Varel feiert Hubertusmesse in der Schlosskirche

Am vergangenen Samstagabend bot die Vareler Schlosskirche den feierlichen Rahmen für die traditionelle Hubertusmesse. Die Messe, als zentrale Veranstaltung der Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven, wurde als musikalische Messe gefeiert. Unter der Leitung von Onno Leiner-Bruhn sorgten die kraftvollen Klänge der Parforcehörner für eine feierliche Atmosphäre. Umrahmt wurde der Abend durch die begleitenden Fürst-Pless-Hörner.

Die Messe ist Hubertus dem Schutzpatron der Jäger gewidmet. Hubertus war Ritter und Jäger mit ausschweifendem Leben. Ihm begegnete während einer wilden nächtlichen Jagd ein Hirsch, Christus in Form eines leuchtenden Kreuzes im Geweih. Hubertus richtet nach diesem Ereignis sein umtriebenes Leben neu aus. Er wird Christ und später Diakon. Für viele naturverbundene Menschen ist die Hubertusmesse ein besonderer Moment, der Raum für Dankbarkeit und Besinnung bietet – sowohl für die Schöpfung als auch für das Miteinander in der Natur.

Dieses Jahr wurde die Messe von Pastorin Dr. Maike Mittelsteiner geleitet, die zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Jägerschaft, Frederike Kaempfe, die Bedeutung der Jagd im modernen Kontext hervorhob. In der bewegenden Predigt wurde betont, dass die Jagd längst kein reines Hobby „älterer, schießfreudiger Herren“ mehr ist. Vielmehr handelt es sich um eine Tätigkeit, die mit tiefer Ehrfurcht vor dem Leben und der Natur verbunden ist.

Besonderer Dank gilt auch dem Hegering Varel, der unter der Leitung von Gesa Löblein die Schlosskirche für den Abend festlich schmückte und so zur einzigartigen Atmosphäre beitrug.

Tomke Woltmann