Spitzentreffen der Verbände
Präsidien von Landvolk und Landesjägerschaft im Informationsaustausch
Jäger und Landwirte sind nicht nur natürliche Partner im ländlichen Raum sondern sie eint auch das gemeinsames Interesse diesen weiterhin proaktiv lebenswert für nachfolgende Generationen zu gestalten. Insbesondere in Anbetracht der derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, erfordert dies einen engen Schulterschluss der dort agierenden Verbände.
Vor diesem Hintergrund trafen sich am 24. Oktober das Präsidium des Landvolks Niedersachsen - Landesbauernverband e.V und das Präsidium der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., im Haus der Jäger, der Geschäftsstelle der LJN.
Ein zentraler Punkt waren die Planungen des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, das Jagdgesetz zu novellieren. Zwar liegt noch kein Entwurf dazu vor, doch die bisher bekannt gewordenen Überlegungen des Landwirtschaftsministeriums stoßen auch beim Landvolk Niedersachsen auf Ablehnung. Das aktuell geltende Jagdgesetz sei eines der modernsten und absolut tierschutzgerecht – Änderungen seien weder notwendig noch nachvollziehbar, angesichts der erst im Mai 2022 durchgeführten großen Novellierung. Das Landvolk stehe hier fest an der Seite der Landesjägerschaft.
Ebenfalls breiten Raum in dem Gespräch nahm das Ökologische Kompetenzzentrum Oldenburger Land (ÖKOL) ein. Träger des ÖKOL ist neben der LJN auch das Ökologische Kompetenzzentrum Ammerland Oldenburg e.V. (ÖKAO), dessen Mitglieder u.a. das Kreislandvolkverband Oldenburg und das Ammerländer Landvolkverband sind. Naturschutzmaßnahmen werden hier gemeinsam von und mit allen Beteiligten – Naturschutzverbände, Flächeneigentümer, Bewirtschafter und weitere Akteure des ländlichen Raums – geplant und umgesetzt. Dies sei beispielhaft im Sinne des Niedersächsischen Weges und böte enorme Chancen und Potenziale. Diese gemeinsam weiter auszubauen, wolle man das ÖKOL und dessen Arbeit noch stärker in den Fokus rücken – auch und gerade auf der landespolitischen Bühne.
Darüber hinaus wurden verbandliche Positionen zu weiteren gemeinsamen Themen wie dem Gänsemanagement oder dem Wolf ausgetauscht. Hier, das zeigte das Gespräch einmal mehr, stehen Landvolk und Landesjägerschaft ebenfalls Seite an Seite und werden auch zukünftig gemeinsam tatkräftig und entschieden für die Interessen des Ländlichen Raumes eintreten.
LJN