Hegering Isernhagen
Flintentraining mit Nele Wißmer
„Ist Nele Wißmer eigentlich noch Mitglied im HR?“
Das war die Frage eines Jagdfreundes vor einigen Wochen. Ja, ist sie und Nele hat sich für Olympia für das Skeet Team qualifiziert, flossen nun Informationen von langjährigen Mitgliedern, die ihren Opa Gustav noch kannten. Grund genug, mal mit Nele zu sprechen. Also wurde ein Interview vereinbart, um mehr über die gebürtige Isernhagener Jägerin und mehrfache Vizeweltmeisterin im Skeet zu erfahren.
Das hat sie mir mit ihrer freundlichen und fröhlichen Art auch sehr einfach gemacht und von den Anfängen ihrer jagdlichen Kariere erzählt. Nach dem Tod ihres Großvaters musste entschieden werden, was mit den Jagdwaffen geschehen soll und so machte Nele kurzentschlossen ihren Jagdschein, damit diese in der Familie bleiben konnten. Aus einer Anfangs praktikablen Lösung hat sich dann im Laufe der Ausbildung eine Leidenschaft entwickelt. Sie ist auch jetzt viel auf Jagd und führt einen Großen Münsterländer.
Im Interview bot Nele an, mit interessierten HR-Mitgliedern ein Flintentraining durchzuführen, was ich sogleich gerne aufnahm und organisieren wollte.
Doch erstmal stand Olympia im Vordergrund: der HR fiebert mit, aktuelle Stände werden per WhatsApp geteilt. Ein guter Start, nach drei Durchgängen nur ein Fehlschuss. Der zweite Durchgang lief nicht ganz so gut, aber letztendlich der 8. Platz unter den besten Skeet-Schützinnen der Welt!
Dann kam das Treffen auf dem Schießstand in Krelingen.
2 Rotten a 4 Personen hatten sich angemeldet. Mit Nele war die Stimmung gleich locker und schnell löste sich die zumindest bei mir vorhandenen anfängliche Spannung. Auf Fehler und entsprechende Maßnahmen wurde individuell hingewiesen und die Trefferquote stieg. Einer der Teilnehmer hatte schon mit Neles Großvater Gustav trainiert, Erinnerungen wurden ausgetauscht.
Ich denke, für alle Teilnehmer ein schöner und lehrreicher Nachmittag. Mir hat es viel Spaß gemacht. Danke Nele für das Training, wir werden das gerne wiederholen, Nachfragen gibt es schon, weitere gerne an den Hegering oder an den Verfasser dieses Berichtes.
Volker Spitzer
Hegering Burgwedel
Am letzten Sommerferienwochenende 2024 hat der Hegering Burgwedel wieder am beliebten Ferienpass der Stadt Burgwedel teilgenommen. Erneut konnte der Hegering die Aktion am historischen Fuhrberger Bienenzaun durchführen.
Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren waren eingeladen, mit Jägerinnnen und Jägern Einblicke in Jagd und Natur zu gewinnen. Die Nachfrage war wie immer hoch und die 20 angebotenen Plätze bereits schnell ausgebucht.
Hegeringleiter Marcus Polaschegg und Obmann Naturschutz, Matthias Färber, unternahmen einen Ausflug in die Wildtierkunde heimischer Tierarten.
Gebannt lauschten die jungen Gäste rund eine Stunde lang den Ausführungen und Erklärungen zu deren Lebensweisen und über die große Vielfalt innerhalb der Jagd, dies unterstützt durch Präparate und weiteres Anschauungsmaterial. Weitergeführt hat die Veranstaltung der Obmann für das Schießwesen, Markus Paduch und ein kleiner Wettbewerb mit dem Luftgewehr folgte.
Nach einer Stärkung vom Grill und einer Unterweisung zum Verhalten beim „Ansitz“ ging es dann in die Jagdreviere, eingebunden waren rund 25 Jägerinnen und Jägern des Hegerings Burgwedel.
Unsere Gäste konnten beim Ansitz Niederwild beobachten, ein Bock kam zur Strecke und wurde vor interessierten Augen vor Ort gleich gemeinsam versorgt. Nach rund 3 spannenden und kurzweiligen Stunden nahmen die Eltern im letzten Büchsenlicht dann ihre Kinder wieder in Empfang.
Jan Beukenberg
Jagd auf invasive Arten
Auf Initiative von Hans-Otto Thiele, fand im Juli unter dem Motto „Ran an die Gans“ eine revierübergreifende Jagd auf invasive Arten statt. 25 Jägerinnen und Jäger aus den Revieren Steinwedel, Röddensen, Kolshorn und Heessel beteiligten sich an dieser Jagd.
Ein besonderer Augenmerk galt dabei der invasiven Art Nilgans. Hans-Otto Thiele: „Der Jägerschaft als anerkannter Naturschutzverband ist es unter anderem wichtig, die Nilgans effektiv und waidgerecht zu bejagen. Dadurch schützen wir heimische Vogelarten!“
Die gegenüber heimischen Vögeln als aggressiv geltende Nilgans attackiert vor allen Stockenten. Fälle sind zudem dokumentiert, bei denen Nilgänse Weißstorchnester, Wanderfalkenhorste und Schleiereulennistplätze übernommen und diese Arte dadurch am Brüten gehindert haben.
Oliver Brandt