Hegering Heide
“Flügge werden”
Unter diesem Motto fand am 16. Mai der Vater-Kind Tag des St. Johannis Kindergartens Glandorf statt. Einige Jäger des Hegering Heide gingen mit den Vorschulkindern in den Wald. Bei bestem Wetter konnten die Kinder mit ihren Vätern viel erleben als es galt einen Stationsrundlauf zu absolvieren.
Über Stock und Stein pirschten die Kinder die einzelnen Stationen ab und konnten unter anderem Nistkästen bauen und Tonspuren einheimischer Tiere erstellen. An der nächsten Station gab es viel über unsere Jagdhunde zu erfahren und die Kinder wurden mit etwas Süßigkeit genossen gemacht. Am Hochsitz angekommen wurde nacheinander aufgebaumt und alle hatten viel Anblick beim erspähen versteckter Präparate.
Ein gemeinsames Picknick mitten zwischen Hunden und Jagdhornbläsern rundete den Tag ab.
Vielen Dank an die Jäger die geholfen haben diesen Tag für die Kinder so interessant zu gestalten. Die Tonabdrücke und die Nistkästen bleiben sicherlich eine schöne Erinnerung an diesen spannenden Tag.
Daniel Buller
Rekordstrecke beim Rehwild im Landkreis Osnabrück
Noch nie wurden im Landkreis Osnabrück soviel Rehe geschossen wie im Jagdjahr 2024-25!
Vor dem Hintergrund der Borkenkäferkalamität und der Dürreschäden der letzten Jahre sind im Landkreis Osnabrück mind. 4.000 ha Kahlflächen wieder zu bewalden. Dies kann nur gelingen, wenn die Schalenwildbestände insbesondere des Reh- und Damwildes intensiv bejagt werden, um erhebliche Verbissschäden zu vermeiden. Nach Angaben der Forstämter Weser Ems der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und des Forstamtes Ankum werden die Verbissschäden im Landkreis Osnabrück sowohl im Privatwald, aber auch im Staatswald als erheblich eingeschätzt.
Jagdstrecke
Die Jäger kommen Ihrer Verpflichtung nach und passen die Wildbestände den Landschaftlichen Gegebenheiten an. An viel befahrenen Straßen werden vermehrt Rehe erlegt um Wildunfälle zu vermeiden. Insbesondere an Aufforstungsflächen müssen Reh – und Damwild scharf bejagt werden. So wurden im letzten Jagdjahr sowohl beim Rehwild, als auch beim Damwild Rekordstrecken erzielt.
Es wurden 9561 Rehe erlegt. Das ist eine Steigerung in den letzten 10 Jahren von 40 %. Beim Damwild wurden 837 Stück erlegt, das ist ebenfalls eine Steigerung von 41 %. Durch die Erlegung und Verwertung des Wildes wird ein hochwertiges, gesundes und sehr tierschutzgerechtes Lebensmittel erzeugt.
Das entspricht 20,92 to. Damwildfleisch und 57,36 to Rehwildfleisch!
Ein echtes biologisch erzeugtes Naturprodukt aus der Region, das vor allem durch die Jäger in Direktvermarktung und über das Internet über die Waldfleisch App angeboten wird.
Es bleibt abzuwarten wie sich die Schalenwildstrecken im Landkreis Osnabrück weiterentwickeln. Die Jäger achten sehr wohl darauf das die Bestände nicht überjagd werden. Vorwiegend wird in den Jugendklassen des Wildes eingriffen, da es in der Altersphase auch die höchste natürliche Sterblichkeit gibt.
Jagdzeiten
Aufgrund des Kreistagsbeschluss und der Veröffentlichung im Amtsblatt vom 31.03.2025 wurde die Jagdzeit von Schmalrehen, Schmaltieren um 14 Tage bis zum 31.05. des Jahres verlängert.
Für die Verlängerung der Jagdzeit spricht, dass bis Ende Mai ohnehin der Rehbockjagd ausgeübt wird, so dass es zu keiner zusätzlichen Beunruhigung des Wildes kommt. In dieser Zeit sind die Schmalrehe und Schmaltiere eindeutig von den tragenden oder führenden Ricken und Alttieren zu unterscheiden. Ab Juni wird das Rehwild weniger Aktiv und verlagert die Aktivität in den Feldbereich, wo aber aufgrund der bereits kniehochstehenden Frucht nicht mehr einwandfrei zwischen Schmalrehen und führenden Ricken unterschieden werden kann. Eine effektive Bejagung des weiblichen Rehwildes ist dann erst wieder ab dem 01.09. erlaubt. Da sich, dass Wild dann entweder im noch nicht abgeernteten Mais und in den Zwischenfrüchten (Ackersenf, Raps, etc.) aufhält, ist eine Bejagung schwierig bis unmöglich.
Da neben dem Rehwild auch Dam- und Sikawild zu den Verbiss Schäden beiträgt, sollte die Jagdzeit für diese Schalenwildarten im Landkreis Osnabrück harmonisiert sein.
Eine differenziert Jagdzeitverlängerung nach reinen Waldrevieren, gemischten Revieren und reinen Feldrevieren ist nicht zweckmäßig, da hier nur Einzelgenehmigungen erteilt werden könnten. Da weder eine Gefährdung der Population noch anderer Schutzgüter zu erwarten ist, ist die Verlängerung der Jagdzeit im ganzen Landkreis Osnabrück eine praktische Lösung zum Schutz des Waldes dar.
Im Landkreis wurde der Mindestabschußplan 2024 für alle Reviere auf min 3 Stücke/100 ha Feld und 6 Stck/100 Wald angehoben.Dies wurde in allen 4 Kreisjägerschaften diskutiert und akzeptiert bis in Hegeringsebene.
Martin Meyer Lührmann