Gedankenversunken in frostklarer Nacht
Eiskalter Ansitz in frostklarer Nacht
hat Dir, Jäger, bisher noch kein Glück gebracht.
Dein Auge sucht prüfend am Horizont,
ob heute Nacht Dir der Fuchs noch kommt?
Du saßest so oft schon bei klirrendem Frost,
bei Eis und Schnee und Wind aus Ost!
Die Stille der Nacht und des Mondes Schein
war´n Deine Gefährten, sonst Du nur allein!
Denkst lange nach - über den Sinn des Lebens
doch die Suche auf Antwort, auch heut´ Nacht vergebens!
Dann weilt Dein Blick länger am Waldessaum
ist dies alles Wahrheit? - oder nur Traum?
Vor Dir die Weite im glitzernden Schnee,
Dein Puls schlägt jetzt schneller - vom Wald naht ein Reh
zieht rüber zur Fütterung, nascht Heu und Luzerne,
dann ist es entschwunden schon in der Ferne.
du hegst mit Liebe und schonst Dein Wild.
Davon macht sich kaum jemand ein Bild!
Der Jäger, der soviel Gutes tut,
wird oft dafür noch ausgebuht.
Und kehrst Du heim in Deinen Ort
spricht manch´ Unwissender gleich von „Mord“!
Nicht ahnend, dass Stunden Du ausgeharrt,
und Deinem Wild ´ne Chance bewahrt.
Vom Wind nun Dein Auge zu Tränen begann
quer rüber sucht hoppelnd ein Mümmelmann,
ihm folgt noch ein zweiter, die Zeit verrinnt,
ob´s im Sommer wohl wieder viel Hasen sind?
Du magst sie so gerne - die „Mümmelfritzen“
mit ihren schwarzen Löffelspitzen,
die zeitig im Frühjahr Hochzeit halten
um Deine Herbstjagd zu „gestalten“.
Doch schieße nicht den letzten Has ´!
Solcherlei Jagd macht keinen Spaß!!
Du selber würdest nur noch „gammeln“.
Die Hasen könnten nicht mehr rammeln,
und Jägersleut´ sich nicht versammeln!!
drum willst Du auch weiterhin schützen und hegen,
mit Freude im Herzen, dass viele noch leben!
Willst diese Glückseligkeit weiter tragen
damit auch in Zukunft noch Jäger jagen!!!
Herr Kay-Udo Richter