WTE: Stockenten in Niedersachsen
Die Stockente, bekannteste Gründelentenart und Stammform unserer Hausenten, gilt als überaus anpassungsfähig. Sie ist auf vielen Gewässertypen zuhause, auf großen Voralpenseen genauso wie in der Stadt. Die Balz und Paarbildung beginnt bereits im Herbst und hält bis zum Frühjahr an. Ab Ende März wird ein gemeinsamer Nistplatz gesucht. Das Stockentenweibchen brütet in gut 3 Wochen etwa sechs bis zehn helle Eier aus, die Küken sind Nestflüchter, die Ente führt sie sofort ins Wasser.
Die teilnehmenden Reviere an der WTE 2023 schätzen den Brutpaarbestand in Niedersachsen mit einer durchschnittlichen Brutpaardichte von 1,8 Brutpaaren pro 100ha Jagdbezirksfläche ein. Je nach Naturraum variieren die Brutpaardichten der Stockente in Niedersachsen. Die höchsten Dichten sind im Naturraum Ostfriesland/Oldenburg mit 3,5 Brutpaaren/100ha, die geringste Brutpaardichte im Weserbergland/Harz mit 0,7 Brutpaaren/100ha.
Sie sind das ganze Jahr über in Niedersachsen zu finden, da sie nur teilweise ziehen. Ihr lautes Quaken ist unverkennbar und kann meist schon über weite Entfernungen wahrgenommen werden. Stockenten können bis zu 20 Jahre alt werden und fliegen während ihrer Wanderungen Tausende von Kilometern.
Reinhild Gräber