seehundstation Norddeich
…wurde 1971 auf Initiative der Norder Jäger Winhold Schumann und Erwin Manninga mit großzügiger Unterstützung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. gegründet. Seit 1978 wird die Station vom Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes e.V. betrieben. Die Landesjägerschaft Niedersachsen und die Jägerschaft Norden sind Mitglieder des Vereins, der sich ausschließlich aus Eintrittsgeldern und Spenden finanziert. Bis heute unterstützen niedersächsische Jäger die Arbeit der Seehundstation z.B. als speziell ausgebildete Wattenjagdaufseher, bei den jährlich stattfindenden Zählflügen oder weiteren Projekten. Die Station leistet wertvollen Beitrag zum Tier- und Wildtierschutz. Sie ist zuständig für das gesamte Niedersächsische Wattenmeer, das als Nationalpark, Biosphärenreservat und Weltnaturerbe besonderen Schutz genießt. Weitere Infos gibt es auf www.seehundstation-norddeich.de