Hegering Harderberg
Die Woche der Natur vom 15. bis 23. Juni 2024, kurz vor den Sommerferien, ist ein Projekt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung Hannover. Der Hegering Harderberg hat sich erfolgreich beworben und den Zuschlag für seine aussagekräftige Bewerbung erhalten. Das Ziel des Projekts ist es, den Teilnehmern ein intensives Naturerlebnis zu bieten – draußen in der Natur, und nicht etwa nur vor einem Bildschirm.
18. Juni 2024 – Katholischer Kindergarten Wellendorf: „Tiere und Tierspuren im Wald“
Am ersten Tag machten sich 83 Kinder des katholischen Kindergartens Wellendorf mit ihren Betreuerinnen und den Mitgliedern des Hegeringes auf den Weg in ein Waldgebiet. Aufgeteilt in kleine Gruppen, die jeweils von einem Jäger begleitet wurden, erkundeten die Kinder auf natürlichen Pfaden den Wald. Der Hegeringleiter übergab den Betreuerinnen eine Zeckenkarte der Bingo-Umweltstiftung, die großen Anklang fand.
Im Wald warteten zahlreiche Überraschungen: Tierpräparate und Felle, die von den Helfern entlang des Weges, im Wald und am Bachlauf geschickt versteckt und aufgestellt wurden. Die Präparate, darunter Hasen, Rehwild und heimische Raubtiere wie Fuchs, Dachs und Marder, waren so platziert, dass sie ihre natürliche Umgebung widerspiegelten. Auch seltenere Arten wie der Nutria konnten am Bachlauf entdeckt werden. Mit Hilfe von Schautafeln erklärten die Jäger den Kindern den Lebensraum, die Beutetiere und die Nahrung der verschiedenen Tiere. Besonders das Tal mit seiner Quelle erregte die Neugier der Kinder.
Die Begeisterung war so groß, dass die geplante Pause bald vergessen wurde, weil die Kinder so fasziniert den Erklärungen lauschten und die Präparate erkundeten. Zurück im Kindergarten erhielt jedes Kind als Erinnerung einen aus einem Ast gefertigten Bleistift sowie ein Malbuch mit Naturmotiven und eine Urkunde. Die angehenden Schulkinder bekamen zusätzlich noch einen Stundenplan mit Tiermotiven.
19. Juni 2024 – Grundschule Borgloh: „Rasen ist doch langweilig! Förderung der Artenvielfalt“
Am zweiten Projekttag ging es mit 48 Grundschulkindern und ihren Lehrerinnen ebenfalls in die Natur. Auf einem Pfad durch Felder und Wälder lernten die Kinder, Bäume und Sträucher zu erkennen. Der Regen der Nacht zuvor verstärkte das Naturerlebnis, denn der Wald zeigte sich feucht und neblig, was die Kinder besonders durch Gerüche und die veränderte Sichtweise beeindruckte.
Der Schwerpunkt lag an diesem Tag auf der Artenvielfalt. Auf dem Weg kamen die Kinder an zwei Feldern vorbei – einem Maisfeld und einem Wildacker, der mit Pflanzen wie Klee, Luzerne, Buchweizen und Sonnenblumen bepflanzt war. Der Hegering verdeutlichte den Unterschied durch die Mitnahme von Saatgutproben beider Felder. Diese praktische Herangehensweise half den Kindern, die Bedeutung von biologischer Vielfalt besser zu verstehen.
Nach einer gemeinsamen Pause, in der die Kinder mit leckerem Essen gestärkt wurden, bauten sie in kleinen Gruppen Nistkästen, die später aufgehängt werden konnten. Anschließend gab es die Möglichkeit, am Jäger-Infomobil mehr über verschiedene Wildtiere zu erfahren.
Fazit der beiden Tage
Die Kinder erlebten an diesen zwei Tagen die Natur mit allen Sinnen. Sie lernten spielerisch viel über Tiere, Pflanzen und die Natur und konnten ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Solche Erlebnisse fördern nicht nur das Wissen über die Umwelt, sondern stärken auch das Selbstbewusstsein und die sozialen sowie kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Die Begeisterung war groß und die Teilnehmer konnten wertvolle Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Tanja Beinker
Besuch des Wildmobils der Jägerschaft
Die Fuchskinder vom Kindergarten am Springhof in Bad Laer (Südkreis Osnabrück) verbrachten dieses Jahr erstmalig ihre Waldwoche rund um den Spielplatz am Bienenlehrstand.
Ein Highlight war der Besuch von Jungjäger Simon Wellmeyer, der samt Wildmobil-Anhänger anreiste. Im Gepäck hatte er eine Vielzahl von heimischen Wildtierpräparaten und noch mehr spannende Informationen über die Lebensweisen, Nahrungsvorlieben und Gewohnheiten der Waldbewohner. Insbesondere der Mäusebussard hat bei vielen Kindern einen großen Eindruck hinterlassen. Mit viel Engagement, präzisem Wissen und einem guten Draht zu den kleinen Füchsen zog Simon die Kinder 90 Minuten in seinen Bann. Die Aktion fand großen Anklang und weckte so das Interesse der Kinder an unserer heimischen Flora und Fauna.
Claudia Osters-Eilers