Vortrag zum Thema Wildtierforschung

Die Jägerschaft Wittlage e.V. hatte zur Herbstversammlung geladen und die Mitglieder erschienen zahlreich im Landgasthaus Gieseke-Asshorn in Bohme.

Nach der musikalischen Begrüßung durch die Jagdhornbläser Wittlage unter Leitung von Thomas Glameyer, begrüßte der Vorsitzende Jürgen Gößling die Anwesenden.

Nach einigen Ausführungen des Kreisjägermeisters Martin Meyer Lührmann zur geplanten Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes stand ein Vortrag zum Thema Wildtiererfassung von Dr. Egbert Strauß im Mittelpunkt der Versammlung.

Herr Dr. Strauß ist Mitarbeiter am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung und hier für den Bereich Wildtiererfassung verantwortlich.

Seit nunmehr 33 Jahren werden die Daten der Wildtiererfassung erhoben. Anlass hierfür war, dass bisher Rückschlüsse auf die Populationen der Wildtiere durch die Abschusslisten der Jägerinnen und Jäger gezogen wurden. Dies führte zum Beispiel beim Feldhasen durch sinkende Jagdstrecken zu den Zitaten: „Die Jäger schießen den letzten Hasen tot“ oder „Der Feldhase muss auf die Rote Liste“. 

Durch die Wildtiererfassung sollten nun Daten zu den Lebendbesätzen verschiedener Arten erhoben werden. Dies erfolgte durch Scheinwerferzählungen, aber auch durch die Integration der Jagenden vor Ort. Durch die gewonnenen Daten und Fakten sollte eine aufklärende Berichterstattung ermöglicht und der Nachweis einer nachhaltigen Bejagung erbracht werden.

Die Jägerinnen und Jäger sind bereits durch die Gesetze zur Hege der bejagbaren Wildarten verpflichtet.

Michael Höckmann