Jägerlehrgang 2025/2026 – eine Zeit, die in Erinnerung bleibt
Als wir uns am 20. August 2025 zum ersten Mal in Aschenhütte trafen, war schnell klar, dass dieser Lehrgang eine bunte Mischung unterschiedlichster Menschen zusammenbringen würde. Vom jungen Teilnehmer bis zum erfahrenen Berufstätigen, vom Jägersohn bis zum völligen Quereinsteiger konnten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein. Während einige bereits mit Büchse, Hund oder Revier aufgewachsen waren, mussten andere zunächst die Grundlagen der Jagd kennenlernen. Genau darin lag aber die besondere Stärke dieses Lehrgangs.
Bereits in den ersten Tagen wurde deutlich, dass die Ausbilder großen Wert darauf legten, jeden Teilnehmer dort abzuholen, wo er stand. Nach dem Kennenlernen im Laserschießkino folgten schon die ersten Schießtermine und der praktische Naturschutztag am Spahnberg. So wurde von Anfang an vermittelt, dass Jagd weit mehr bedeutet als das Erlegen von Wild. Verantwortung für Natur und Lebensräume war während des gesamten Lehrgangs ein roter Faden.
An den vielen Dienstag- und Donnerstagabenden in Aschenhütte wurde ein breites Spektrum an Wissen vermittelt. Ob Waffen und Munition, Forst und Waldbau, Jagdrecht oder Wildhege, jedes Thema wurde von Referenten unterrichtet, die nicht nur über großes Fachwissen verfügten, sondern ihre Begeisterung für die Jagd spürbar weitergaben. Besonders angenehm war dabei, dass Fragen jederzeit willkommen waren und niemand Sorge haben musste, Wissenslücken zu zeigen.
Einige Termine werden sicherlich vielen von uns besonders in Erinnerung bleiben. Der Besuch im Wildpark Neuhaus, die Einblicke in die Wildbrethygiene in Bad Sachsa, der Besuch bei Waffen Friedrichs oder die praktischen Einheiten zu Kurz und Langwaffen machten die Ausbildung abwechslungsreich und praxisnah. Ebenso gehörten die regelmäßigen Schießausbildungen dazu, bei denen jeder Teilnehmer Schritt für Schritt sicherer wurde und sich auf die Schießprüfung vorbereiten konnte.
Natürlich kamen mit der Probeprüfung und den eigentlichen Prüfungen auch Nervosität und Anspannung auf. Gerade in dieser Phase zeigte sich jedoch, wie sehr die Gruppe zusammengewachsen war. Es wurde gemeinsam gelernt, sich gegenseitig geholfen und mitgefiebert. Aus einer Gruppe fremder Menschen war über die Monate eine Gemeinschaft geworden.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der schriftlichen sowie der mündlich praktischen Jägerprüfung ging ein intensiver Lehrgang zu Ende. Zurück bleiben jedoch weit mehr als nur ein bestandener Jagdschein. Neue Freundschaften, viele interessante Gespräche und zahlreiche gemeinsame Erlebnisse werden uns noch lange begleiten.
Ein herzlicher Dank gilt der gesamten Lehrgangsleitung sowie allen Referenten, Ausbildern und Helfern der Jägerschaft Osterode. Ihr großes ehrenamtliches Engagement, die hervorragende Organisation und die Leidenschaft, mit der Wissen vermittelt wurde, haben diesen Lehrgang zu etwas Besonderem gemacht. Wir haben nicht nur das notwendige Rüstzeug für die Jagd erhalten, sondern auch ein Verständnis dafür, welche Verantwortung mit ihr verbunden ist.
Dominik Herrendorf