Eine erfolgreiche Raubwildwoche veranstalteten die Hegeringe Lahberg und Adenstedt-Vöhrum. Fotos: Hegeringe Lahberg und Adenstedt-Vöhrum

Hegeringe Adenstedt-Vöhrum und Lahberg

Raubwildwoche 

Wenn Fuchs, Marder oder Waschbär präsent sind, verlieren vor allem am Boden brütende Vögel zu viele Eier und Küken durch Prädation. Zudem haben Prädatoren wie der Fuchs Auswirkungen auf den Feldhasenbesatz. Somit gab es gleich mehrere Gründe für die Raubwildwoche der Hegeringe Lahberg und Adenstedt-Vöhrum der Jägerschaft Peine. Beide Hegeringe waren im Januar erstmals gemeinsam zum Schutz des Niederwilds aktiv - eine Gemeinschaftsaktion, die sie im kommenden Jagdjahr wiederholen wollen.

Rund 60 Jägerinnen und Jäger nahmen an der Raubwildwoche teil und sorgten für eine beachtliche Strecke – 37 Füchse, vier Mader und ein Waschbär. „Wir haben in diesem Jagdjahr bereits starke Füchse im Revier erlegt, und es sind immer noch viele da“, resümierte Christian Wohlenberg, Leiter des Hegering Lahberg. Allein im Revier Gadenstedt seien im aktuellen Jagdjahr schon 24 Füchse zur Strecke gekommen und zwischenzeitlich zwei weitere. 

Carsten Gahre, Hegeringleiter Adenstedt-Vöhrum, hatte die Idee zur gemeinsamen Raubwildwoche und betonte: „Seit vielen Jahren leisten wir in unserem Hegering erfolgreich unseren Beitrag zum Schutz für das Niederwild, den wir nun gemeinschaftlich weiter verbessern konnten.“ Ob auf der Pirsch oder vom Ansitz aus – die Raubwildbejagung direkt am Bau oder über die Fallenjagd, ist für die Jagenden in den beiden Hegeringen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Hegemaßnahmen wie Anlegen von Blühstreifen oder Äsungsflächen zum Schutz für Feldhasen, Rebhuhn oder Fasan. Indem die Jäger auf Reineke und andere Räuber jeden Winter ansitzen, verringern sie den Druck auf die Niederwildarten. „Das tut besonders dem Bestanderhalt der Feldhasen gut, zumal vermehrt Fälle der Myxomatose in Nordrhein-Westfalen auftreten und man damit rechnen muss, dass diese uns im laufenden Jahr auch erreichen kann“, berichtete Wohlenberg. dass man damit rechnen muss, dass diese uns im laufenden Jahr auch erreichen kann, damit es inhaltlich rund ist. Sonst

Seit Jahren ist es Gahre ein besonderes Anliegen, dass die Jungjäger der Peiner Jägerschaft ihr Praxiswissen erweitern können. So lud er zu der Raubwildwoche Waidgesellinnen und Waidgesellen aus der AG Junge Jäger ein. Der Zuspruch war groß. Denn die Möglichkeit, die eigene Jagdpraxis zu erweitern und an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, wurde gerne wahrgenommen. Das bestätigte auch Christian Junge, Obmann der AG Junge Jäger. Gahres Engagement verdiene großen Dank, denn es sei nicht selbstverständlich, Jungjäger in dem Maße einzubinden. Hasenklage, Mauspfeifchen oder Ranzruf – die Raubwildwoche bot Gelegenheit auszuprobieren, dass die Lockrufe aus dem Lehrbuch, richtig eingesetzt, funktionieren. Beim Streckelegen in der Berkumer Sandkuhle wurde abschließend deutlich - die Raubwildwoche verbindet traditionelles Jagdhandwerk mit einem Gemeinschaftserlebnis, Können, Erfahrung und Disziplin.

Birthe Kußroll-Ihle