Hegering 5

Besuch Schießstand Oberg/Banteln 

Am Freitag, den 13.09.24 haben sich 16 Mitglieder des Hegering 5 der Jägerschaft Einbeck e.V. am Schießstand Oberg in Banteln zum alljährlichen gemeinsamen Schießen getroffen. Begleitet wurden sie vom Obmann für das Schießwesen der Einbecker Jägerschaft e.V. Kalle Hartmann.

Bei bestem Wetter und guter Stimmung wurden die Schießfertigkeiten im Schießkino mit der Büchse sowie in den Disziplinen Skeet und Trap mit der Flinte trainiert. Zudem konnten die Teilnehmer auch das Schussbild ihrer Waffen überprüfen. Desweitern konnten die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Schießnachweise für Gesellschaftsjagden erworben werden.

Im Vorfeld wurde der Schießstand vom Leiter des Hegering 5 für zwei Stunden reserviert. Um diese Zeit optimal zu nutzen, wurden die Schützen vor Ort in zwei Gruppen aufgeteilt, um jeweils eine Stunde Büchse bzw. Flinte zu schießen. Für Fragen und Tipps zur Verbesserung der Schussfähigkeit insbesondere bei Trap/Skeet standen Aufsichten vom Schießstand Oberg zur Verfügung. 

Von den Mitgliedern kamen positive Rückmeldungen und der Wusch es im nächsten Jahr zu wiederholen. Ein besonderer Dank geht an den Hegeringleiter Uwe Thies für die Organisation sowie für das Team des Schießstand Oberg für das Stellen der Aufsichten. 

Johanna Dörries 

Hegering-Wandertag 2024 in Deitersen

Am Sonntag, den 1. September 2024, versammelten sich die Mitglieder des Hegering 3 innerhalb der Jägerschaft Einbeck zu einem besonderen Ausflug in die Natur in das Revier Deitersen.
Bei herrlichem Wetter, sonnig und angenehm warm, begaben sich rund 35 Erwachsene, begleitet von Kindern und Hunden, auf eine spannende Erkundungstour. Die Organisation oblag dem Hegering-Vorstand und Dr. Andreas Kroll, dem Jagdpächter, Die Revier-Wanderung führte zu verschiedenen Stationen, die faszinierende Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft und Energieerzeugung boten. Die Jägerschaft Einbeck und auch die 5 Hegeringe setzten sich für den Erhalt und die Pflege der heimischen Natur einsetzen. Dabei legt die Jägerschaft besonderen Wert auf den Schutz der Lebensräume, die nachhaltige Nutzung der Wildbestände und die Förderung des Verständnisses für Jagd und Naturschutz in der Öffentlichkeit. 

Die erste Station des Ausflugs war ein Besuch des ortsansässigen Biohähnchenstalls der Familie Henne, wo die Teilnehmer die artgerechte Haltung und das biologische Konzept der Tierhaltung näher kennenlernen konnten. Im Anschluss ging es weiter zur Biogasanlage, die in der Region eine wichtige Rolle spielt und nicht nur Strom, sondern auch Fernwärme für die benachbarten Dörfer Deitersen und Eilensen erzeugt. Kilian Henne, der als Landwirt und Betreiber dieser Anlagen fungiert, hielt an beiden Standorten ausführliche Vorträge, die bei den Teilnehmern auf großes Interesse stießen. Die Zuhörer zeigten sich begeistert von der fachlichen Tiefe und dem Detailreichtum, mit dem Henne die Funktionsweise und Bedeutung der Biogasanlage erläuterte. Besonders eindrucksvoll war die Erklärung, dass die Biogasanlage als Rückfallebene im Konzept der erneuerbaren Energien dient, indem sie Strom insbesondere dann erzeugt, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind schwach weht. So trägt die Anlage mit einer Leistung von bis zu 4 Megawatt entscheidend zur Versorgungssicherheit bei und ergänzt die anderen Formen der erneuerbaren Energiequellen.

Nach den informativen Vorträgen und einer lebhaften Diskussion, die das Interesse und die Neugier der Teilnehmer weiter befeuerte, ging der Tag in eine gesellige Runde über. Bei einem gemeinsamen Grillfest, das Wildspezialitäten vom Rotwild und Wildschwein sowie köstliche Salate, die die Gäste als Spenden mitgebracht hatten, umfasste, kam die Gruppe zusammen und genoss die entspannte Atmosphäre. Kaffee und selbstgebackene Kuchen rundeten das kulinarische Erlebnis ab und sorgten für eine gemütliche Stimmung, die den gelungenen Tag abrundete.

Dieser Tag war nicht nur eine Gelegenheit, mehr über nachhaltige Landwirtschaft und innovative Energieerzeugung zu erfahren, sondern auch ein wichtiger Moment des Miteinanders und des Austauschs. 

Die Veranstaltungs-Reihe ist Teil einer langjährigen Tradition bei der sich die Mitglieder und Freunde des Hegering 3 jedes Jahr in einem der angeschlossenen Reviere treffen, um gemeinsam die Natur zu erleben und das Verständnis für nachhaltige Bewirtschaftung und Jagd zu fördern. Dabei wird die Reihenfolge der Reviere alphabetisch bestimmt, sodass jedes Gebiet regelmäßig besucht wird und die Vielfalt der Region immer wieder aufs Neue entdeckt werden kann. Ein herzliches Dankeschön gilt Kilian Henne für seine aufschlussreichen und tiefgründigen Vorträge sowie allen, die mit ihren Spenden und ihrer Teilnahme zu diesem unvergesslichen Tag beigetragen haben. 

Dr. Andreas Kroll 

Anfassen, tasten, lauschen – so entsteht Naturverbundenheit

Bei den Waldprojekttagen an der Pestalozzi Grundschule brachte die Jägerschaft Einbeck Schülern die heimischen Wildtiere und deren Lebensraum nahe.

Nur was der Mensch kennt, das schützt er. Damit Naturschutz dauerhaft erfolgreich ist, braucht es deshalb Naturbildung – denn Artenschutzprogramme sind nur dann nachhaltig, wenn sie von zukünftigen Generationen weitergeführt werden. Damit Kinder frühzeitig lernen, welche Tierarten vor unserer Haustür leben, haben Mitglieder der Jägerschaft Einbeck gemeinsam mit Lehrkräften der Pestalozzi Grundschule die Waldprojekttage organisiert und an zwei Vormittagen für alle Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Dabei haben die Kinder den Wald einmal ganz anders und mit allen Sinnen erlebt. Dafür hatten die Jägerinnen und Jäger rund um den Grillplatz auf der Hube insgesamt sechs vielseitige und kreativ durchdachte Stationen aufgebaut, die die Kinder in kleinen Gruppen absolvierten.

Tiere ertasten und an ihren Stimmen erkennen

Zuerst war es die Aufgabe Waldtiere entlang eines kleinen Weges zu suchen. Eifrig wurden u.a. ein Waschbär, ein Rehkitz, ein Fuchs und ein Baummarder gefunden. Der Kreisjägermeister Dietmar Grüning erklärte den Kindern, wie diese Tiere sich im Wald verhalten und was sie jeweils besonders macht. An Julian Strohmeiers Station „Hör mal! Wer bin ich?“ lauschten die Schülerinnen und Schüler gespannt verschiedenen vorgespielten Tierstimmen und erfuhren so, welche Laute beispielsweise ein Wildschwein oder Frischlinge abgeben oder wie ein Eichelhäher die anderen Waldtiere vor Gefahren warnt. Bei der nächsten Station „Was fühlst du?“ ließ Maike Pohl die Schülerinnen und Schüler ohne Hinzuschauen fühlen, wie sich z.B. eine Buchecker oder das Geweih eines Rehs anfühlen. „Auf der Pirsch“ befanden sich die Kinder an der vierten Station mit Claudia Fiedler. Hier galt es, nach einer kurzen Einführung über das Jagdverhalten von Füchsen, sich im Fangen spielen in die Rolle der Jäger und der Gejagten zu begeben. Die Aufgabe bei der Station „Da fehlt doch was?!“ war es, herauszufinden, welche Gegenstände Hartmut Henne, Carsten Schramm und Kristina Gorissen auf dem mit vielen Naturmaterialien bestückten Suchbild vertauscht hatten. Gleichzeitig erfuhren die Schülerinnen und Schüler vieles über die gezeigten Materialien. Bei der letzten Station „Rate mal! Wer bin ich?“ mit Hans-Martin Grigoleit durften die Kinder unterschiedliche Waldtiere pantomimisch darstellen, während ihre Klassenkameraden erraten durften, um welche Tiere es sich handelt.

Spielend die Natur erleben

Während jeweils die Hälfte der Schule den Tag im Wald verbrachte, erkundete die andere Hälfte der Schulklassen auf dem Schulhof das Infomobil und das Entdeckermobil. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler spielerisch weiteres Wissen über den Lebensraum Wald und die dort lebenden Tiere erweitern und etwas über die Artenvielfalt lernen. Die beiden mit Präparaten gut bestückten gemeinsamen Anhänger der südniedersächsischen Jägerschaften wurden von Frank Hagemann und Gerald Strohmeier betreut. Zum Abschluss gestaltete jedes Kind aus einer Baumscheibe und einem Stempel eine Medaille mit dem Trittsiegel seines Lieblings-Waldtieres.

Thomas Fuchs