Hegering Uplengen
Hegeringsversammlung
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung hatten sich gut 60 Mitglieder in Remels im „Gasthaus Wenke“ zusammengefunden, die vom HL Uwe Janssen recht herzlich begrüßt wurden.
Schießobmann Jürgen Oltmanns wies in seinem Bericht u. a. auf den Schießwettbewerb im letzten Jahr hin sowie auf die Öffnungszeiten des Schießstandes und auf die Wichtigkeit eines sicheren Schusses im Sinne der Waidgerechtigkeit. Er betonte die Notwendigkeit des Schießnachweises.
Das Protokoll der Jahreshauptversammlung von 2024 und Informationen zur Öffentlichkeitsarbeit im vorangegangenen Jagdjahr wurde von der Pressewartin Helga Asche vorgetragen.
Die Kassenwartin Annegret Fleßner stellte die wirtschaftliche Situation des Hegerings und die wichtigsten Ausgabeposten dar.
Bläserobmann Arno Oltmanns berichtete von den Aktivitäten und Veranstaltungen der Bläsergruppe im letzten Jahr. Die Bläsergruppe des Hegerings begleitete die Veranstaltung mit den Jagdsignalen.
Dazu wurden die neuen Mitglieder im Hegering und auch in der Bläsergruppe begrüßt.
HL Uwe Janssen trug die Streckenberichte vor. Auffällig war in diesem Jagdjahr die starke Zunahme der Rehwildstrecke von 40 %, die aber leider auch aus 40 % Fallwild bestand. Hingewiesen wurde in dem Zusammenhang auf die erfolgreiche Kitzrettung durch die Drohnenteams im Hegering Uplengen. Ebenso auffällig war die Zunahme der Strecke beim Nutria um 50 %.
Die Blühstreifen und Wildäcker im Hegering Uplengen werden auch in diesem Jahr vom Hegering Uplengen finanziell unterstützt. Damit werden auch zukünftig die wichtigen Funktionen für den Artenschutz und die Biodiversität im Hegering Uplengen umgesetzt.
Geehrt wurde an diesem Abend Garrelt Eihusen für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Hegering Uplengen.
Helga Asche
Hegering Moomerland
Ein kleiner Wildacker mit großer Wirkung – Lebensraum schaffen auf kleinem Raum
Mitten im Revier haben wir ein kleines Stück meiner Weidefläche in einen Wildacker verwandelt – ein schmaler Schutzstreifen, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber für das Niederwild und viele andere Tierarten eine wichtige Rolle spielt. Hier wächst nun eine bunte Mischung aus Wildkräutern, Gräsern und Äsungspflanzen, die nicht nur Nahrung bieten, sondern auch dringend benötigte Deckung.
Gerade in einer Zeit, in der strukturreiche Landschaften seltener werden und Rückzugsräume für Wildtiere schwinden, kann schon eine kleine Fläche den Unterschied machen. Unser Wildacker dient Feldhasen, Rebhühnern und anderen schutzbedürftigen Arten als Zuflucht – fernab vom täglichen Druck durch Landwirtschaft, Freizeitaktivitäten und Raubwild.
Dieses Projekt soll nicht nur dem Wild zugutekommen, sondern auch als Anstoß für andere Flächenbesitzer dienen: Schon wenige Quadratmeter reichen aus, um einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Ein Wildacker muss nicht groß sein, um wirksam zu sein – wichtig ist die Bereitschaft, Verantwortung für die heimische Natur zu übernehmen.
Denn wer Lebensräume schafft, schützt nicht nur das Wild, sondern erhält auch ein Stück lebendige Kulturlandschaft für kommende Generationen.
Marco Grüger