Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg e.V.

Jahreshauptversammlung

Der neue Vorsitzende der Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg ist Bernd Kurmann junior aus Bösel. Der in Friesoythe praktizierende Rechtsanwalt wurde am vergangenen Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung im Saale Sieger, Thüle einstimmig von den rund 250 anwesenden Jägern zum Chef der Cloppenburger Grünröcke gewählt. Er beerbt damit seinen Vater Bernd, der die Jägerschaft seit sieben Jahren sehr erfolgreich geführt hatte.  Der Senior der Familie Kurmann hatte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt.  „Bernd Kurmann senior hat die Jägerschaft hervorragend geführt, meinte Stellvertreter Harald Nienaber und großem Beifall der Jäger. Den vakanten Posten des Schriftführers übernahm Alina Hogartz aus Lindern. Die Geschäftsführung beim Bau des Schießstandes in Ahlhorn übernimmt Dr. Arndt von der Lage aus Friesoythe. In seinem Jahresbericht ging der scheidende Vorsitzende unter anderem auf den Bau des Schießstandes in Ahlhorn. Wir haben die Baugenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG. Allerdings laufen noch Klagen gegen den Bau. Darüber wird in Kürze entschieden. Wir brauchen den Schießstand für unser Jäger dringend, denn von uns der Schießnachweis gefordert, um auf Jagd gehen können", so der Friesoyther Rechtsanwalt. Rund 3 Millionen wird der Bau kosten. Zur Finanzierung sollen die Jäger beitragen. In welcher Höhe steht noch nicht fest. Der Vorsitzende ging auf den Schießstand in den Bührener Tannen in Cloppenburg ein. Hier laufen die Genehmigung für weitere Schießzeiten und die Rollhasenanlage wird erneuert. Derzeit möchten 66 Jungjäger das grüne Abitur erlangen.  Während der Wildwoche habe es keine Ausstellung und Jägermesse gegeben. Dafür Innenstadtaktionen in Cloppenburg und Vechta. Kurmann ermahnte die Jäger, weiterhin das Wildschwein zu erlegen, um der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Allerdings sollte die Jagd waidgerecht erfolgen. „Es ist eine Sauerei, die Bache zu Schießen nach dem Motto „Das dickste Stück voraus“, so Kurmann. Sowohl auf Kreis-, Bezirks- Landes- und Bundesebene erzielten die Cloppenburger Jäger im jagdlichen Schießen große Erfolge“, erklärte Schießobmann Bernd Fatmann-Park. Für Hundeobmann Josef Böckmann war es erfreulich, dass bei den Hundeprüfungen kann Vierbeiner durchgefallen ist. „Für uns waren das Kreisbläsertreffen in Ramsloh und die Dorfpartei im Museumsdorf Cloppenburg ein Höhepunkt“, meinte Bläserobmann Reinhard Thyen. Der Fasan in den Revieren der Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg ist weiterhin das Sorgenkind, wenngleich die Strecke gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist.  Kamen im Jagdjahr zuvor 2000 Fasanen zur Strecke, so waren es im Berichtsjahr 2530“, betonte Kreisjägermeister Herbert Pitann in seinem Streckenbericht. Der Feldhase scheint sich erholt zu haben. Gestreckt wurden 5120. Insgesamt mache das Niederwild den rund 3000 Jägern in den 17 Hegeringen des Landkreises schon ein wenig sorgen. Das macht sich in der Gesamtzahl des gestreckten Federwilds bemerkbar. Wurden 2023/24 18836 Tiere erlegt. Ein Jahr zuvor waren es noch 19368. Beim Haarwild, lagen 12462 Tiere auf der Strecke. Im Jahr 2022/23 waren es 12015 Exemplare. Beim Rehwild wurde 3853 Stücke gestreckt, davon 954 Fallwild. „Das ist eindeutig zu hoch. Besonders an den Straßen sollten die Jäger dem Rehwild nachstellen“, meinte der Kreisjägermeister. Für ihre besonderen Verdienste um das deutsche Waidwerk wurden Hermann Wreesmann sowie Stephan Göken, mit der Nadel in Bronze der Niedersächsischen Landesjägerschaft ausgezeichnet. Für Hans Blome und Reinhard Faske gab es die Nadel in Silber. Einen interessanten Vortrag über die Prädatorenbejagung gab es von Berufsjäger Andreas Fliß aus Nottuln.  

Foto:Die Glückwünsche zum neuen Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Cloppenburg erhielt Bernd Kurmann junior (Mitte) von seinem Vorgänger und Vater Bernd Kurmann senior (li) - rechts die neue Schriftführerin Alina Hogartz.

 Jonny Passmann